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Handystrahlung verhindert erholsamen SchlafTiefschlafphase verkürzt sich
Wissenschaftler des Karolinska Institute und der Uppsala University aus Schweden haben in Kooperation mit der Wayne State University in Detroit an 35 Männern und 36 Frauen in einem Schlaflabor die Schlafqualität untersucht. Dies berichtet die britische Tageszeitung "The Independent". Ein Teil der Gruppe wurde während der Nacht einer Strahlung von 884 MHz ausgesetzt - also der Frequenz, mit
der ein Mobiltelefon arbeitet. Wer der Strahlung ausgesetzt war, benötigte länger, um in die Tiefschlafphase zu fallen. Außerdem dauerte die Phase kürzer, die der Erholung des Körpers dient.
Leiter der Studie, Professor Bengt Arnetz, glaubt, dass die Strahlung auf das Stress-System im Gehirn einwirkt und die Menschen dazu bringt, wachsamer zu sein. Und damit verzögere sich die Tiefschlafphase. Doch trotz der messbaren Auswirkungen konnte keiner der Probanden mitteilen, ob er während des Tests einer Strahlendois ausgesetzt war. Über ein Warnsystem verfügt der Körper also nicht. Auch wenn die Handyhersteller die Ergebnisse herunterspielen und die Methodologie der Untersuchung angreifen, kommen auch andere Arbeiten zu dem gleichen Ergebnis: Eine über ein Jahr dauernde Studie mit 1.656 belgischen Teenagern brachte zutage: Wer im Bett noch telefoniert hat, schadet sich. Diejenigen, die das im Schnitt einmal pro Woche tun, haben eine drei Mal höhere Wahrscheinlichkeit, am nächsten Tag todmüde zu sein. Bei den Kindern, die mehr als fünf Mal pro Woche mit ihrem Handy schlafen gingen, soll es sogar fünf Mal wahrscheinlicher sein, dass sie am nächsten Tag unausgeruht in die Schule gehen. (yg)
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