Acid3-Test überprüft dynamische Fähigkeiten von Browsern

SVG-Working-Group arbeitet ebenfalls an Tests für Acid3

Das Webstandards.org-Projekt arbeitet an einem neuen Acid-Test. Während der erste Acid-Test sich noch auf das CSS-Boxmodell konzentrierte und der Acid2-Test weiter auf das Rendering von CSS einging, soll der kommende Acid3-Test sich mehr an der dynamischen Seite des Internets orientieren. Bisher sind 84 Einzeltests im Acid3-Test integriert, weitere 16 Tests sollen von der Community kommen.

Anzeige

Acid3-Referenz
Acid3-Referenz
Mit der Meldung, dass der Internet Explorer 8 den Acid2-Test besteht, hat der Test seine Aufgabe wohl erfüllt. Die Zeit ist also reif für einen neuen Acid-Test, der sich zugleich stärker auf die dynamische Seite des Internets alias Web 2.0 konzentriert.

Der neue Acid3-Test soll diese Vorgabe erfüllen. 84 Einzeltests überprüfen das korrekte Verhalten des Browsers. Als "Worst-Case-Szenario" muss ein Browser beweisen, auch in Extremsituationen noch eine korrekte Darstellung zu liefern. Dabei schließt der Acid-Test ein, dass der Webentwickler Fehler macht. Selbst in einer solchen Situation muss ein Browser noch eine korrekte Darstellung abliefern, etwa indem er die Fehler ignoriert und möglichst nicht interpretiert. Der aktuelle Acid2-Test enthält unter anderem CSS-Regeln, die nicht zulässig sind. Ein Browser, der den Test bestehen will, muss in der Lage sein, diese zu ignorieren.

Acid3-Test in aktuellen Browsern
Acid3-Test in aktuellen Browsern
Wie die vorherigen Tests wird auch der kommende Acid3-Test nur ein Indiz für eine gute Rendering-Engine im Browser sein. Er hilft den Browser-Entwicklern jedoch, Fehler in der eigenen Implementierung von Standards zu entdecken und hoffentlich zu korrigieren. Das Ergebnis ist idealerweise eine vergleichbare Darstellung von Webseiten in allen Browsern.

Der derzeitige Status des sich in Entwicklung befindlichen Acid3-Tests lässt sich über einen Vorschaulink betrachten, der jedoch mit großen Lettern in der URL darauf hinweist, dass der Acid3-Test noch nicht fertig ist und demzufolge dessen Ergebnisse noch mit Vorsicht zu genießen sind.

Acid3-Test in aktuellen Browsern
Acid3-Test in aktuellen Browsern
In einem kurzen Test kam die aktuelle Beta von Firefox 3 und ein Snapshot von Opera 9.5 der Referenzdarstellung der Acid3-Vorschau noch am nächsten. Dank der bereits fortgeschrittenen Unterstützung von CSS 3 haben die beiden Browser einige Vorteile. Die Safari 3 Beta für Windows, Internet Explorer 7 und Opera 9.2 waren von einem guten Ergebnis noch weit entfernt. Da noch zusätzliche Tests integriert werden sollen, kann sich das Ergebnis durchaus noch ändern.

Ian Hickson, der schon für den zweiten Acid-Test verantwortlich war, hat auf seiner Website zu einem kleinen Wettbewerb aufgerufen, um die noch fehlenden 16 Einzeltests aufzufüllen. Mittlerweile sollten alle Vorschläge eingegangen sein, so dass jetzt die 16 Tests ausgewählt werden können. Eventuell schafft es sogar ein SVG-Test (Scalable Vector Graphics) in den Acid3. Mitglieder der SVG Working Group haben eigene Tests eingereicht; sollten es diese nicht in den Acid3-Test schaffen, denkt die Working Group sogar über einen eigenen SVG-Acid-Test nach.

Weitere Informationen zum Acid3-Test gibt es auf der Webseite des Web Standards Project.


marc2marc 08. Mär 2008

wetten das die bald 100 Punkte haben ...

Daniel-19 01. Mär 2008

Die haben auch Acid2 als erstes geschafft, allerdings scheinen die auch stark darauf...

Daniel-19 01. Mär 2008

Das tun sie inzwischen auch. Aber nur wenn ein Text Acid heißt ist er Medienwirksam ;)

Daniel-19 01. Mär 2008

Fehlerhafte Eigenschaften zu ignorieren ist ein Kernbestandteil von CSS. Ohne diesen...

mg 28. Feb 2008

Nightly Build. Warscheinlich schaffen die es als Erster. Zudem keine Darstellungsprobleme...

Kommentieren



Anzeige

  1. Web-Entwickler (m/w)
    NEXUS Netsoft, Langenfeld
  2. Projektleiter (m/w) Java
    USU AG, Bonn (Home-Office möglich)
  3. IT-Programmmanager/-in für komplexe Softwareeinführungsprojekte
    Dataport, Hamburg
  4. Release- und Projekt-Manager mobile - international (m/w)
    PAYBACK GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  2. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  3. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  4. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  5. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  6. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  7. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  8. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  9. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  10. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO - Heartbleed und die Folgen: TLS entrümpeln
IMHO - Heartbleed und die Folgen
TLS entrümpeln

Die Spezifikation der TLS-Verschlüsselung ist ein Gemischtwarenladen aus exotischen Algorithmen und nie benötigten Erweiterungen. Es ist Zeit für eine große Entrümpelungsaktion.

  1. Revocation Zurückziehen von Zertifikaten bringt wenig
  2. TLS-Bibliotheken Fehler finden mit fehlerhaften Zertifikaten
  3. Verschlüsselung E-Mail nur noch mit TLS

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

    •  / 
    Zum Artikel