Die Europäische Kommission leitet eine formale Untersuchung gegen den US-Software-Konzern ein. Eines der Verfahren geht dabei auf die Beschwerde des norwegischen Browser-Herstellers Opera zurück, das zweite Verfahren dreht sich um die Veröffentlichung von Programmierschnittstellen.
Am 17. September 2007
bestätigte der Europäischen Gerichtshof die von der EU-Kommission gegen Microsoft verhängten Strafen weitgehend, einschließlich der Forderung, bestimmte Programmierschnittstellen offen zu legen. Nun wird untersucht, ob Microsoft diesen Auflagen gefolgt ist. Microsoft wird vorgeworfen, Informationen zu zahlreichen Produkten nicht freizugeben, darunter Office, diverse Server-Produkte und das .Net-Framework.
Die Kommission will auch untersuchen, ob Microsofts neues Office-Datei-Format, Office Open XML, so wie es in Office implementiert ist, ausreichend interoperabel mit den Produkten anderer Hersteller ist.
Auf das Urteil vom 17. September 2007 beruft sich auch das Unternehmen Opera, das sich gegen die enge Verzahnung von Betriebssystem (Windows) und Browser (Internet Explorer) wehrt. Zudem kritisiert Opera, dass sich Microsofts Internet Explorer nicht an Webstandards halte.
Die Eröffnung der Kartellverfahren bedeutet zwar nicht, dass der Kommission Beweise für die Vorwürfe vorliegen. Allerdings wird die Kommission die Angelegenheiten nun genauer unter die Lupe nehmen.
(ji)
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