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Nokia: Ein Jahr lang unbegrenztes Herunterladen von MusikMusiktitel auch nach Ablauf des Abonnements nutzbar
"Die meisten neuen Titel entdecken wir beim Radio hören", glaubt Tommi Mustonen, Chef bei Nokia Music Business. Nokia hat daher eine Software entwickelt, mit der der Nutzer eine weltweite Liste von Internet-Radio-Stationen aufrufen kann. Dabei lassen sich Favoriten-Sender speichern und Sender nach Genre, Land oder Sprache suchen. Allerdings gibt es die Software derzeit nur für die Symbian-Smartphones N82, N91, N95 sowie N95 8GB. Das Produkt befindet sich noch im
Beta-Stadium, so dass noch mit Programmfehlern zu rechnen ist. Später soll die Software auch für weitere Smartphones mit Symbian S60 3rd Edition erscheinen.
Zudem haben die Finnen unter dem Schlagwort "Nokia Comes With Music" ein Zusatzangebot für ihre Kundschaft entwickelt. Jeder Käufer eines Nokia-Geräts erhält ein Jahr lang unbegrenzten Zugriff auf Millionen von Musiktiteln, so das Versprechen. Was das Angebot zusätzlich kostet, hat Nokia nicht verlauten lassen. Auch ist vollkommen unklar, in welchen Ländern dieser Dienst angeboten werden soll. Allerdings dürften die Titel von Warner Music fehlen, da sich das Musik-Label an Nokias Mosh-Dienst stört. Der Vorteil bei Nokias Abo: Anders als Napster kann der Kunde laut Nokia auch noch dann auf die heruntergeladenen Musiktitel zugreifen, wenn er das Abo, das dazu nötig ist, gekündigt hat. Bei Napster wird nach Beendigung des Abos der Zugriff verweigert. Neben Musik gibt es noch einen weiteren Trend: Nach Auffassung von Nokia erstellen Verbraucher in Zukunft ihre Inhalte zunehmend selbst und sind dabei immer stärker vernetzt. So lassen sich diese Inhalte im Freundes- und Bekanntenkreis weiterreichen. Als Beispiele nennt Nokia selbstgedrehte Videos, die von Freunden mit Musik oder weiteren Bildern oder Filmsequenzen angereichert werden. Dieses Verhalten bezeichnet Nokia als "Circular Entertainment". In fünf Jahren sollen nach Nokia-Prognose bis zu 25 Prozent aller genutzten Unterhaltungsangebote nicht mehr von traditionellen Medien stammen, sondern von den Verbrauchern selbst erschaffen und aufbereitet sein. Dies besagt eine Studie, bei der 9.000 Verbraucher aus 17 Ländern im Alter von 16 bis 35 Jahren befragt wurden. Nokia will dieser Entwicklung Rechnung tragen und entsprechende mobile Geräte entwickeln, die nicht nur Videos aufzeichnen und Fotos ins Internet stellen können, sondern auch die geeignete Bearbeitungssoftware mitbringen. Zugleich stellt Nokia mit Ovi ein Sammelbecken für selbstgeschaffene Community-Inhalte bereit. Im Zuge dessen hat Nokia verkündet, das Unternehmen Avvenu zu übernehmen. Mit Avvenu kann der Nutzer auf Dateien auf seinem Rechner über das Internet zugreifen, auch wenn der betreffende Computer ausgeschaltet ist. Dabei verspricht Avvenu einen abgesicherten Zugang zu den Daten. (yg)
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