Zwischen Verbraucherschutz und Datensammelwut
Allgemein wurde Kritik an der fehlenden Vermittlung von Online-Kompetenz in den Schulen geübt. In den Schulbüchern seiner Kinder würde zwar "alles über die alten Römer" stehen, aber nichts über das Internet, beklagte Billen. Heike Troue vom Verein "Deutschland sicher im Netz" forderte, dass die Schulen den Kindern "IT-Grundwissen und ein Grundwissen über Sicherheit" vermitteln müssten. Dazu sei beispielsweise der zunehmend verbreitete Nachmittagsunterricht ein guter Platz. Der Verein stelle dafür einen Medienkoffer bereit, der im Internet bestellt werden kann. Um den Schülern vorzuführen, welche Risiken die bedenkenlose Veröffentlichung von persönlichen Daten im Internet birgt, schlug sie vor, die Schüler "sich gegenseitig googeln" zu lassen. Die Ergebnisse könnten dann vor der Klasse präsentiert werden, was vielleicht einen heilsamen Schock auslöse.
Ibrahim Karasu vom Bundesverband deutscher Banken musste harsche Kritik für die mangelnde Sicherheit der Online- und Offline-Angebote der Banken einstecken. So berichtete der Bundesdatenschutzbeauftragte Schaar, dass Unbefugte mehrfach von seinem Konto kleinere Beträge abgebucht hätten - und fügte hinzu, er habe das Geld nach Reklamation zurückerhalten. Bei der Nachforschung, wie es dazu hatte kommen können, erfuhr er, dass die Kontonummer ausreiche, um von einem Bankkonto Geld abzubuchen. Die Banken, so empörte sich der oberste Datenschützer, prüften nicht einmal nach, ob der Name des Kontoinhabers richtig sei.
Karasu entschuldigte dieses Vorgehen mit der notwendigen Abwägung zwischen Kosten und Sicherheitsgewinn einer solchen Nachprüfung. Da viele Unternehmensbezeichnungen immer wieder falsch geschrieben würden, sei der Name zur Nachprüfung ungeeignet. Im Übrigen hätten die Kunden ja die Möglichkeit, unberechtigte Abbuchungen innerhalb von sechs Wochen stornieren zu lassen. Das zu Unrechte abgebuchte Geld würde erstattet. Allerdings sei der "Betrugsanteil bei Lastschrift minimal". Auf dem Podium und im Publikum fand Karasus Position keine Zustimmung. Die Banken, so der Tenor, verlagerten damit "ihre Kontrollpflichten auf die Kunden", und das sei "nicht nachvollziehbar". [von Robert A. Gehring]
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Für den kleinen Datenhunger zwischendurch.
"[...] Dabei kritisierten sie Unternehmen, die unkontrolliert Daten von Kunden sammeln...
Und die sammeln keine Daten? Wer ist denn so naiv das zu glauben?
es gibt genügend Suchmaschinen, die man benutzen kann. http://www.suchmaschinenindex.de/
auf diesen Spammer. (Blork) Der glaubt wirklich, dass er mit seiner Aktion etwas bewirken...
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