ProSieben und Sat.1 stellen HDTV-Sendungen ein

Sendebetrieb nur noch bis 16. Februar 2008

Völlig überraschend bestätigt die ProSiebenSat.1 Media AG, was schon seit einigen Wochen in Foren gemunkelt wird: Zum 16. Februar 2008 stellt das Unternehmen die HD-Ausstrahlung seiner beiden Hauptprogramme ein. Als Grund führt die Sendergruppe an, dass noch zu wenige Zuschauer die Sendungen in HD empfangen könnten.

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Am 13. Februar 2008 strahlte ProSieben noch samt dem Trailer "Schärfer als die Realität" die erste Folge der neuen Staffel von "Desperate Housewives" hochaufgelöst aus - einen Tag später herrscht bei den HD-Fans nun Verzweiflung. Die Sendergruppe bietet ProSieben und Sat.1 ab dem 16. Februar 2008 nicht mehr in HD an. Die Ausstrahlung über die Astra-Satelliten wird ebenso gestoppt wie die Verbreitung über Kabelfernsehen und via Internet.

In einer mit "Sat.1 und ProSieben setzen auf 16:9-Format" überschriebenen Pressemitteilung begründet das Unternehmen den Schritt wie folgt:

"Die HDTV-Nutzung in Deutschland hat sich seit dem Sendestart der beiden hochauflösenden Kanäle im Oktober 2005 nicht wie erhofft entwickelt - bislang sind nur circa 150.000 TV-Haushalte in der Lage, Sat.1 und ProSieben in HD-Qualität zu empfangen."

Statt HD sollen die Inhalte der beiden Sender zunehmend auf das Format 16:9 umgestellt werden, denn, so ProSiebenSat.1, "damit können die mehr als drei Millionen deutschen TV-Haushalte, die bereits über entsprechende Flachbildfernseher verfügen, die technischen Möglichkeiten ihrer Geräte künftig auch beim Empfang von Sat.1 und ProSieben voll ausschöpfen." Dass die überwiegende Mehrzahl der Flat-TVs aber HD-Material darstellen kann und Röhrengeräte mit Standardauflösung in 16:9 seit über zehn Jahren starke Verbreitung genießen, erwähnt die Sendergruppe nicht.

Zudem senden ProSieben und Sat.1 ohnehin schon seit Jahren neuere Serien und Spielfilme in 16:9, wenn auch nicht immer anamorph kodiert. Häufig werden vielmehr die schwarzen Balken mit gesendet, was die effektive Auflösung deutlich sichtbar verringert. Erst im Jahr 2010, so ProSiebenSat.1, will das Unternehmen mit einem dritten Astra-Transponder den HDTV-Betrieb wieder aufnehmen. Offenbar kommt die Entscheidung auch für den Konzern überraschend: Auf der Startseite der Produktionsabteilung von ProSiebenSat.1 steht zur Stunde noch: "HDTV - das 'Fernsehen der Zukunft' schon heute bei den Sendern der ProSiebenSat.1-Gruppe." - aber eben nur noch heute.

Auch für den Rest der deutschen Fernsehlandschaft ist dieser Schritt ein schwerer Schlag, wurde doch "HD" erst im vergangenen Jahr zum Schlagwort, mit dem sich nicht nur Fernseher, sondern auch Inhalte verkaufen ließen. So hatte Kabel BW erst im Dezember 2007 einen HD-Receiver fürs Kabelfernsehen für 299,- Euro angeboten. Eine Sprecherin dieses Unternehmens bedauerte gegenüber Golem.de die Entscheidung von ProSiebenSat.1. Damit würden zwei der für die Zuschauer attraktivsten Vollprogramme wegfallen. Auch Kabel BW war von der Einstellung des HD-Betriebes erst in dieser Woche in Kenntnis gesetzt worden.

Mit der Entscheidung von ProSiebenSat.1 brechen die letzten beiden frei empfangbaren Vollprogramme in HDTV weg. Neben Spartenkanälen, die oft nur entweder über Satellit oder Kabel empfangbar sind, gibt es jedoch noch zwei kostenpflichtige Premiere-Kanäle in HD. Und auch von den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ist bis 2010 außer vereinzelten Sonderaktionen nichts zu erwarten: Die gebührenfinanzierten Sender wollen den HD-Regelbetrieb erst zu den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver aufnehmen.


backtosch 25. Apr 2009

ja du hast ja eigentlich recht. aber jeder muss wissen was am besten für ihn ist. es ist...

backtosch 25. Apr 2009

HDTV =) ist supper es ist aufjeden fall ein reiz fürs jede auge. so macht fernsehen...

Justus87 06. Jan 2009

Also von mir aus kann die ProSiebenSat.1-Gruppe ihr niveauloses Programm auch gleich ganz...

dv98 23. Mai 2008

Mann wie kann man nur so niveaulos sein... Geht es hier um Persönliches oder eine...

methodus 22. Apr 2008

"Ich glaube es gibt einen weltweiten Bedarf an vielleicht fünf Computern" (Thomas Watson...

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