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Digitalkameras: Was bringt das Jahr 2008?Trends im Digital-Imaging-Markt
Live-View bei DSLRs
Die Funktion Live-View ahmt bei Spiegelreflexkameras nach, was bei Kompaktkameras vollkommen normal ist: Das Sucherbild ist jederzeit auf dem Display zu sehen. Die Funktion haben Canon, Olympus, Panasonic und Nikon bereits vorgestellt - Pentax und Sigma fehlen derzeit noch. Hier ist zu erwarten, dass die Nachfolgemodelle der K10D von Pentax und der SD14 von Sigma ebenfalls die Funktion mitbringen. Außer bei Nikon ist es derzeit bei keiner Kamera möglich, während der Live-View-Funktion den Autofokus ohne Bildunterbrechung zu nutzen. Das könnte sich 2008 ändern. Weitere Funktionen aus der Kompaktkamera-Welt wie z.B. die Gesichtserkennung, die schon Panasonics DSLR bietet, wird vermutlich in den Einsteiger-Bereich bei den Spiegelreflex-Kameras vermehrt Einzug halten. Videoaufzeichnung bei DSLRs Bislang ist es mit keiner Spiegelreflexkamera möglich, wie im Kompaktbereich Videos aufzuzeichnen. Die Live-View-Technik bietet jedoch fast alle Voraussetzungen, um die bewegten Bilder, die auf dem Display angezeigt werden, auch zu speichern. Ein Mikrofon ist in vielen DSLRs längst für Sprachnotizen vorhanden. Bei kompakten Digitalkameras wird hingegen die mickrige Videoauflösung bald der Vergangenheit angehören - HD-Video mit 1.080 Zeilen Auflösung werden 2008 wohl mehrere Hersteller integrieren. Höhere Display-Auflösung Die hohe Display-Auflösung, die Nikons D300 und die D3 mitbringt, dürfte dem Kamera-Hersteller nicht lange exklusiv zur Verfügung stehen. Die von Pentax noch nicht angekündigte K20D und auch Canons 5D-Nachfolger für den Vollformat-Bereich sind hier heiße Aspiranten. Das schwenkbare Display, das Panasonic mit der Lumix DMC-L10 2007 und Olympus mit der E3 bei DSLRs einführte, könnte ebenfalls Nachahmer finden. OLEDs Kodaks EasyShare LS633 war 2003 die erste Digitalkamera mit einem OLED-Display. Seitdem wurde auf diesem Gebiet kein Versuch mehr unternommen, den neuen Display-Typ zu verbauen. Dies könnte sich ebenfalls im neuen Jahr ändern, zumal die Technik nun auch langsam in der Unterhaltungselektronik Einzug hält. WLAN und UMTS Die Bildübertragung von der Kamera auf den Rechner oder zum Drucker wird derzeit meist durch Speicherkartentausch, per USB oder in manchen Fällen sogar per Infrarot gemacht. Eine Handvoll Kameras bzw. entsprechendes Zubehör erlaubt schon per WLAN zu kommunizieren und selbst in eine SD-Speicherkarte wurde schon ein WLAN-Modul integriert. Nun ist es an den Herstellern, die schnurlose Übertragungstechnik in mehr Kameras zu verbauen und vielleicht tauchen auch die ersten Geräte auf, die per UMTS die Daten gleich in alle Welt verschicken können. HDRs aus der Kamera High-Dynamic-Range-Bilder war ein wichtiges Bildbearbeitung-Thema im Jahr 2007. Die Technik ist dank der neuen Software mittlerweile selbst für Laien gut beherrschbar und liefert ansprechende Ergebnisse. Dennoch ist es bislang unmöglich, HDR-Bilder ohne Rechner zu erzeugen. Hier könnte sich 2008 einiges ändern. Zum Beispiel könnten die Kameras selbst einen HDR-Modus als Motivprogramm erhalten. Bei angeschlossenem Stativ könnten damit automatisch mehrere Bilder mit unterschiedlicher Belichtungszeit geschossen, intern zu einem HDR zusammengefügt und per Tone-Mapping als JPEG dargestellt werden. So könnte 2008 durchaus ein spannendes Jahr für Foto-Enthusiasten werden. Zwar wird das Megapixel-Rennen nicht enden und der Bildqualität gerade bei den Kompakten nicht unbedingt gut tun, doch gleichzeitig sind einige Neuerungen zu erwarten, die tatsächlich eine Verbesserung darstellen. (ad)
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