Abgesang: Letzte CES-Keynote von Bill Gates

Gesellschaft befindet sich am Anfang des zweiten "digitalen Jahrzehnts"

Mit viel Spannung wurde die letzte CES-Keynote von Bill Gates erwartet. Visionäres hat der Microsoft-Gründer aber nicht verlauten lassen. Im Sommer 2008 steigt Bill Gates aus dem Tagesgeschäft bei Microsoft aus und will sich verstärkt seiner Stiftung widmen.

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Bill Gates sieht die Gesellschaft am Beginn des zweiten "digitalen Jahrzehnts". Im Rückblick zeigt sich Gates erfreut, welche Fortschritte im ersten "digitalen Jahrzehnt" ("digital decade") gemacht wurden. Erstmals verwendete der Microsoft-Gründer diesen Begriff im Jahr 2001. Allerdings ließ Bill Gates zu seiner letzten CES-Keynote nichts Visionäres verlauten, wie es vielfach erwartet wurde.

So meint er sehr allgemein, dass Technik das nächste "digitale Jahrzehnt" wertvoller mache und die gesamte Welt noch stärker vernetzt werde. Dadurch würde der Mensch produktiver und zufriedener werden. Diese Zukunftsaussicht birgt jedoch nichts Überraschendes, weil eine solche Entwicklung aus heutiger Sicht mehr als zwangsläufig erscheint. Auf früheren Keynotes vertrat Bill Gates oftmals eine Vision der PC-Zukunft aus der Sichtweise von Microsoft.

Im Rahmen der Keynote vertrat Microsoft die Auffassung, dass sich die Bedienung elektronischer Geräte in den nächsten Jahren verbessern werde. Bedienoberflächen würden "natürlicher" und die Nutzung von berührungsempfindlichen Displays sowie der Einsatz von Sprachsteuerung werde den Umgang mit technischen Geräten allgemein verändern. Beide Techniken werden bereits seit einiger Zeit verwendet, so dass auch diese Prognose nichts Visionäres enthält.

Am Ende der Keynote zeigte Gates ein Mobiltelefon-Prototyp aus Microsofts Forschungslabor. Das etwa Schuhkarton große Gerät verfügt über eine Kamera, um so die Umgebung zu "erkennen". Ist die Kamera auf ein Gebäude gerichtet, wird angezeigt, um welches Gebäude es sich handelt und es erscheinen Zusatzinformationen. Bei einem Theater oder Kino können sogleich Ticktets bestellt werden. Im Falle eines Restaurant soll sich über das Gerät ein Tisch reservieren und gleich die Route dorthin berechnen lassen. Aber auch die Identifizierung von Personen soll das Gerät beherrschen und so etwa bei Blick auf einen Menschen, deren Kontaktdaten anzeigen.

Im Sommer 2008 wird sich Bill Gates - wie angekündigt - aus dem normalen Tagesgeschäft zurückziehen. Dann wird er Microsoft lediglich als Berater und Aufsichtsratsvorsitzender zur Verfügung stehen. Gates wolle sich stärker um die gemeinsam mit seiner Frau gegründete "Bill und Melinda Gates"-Stiftung kümmern. Diese wurde im Jahr 2000 gegründet. Mit den Stiftungsgeldern sollen Probleme der Gesundheitsvorsorge von Entwicklungsländern gelöst sowie Bildungsprojekte unterstützt werden. Die Stiftung verwaltet mittlerweile eine Geldsumme in Höhe von 37,6 Milliarden US-Dollar.


Armin 08. Feb 2008

Hallo ... Fakt ist, das das Unternehmen Microsoft, durch Ihr eigenes Verhalten wie durch...

Klausi 09. Jan 2008

Fakt ist, wenn ein Einzelner das millionenfache von dem hat, was er zu einem guten...

e-user 09. Jan 2008

Danke, Siegurt. Wenigstens doch noch einige Menschen mit freiem, kritischen Geist. Genau...

Siegurt 08. Jan 2008

Es muss doch zumindest gestattet sein, bestimmte Dinge auch kritisch zu hinterfragen und...

Lothar1969 08. Jan 2008

Und in welcher Weise haben westliche Industrienationen diesen Prozess hervorgerufen? Die...

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document.write("Markus Tressl"); / 08. Jan 2008

Bill Gates ein letztes mal auf der CES -- Goodbye



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