Säure, Öl und Insektenspray helfen gegen Daten

Die zehn skurrilsten Datenträgerpannen des Jahres 2007

Eine Katastrophe: Der USB-Stick mit dem Businessplan, die Speicherkarte mit Hochzeitsfotos oder die Festplatte mit wichtigen wissenschaftlichen Daten sind futsch. Datenrettungsexperten helfen auch in aussichtslosen Fällen. Am Ende eines Jahres veröffentlichen sie dann eine Liste mit ihren Lieblingspannen. Ganz ohne Schadenfreude versteht sich - die Daten konnten sie ja retten.

Anzeige

Vielen Computernutzern ist das schon passiert: Sie haben versehentlich wichtige Daten gelöscht. Oft lassen sich diese einfach wieder aus dem Papierkorb fischen oder mit einem speziellen Programm restaurieren. Schwieriger wird es, wenn der Datenträger beschädigt wird. Dann müssen professionelle Datenretter ran. Die sehen sich oft ungewöhnlichen Herausforderungen gegenüber.

Eine Frau sagte im Jahr 2007 den Technikern, sie hätte ihre Daten weggewaschen - und meinte damit, sie habe ihren USB-Stick versehentlich in die Waschmaschine gesteckt und kam anschließend nicht mehr an die Daten heran. Weniger sauber dürfte hingegen der USB-Stick eines Vaters gewesen sein, der ihm bei Füttern seiner kleinen Tochter aus der Hemdtasche rutschte - und in ihrem Apfelmus landete.

Dass man seinen Laptop bei Aktivitäten an der frischen Luft besser zu Hause lässt, bewies ein Angler: Er wollte sich das Warten auf den Fisch mit Computerspielen vertreiben. Als er in seinem Ruderboot aufstand, fiel er samt Rechner ins Wasser. Peinlich wurde es für einen Fotografen: Er bemerkte zwei Tage, bevor ein Brautpaar aus den Flitterwochen zurückkam, dass er versehentlich die Fotos ihrer Hochzeit mit den Bildern einer anderen Hochzeit überschrieben hatte.

Dass beim Umgang mit manchen Chemikalien Vorsicht geboten ist, lernen Kinder schon in der Schule. Manche vergessen diese Lektion im Laufe der Jahre: Ein Wissenschaftler verschüttete versehentlich Säure über seine Festplatte und lös(ch)te wichtige Daten darauf.

Im Streit warf ein hitzköpfiger australischer Geschäftsmann seinen USB-Stick nach seinem Partner. Der Stick mit wichtigen Firmendaten fiel auf den Boden und zerbrach. Eine besondere Herausforderung für die Techniker stellten einige CDs dar. Sie waren das einzige, was einen Bürobrand überlebte - allerdings waren sie mit der Innenseite der Hülle verschmolzen.

Traditionelle Heimwerkermethoden sollte man tunlichst nicht auf Computerkomponenten anwenden, erlebte ein britischer Wissenschaftler: Die Festplatte seines Rechners quietschte und gegen Quietschen hilft bekanntlich Öl. Also bohrte er ein Loch in das Gehäuse der Festplatte und goss Öl hinein. Das stoppte das Quietschen - und die Festplatte gleich mit.

Um einen Fallschirm auszuprobieren, hängten die Tester eine Kamera daran und warfen sie aus einem Flugzeug. Zum Glück führten sie den Test mit einem unbelebten Gegenstand aus, denn der Fallschirm versagte seinen Dienst. Nun galt es, die Daten aus dem zerstörten Speichermedium wieder herzustellen.

Den Spitzenplatz auf der Rangliste belegt schließlich ein thailändischer Fotograf: Er musste feststellen, dass sich Ameisen in seiner externe Festplatte angesiedelt hatten. Um sie wieder loszuwerden, schraubte er das Gehäuse auf und rückte den Tieren mit Insektenspray zuleibe. Er tötete damit die Ameisen - und dummerweise auch seine Daten. Nach Angaben von Kroll konnten die Techniker in allen Fällen den Nutzern in ihrer Not helfen und die Daten wiederherstellen.


EMB 12. Dez 2007

Schonmal was von Google gehört? Zweiter Treffer wenn man nach "kroll" sucht"... Kroll...

guert 12. Dez 2007

alkopedia 11. Dez 2007

Ich war mit nem Siemens S35 schwimmen. Hat nach dem Trocknen wieder einwandfrei...

wolf1234 10. Dez 2007

Meint ihr das könnte man als Dienstleistung anbieten? Wollte schon immer mal so richtig...

lemmi 10. Dez 2007

pack ihn doch einfach in ein kondom dann kanns weiter regnen

Kommentieren


schwarz-weiss.cc / 09. Dez 2007

Wenn die Platte quietscht und knattert….



Anzeige
  1. SAP-Entwickler (m/w)
    WIEGEL Verwaltung GmbH & Co KG, Nürnberg
  2. Fachexperte (m/w) SAP-Basis
    über Invenimus Personalberatung GmbH, Großraum Leipzig
  3. ERP-Systembetreuer (m/w)
    LMC Caravan GmbH & Co. KG, Sassenberg
  4. Head Technical Customer Implementation (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sailfish-Smartphone

    Jolla stellt "The Other Half" vor

  2. Internet und Krieg

    Wenn Social Networks zum Schützengraben werden

  3. Instant Messenger

    Whatsapp in Deutschland immer beliebter

  4. Milliarden-Deal

    Yahoo kauft Blogging-Plattform Tumblr

  5. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  6. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  7. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  8. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  9. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  10. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Opensuse: Erster Milestone für Opensuse 13.1
Opensuse
Erster Milestone für Opensuse 13.1

Die Entwicklung von Opensuse 13.1 beginnt mit einigen Paketupdates. Bis November will das Team komplett auf Sysvinit verzichten können und GCC 4.8 als Standard-Compiler verwenden.

  1. Martin Gräßlin Mir wird ein Problem für Kubuntu
  2. Linux Freie ARM-GPU-Treiber auf holprigem Weg
  3. Gnome 3.8 im Test Alt und Neu passt nur schwer zusammen

Drosselung: Piratenchef fordert Verstaatlichung der Netze der Telekom
Drosselung
Piratenchef fordert Verstaatlichung der Netze der Telekom

Piratenchef Schlömer holt die alte Forderung "Netze in Nutzerhand" wieder hervor und will das Festnetz der Deutschen Telekom wegen der DSL-Drosselungspläne verstaatlichen.

  1. Vectoring Vodafone wird VDSL mit 100 MBit/s anbieten
  2. Vectoring der Telekom Bundesnetzagentur genehmigt VDSL mit 100 MBit/s
  3. Kündigungsgrund Wenn der Telefon-DSL-Anschluss nicht voll funktioniert

Samsung: Mehr als 10 Millionen Galaxy S4 in Rekordzeit verkauft
Samsung
Mehr als 10 Millionen Galaxy S4 in Rekordzeit verkauft

Samsung wird in der kommenden Woche insgesamt über 10 Millionen Galaxy S4 verkauft haben - in weniger als vier Wochen. Beim Galaxy S3 dauerte es für diese Zielmarke etwa doppelt so lange. Zudem wurde das Galaxy Note 3 offiziell für die nächste Ifa angekündigt.

  1. Smartphone Google bringt Galaxy S4 mit purem Android
  2. iFixit Galaxy S4 bekommt gute Noten
  3. Samsung Galaxy S4 im Test Nur ein Quantensprung

Zum Artikel