Abo
  • Services:
Anzeige

Wer soll den Bayern-Trojaner bezahlen?

Vertrauliche Dokumente bei Wikileaks veröffentlicht

Aus Dokumenten, die der Website Wikileaks zugespielt wurden, geht hervor, was sich der Freistaat Bayern das Abhören von Skype-Telefonaten und das Ausspionieren der Skype-Buddy-Liste kosten lässt.

Die bayerische Abhörsoftware kommt als Trojaner durchs Netz. Das geht aus der Leistungsbeschreibung der von der Firma DigiTask entwickelten Software hervor: "Das Konzept der Firma DigiTask sieht es vor, auf dem PC des Überwachten eine so genannte Skype-Capture-Unit zu installieren. Diese Capture-Unit ermöglicht das Mitschneiden der Skype-Kommunikation, wie zum Beispiel Voice und Chat, sowie die Ausleitung an einen anonymen Recording-Proxy. [...] Für die Installation der Skype-Capture-Unit wird eine ausführbare Datei mitgeliefert die zum Beispiel als Anhang an eine E-Mail versendet werden kann oder aber direkt auf dem Zielsystem installiert werden kann."

Anzeige

Den bei Wikileaks veröffentlichten Dokumenten ist zu entnehmen, dass der "Bayern-Trojaner" für Skype von den Behörden zum Preis von 3.500 Euro "pro Monat und Maßnahme" gemietet werden muss. Dazu kommen "einmalige Installationskosten vor Ort für den Auf- und Abbau" von 2.500 Euro. Der "Mietpreis der SSL-Dekodierung pro Monat und Maßnahme" schlägt ebenfalls mit 2.500 Euro zu Buche.

Wie das bayerische Justizministerium in einem Schreiben an die Generalstaatsanwälte in München Nürnberg und Bamberg sowie die Präsidenten der Oberlandesgerichte dieser Orte mitteilt, sind "die Kosten für die Beschaffung einer DV-Ausstattung (Hard- und Software) ausschließlich aus dem Polizeihaushalt aufzuwenden. Dies gilt auch, soweit technische Geräte angemietet werden müssen. Auch bei dem vorgenannten Miet- und Installationskosten handelt es sich um entsprechende Kosten, die aus dem Polizeihaushalt zu zahlen sind."

Nach der Installation greift der Trojaner der Firma DigiTask die gewünschten Informationen vor der Verschlüsselung durch Skype ab, verschlüsselt sie mit AES und leitet sie an einen "anonymen Recording-Proxy" weiter. Von dort werden die Daten "an den eigentlichen Recording-Server" übertragen, wo der Zugriff "mittels mobiler Auswertestationen" erfolgen kann. Dort lassen sich die mitgeschnittenen Telefonate und Chats live verfolgen.

Wie die Überwachungssoftware gegebenenfalls installierte Firewall- und die Viren-Software überwinden soll, geht aus den Unterlagen nicht hervor. [von Robert A. Gehring]


eye home zur Startseite
flashgorden 11. Jul 2008

jain! der es wird nicht nur über skype gehackt sondern auch über den chip auf der...

flashgorden 11. Jul 2008

loooool komm mal klar ... und schau der realität ins auge! das geht nichmehr lange gut...

Anarchist 30. Jan 2008

Das Buch, welches ich vorhin nannte währe ein guter Anfang. Ansonsten kann ich noch...

Inu 30. Jan 2008

Also was? Hast Du mich grad aufgefordert, Russische Archive zu durchstöbern? *G...

Anarchist 30. Jan 2008

Ich bitte dich, dich vorher zu informieren, bevor du so einen Unsinn verzapfst...


First Bug - die QA Seite / 29. Jan 2008



Anzeige

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main
  2. über Hanseatisches Personalkontor Berlin, Großraum Leipzig
  3. über Hanseatisches Personalkontor Berlin, Deutschland
  4. Giesecke & Devrient 3S GmbH, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 21,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 9,99€
  3. 36,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Mesuit

    Chinesischer Hersteller bietet Android-Hülle für iPhones an

  2. Pokémon Go

    Pikachu versus Bundeswehr

  3. Smartphones

    Erste Chips mit 10-nm-Technik sind bei den Herstellern

  4. Nintendo

    Wii U findet kaum noch Käufer

  5. BKA-Statistik

    Darknet und Dunkelfelder helfen Cyberkriminellen

  6. Ticwatch 2

    Android-Wear-kompatible Smartwatch in 10 Minuten finanziert

  7. Hardware und Software

    Facebook legt 360-Grad-Kamera offen

  8. Licht

    Osram verkauft sein LED-Geschäft nach China

  9. Micro Machines im Kurztest

    Die Minis rasen zur Kasse

  10. E-Bus-Linie 204

    BVG testet offenes WLAN in Bussen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nuki Smart Lock im Test: Ausgesperrt statt aufgesperrt
Nuki Smart Lock im Test
Ausgesperrt statt aufgesperrt

Xiaomi Mi Band 2 im Hands on: Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on
Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  1. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone
  2. Redmi 3S Xiaomis neues Smartphone kostet umgerechnet 95 Euro
  3. Mi Band 2 Xiaomis neues Fitness-Armband mit Pulsmesser kostet 20 Euro

Amoklauf in München: De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte
Amoklauf in München
De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte

  1. Re: NEIN DANKE!

    jose.ramirez | 17:28

  2. Terror, Forderungen, die Vernunft und Spraydosen

    cicero | 17:27

  3. Re: Weil die Strategie nicht mit Sony...

    D43 | 17:26

  4. Re: Noch nie

    Trockenobst | 17:26

  5. Abgesicherter Boot Prozess

    jose.ramirez | 17:25


  1. 16:32

  2. 16:13

  3. 15:54

  4. 15:31

  5. 15:14

  6. 14:56

  7. 14:37

  8. 14:12


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel