Neuer Chipsatz-Entwickler für Opterons aus Israel?

Start-up-Unternehmen "Commex" will Zusatz-Logik für AMD-Server liefern

Das junge israelische Unternehmen "Commex" will lokalen Berichten zufolge bereits im Mai 2008 Zusatz-Chips für die Beschleunigung von Opteron-Servern ausliefern. Ob es sich dabei um komplette Chipsätze oder Beschleuniger für spezielle Rechenaufgaben handelt, ist jedoch noch unklar. Zwei prominente Mitglieder des Commex-Managements lassen jedoch aufhorchen.

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Commex ist Teil des israelischen Investment-Konsortiums RAD Group und wurde 2005 mit Risiko-Kapital gegründet, das inzwischen auf rund 8 Millionen US-Dollar angewachsen ist. Das Vertrauen in das Unternehmen dürfte vor allem durch zwei seiner Mitarbeiter gewachsen sein: CEO Tal Horowitz und CTO Uri Weiser waren zuvor langjährige Intel-Mitarbeiter. Unter Weisers Federführung wurde unter anderem die erste in Israel entwickelte Intel-Technologie entwickelt - der MMX-Befehlssatz.

Bereits Anfang 2007 versprach Commex eine Technologie namens "Fundamental Acceleration of Application System Technology" (Faast) mit einem Produkt namens "Thunder", blieb aber auch hier mit technischen Details sparsam. Lediglich die Beschleunigung von Server-Anwendungen wie dem Verteilen von Streams und Bearbeiten von Datenbanken wurden genannt - es dürfte sich um einen typischen Beschleuniger handeln, wie er derzeit in der IT-Branche heiß diskutiert wird.

Auch Intel arbeitet an Beschleuniger-Karten, als Erstes soll hier mit dem Projekt Larrabee eine Grafikkarte erscheinen. Abseits des technisch/wissenschaftlichen Umfeldes, wo Beschleuniger - meist als FPGA-Bausteine - seit Jahren gebräuchlich sind, hat beispielsweise Nvidia mit seinen Tesla-Produkten auf Basis der hauseigenen GPUs bereits Beschleuniger am Markt. AMD hatte schon 2006 sein Konzept "Torrenza" vorgeschlagen, bei dem Beschleuniger über HyperTransport direkt an die Prozessoren angebunden werden können.

Von den Commex-Produkten ist jedoch noch nichts zu sehen. Der israelische Branchendienst "Globes" berichtet nun jedoch, das Unternehmen würde die Serienfertigung bereits im Mai 2008 aufnehmen. Laut Globes soll es sich um einen Server-Chipsatz handeln, der die Kommunikation von CPU-Kernen untereinander stark verbessert. Dazu habe das Unternehmen bereits seit längerem eine Partnerschaft mit AMD geschlossen. Die CPU-Hersteller konnten das auf Anfrage von Golem.de nicht unmittelbar bestätigen oder dementieren.

Auch AMD selbst will jedoch zurück ins Geschäft mit Server-Chipsätzen, wie das Unternehmen bei Vorstellung der Bulldozer-Architektur bereits angekündigt hat - ob mit oder ohne Commex-Technologien, ist noch nicht bekannt. Bisher sind für Opteron-Server nur Nvidia und vor allem Broadcom aktiv, Letztere hatten 2001 den Chipsatz-Spezialisten ServerWorks übernommen.


xz 04. Jan 2008

tja soll man dann jetzt protest intel kaufen?... irgendwie gehen einem die optionen aus.

Benno Meisenkaiser 03. Jan 2008

Prozessoren haben deutlich mehr Zukunft als Oliven. Daran sollten sich die Araber mal...

protest 03. Jan 2008

Anstatt Prozessoren zu entwickeln, sollten sie die Olivenbäume der armen Palästiner...

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