Anzeige

Browser-Sicherheit: Streit zwischen Microsoft und Mozilla

Ist der Internet Explorer sicherer als Firefox?

Zwischen Microsoft und Mozilla ist ein Streit entbrannt, ob der Internet Explorer oder Firefox der sicherere Browser ist. Entfacht wurde die Auseinandersetzung durch eine Studie, in der die Browser-Sicherheit daran bemessen wird, wie viele Sicherheitslecks in einem bestimmten Zeitraum geschlossen wurden. Pikant dabei: Microsoft zitiert die Studie in seinem Internet-Explorer-Blog, ohne auf die Quelle zu verweisen.

Anzeige

Microsoft hatte in seinem Internet-Explorer-Blog auf eine Studie verwiesen, wonach der Redmondsche Browser sicherer sei als Firefox. Verschwiegen wurde dabei, dass der Studienautor bei Microsoft angestellt und dort für den Sicherheitsbereich zuständig ist. Unter anderem an dieser Tatsache regt sich Unmut beim Mozilla-Team. So beklagt sich Paul Kim, Vice President des Marketing-Bereichs bei Mozilla, dass dem Leser des Blog-Eintrags von Microsoft verschwiegen wird, welche Rolle der Studienautor Jeff Jones spielt, der eben für Microsoft tätig ist.

Aber auch inhaltlich kritisieren die Firefox-Macher die von Microsoft erstellte Studie. In der Studie von Jeff Jones wurde ermittelt, wie viele Sicherheitslecks seit Oktober 2004 in Firefox und wie viele Lücken seitdem im Internet Explorer beseitigt wurden. Dabei wurde auch der Gefährdungsgrad berücksichtigt. Demnach wurden 75 gefährliche, 100 mittelschwere sowie 24 eher harmlose Sicherheitslöcher in Firefox beseitigt. Beim Internet Explorer waren es in diesem Zeitraum 54 gefährliche, 28 mittelschwere und 5 eher harmlose Sicherheitslecks gewesen, die korrigiert werden mussten. Das Fazit der Microsoft-Studie: Der Internet Explorer ist sicherer, weil in diesem Zeitraum weniger Sicherheitslücken geschlossen werden mussten.

Die Firefox-Macher erwidern, dass sich durch Zählen der Sicherheitslecks nicht die Sicherheit eines Browsers beurteilen lasse. Bedeutender sei, wie lange es dauere, bis bekannte Sicherheitslecks geschlossen werden. Und hier bezieht sich Mozillas Sicherheits-Chef Mike Schroepfer auf die jüngst zurückliegende Beseitigung der URI-Sicherheitslücke.

Zunächst wurde das Sicherheitsloch nur in Firefox vermutet und die Macher haben einen Workaround angeboten, obwohl der Fehler durch den Internet Explorer verursacht wurde und sich auf die gesamte Windows-Plattform auswirkt. Drei Monate nach Bekanntwerden der Sicherheitslücke hatte Microsoft eingeräumt, dass der Fehler durch den Internet Explorer verursacht wurde. Nach einem weiteren Monat wurde der Fehler beseitigt. Somit hatte es insgesamt vier Monate gedauert, bis der Fehler korrigiert wurde.

Zudem zitiert Schroepfer eine Analyse von Secunia, in der ermittelt wurde, welche Zeitabstände verstrichen sind, bis Microsoft einen Patch zum Schließen einer Sicherheitslücke im Browser veröffentlicht hat. Hier schneidet Redmond zumeist deutlich schlechter ab als Mozilla, die sich bemühen, bekannte Sicherheitslücken möglichst schnell zu korrigieren. Hierbei macht sich auf Seiten von Microsoft negativ bemerkbar, dass der Konzern bereits seit längerem Patches nur noch ein Mal im Monat veröffentlicht.


eye home zur Startseite
XyZ 04. Dez 2007

Am unsichersten ist doch noch immer der Browser, der die meisten Löcher aufweist (ob...

danielmader 03. Dez 2007

Vertippler: ich mein natürlich den aktuellen Bericht des Weltklimarates. Euer beider...

danielmader 03. Dez 2007

Ihr habt beide sicherlich den akutellen Bericht der UN-Kommission gelesen und seid beide...

a 03. Dez 2007

und mit addblock plus hast gleich noch ne ganze menge müll aktuell weg - in kombination...

kritiker 03. Dez 2007

Es ging ja um den theoretischen Fall, dass ein DAU auf alles klickt. Und wenn das jetzt...

Kommentieren


blog.pimp-my-sales.de / 03. Dez 2007

Ist der Internet Explorer sicherer als der Firefox?



Anzeige

  1. Senior Information Security Lead (m/w)
    TUI Business Services GmbH, Hannover oder Crawley (England)
  2. Webentwickler/-in
    ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG, Hard (Österreich)
  3. Automatisierungstechniker / Programmierer (m/w)
    Vogt-Plastic GmbH, Rheinfelden
  4. Service Delivery Retail IT Projektleiter (m/w)
    Daimler AG, Böblingen

Detailsuche



Anzeige
Top-Angebote
  1. JETZT ERHÄLTLICH: GeForce GTX 1080 bei Alternate
  2. JETZT ERHÄLTLICH: GeForce GTX 1080 bei Caseking
  3. NUR HEUTE: LG 49UF8409 123 cm (49 Zoll) Fernseher (UHD, Triple Tuner, Smart-TV) [EEK A+]
    649,00€ (Vergleichspreise ab ca. 900€)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Telekom-Konzernchef

    "Vectoring schafft Wettbewerb"

  2. Model S

    Teslas Autopilot verursacht Auffahrunfall

  3. Security

    Microsoft will Passwort 'Passwort' verbieten

  4. Boston Dynamics

    Google will Roboterfirma an Toyota verkaufen

  5. Oracle-Anwältin nach Niederlage

    "Google hat die GPL getötet"

  6. Selbstvermessung

    Jawbone steigt offenbar aus Fitnesstracker-Geschäft aus

  7. SpaceX

    Falcon 9 Rakete kippelt nach Landung auf Schiff

  8. Die Woche im Video

    Die Schoko-Burger-Woche bei Golem.de - mmhhhh!

  9. Zcryptor

    Neue Ransomware verbreitet sich auch über USB-Sticks

  10. LTE-Nachfolger

    Huawei schließt praktische Tests für Zukunftsmobilfunk ab



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Darknet: Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
Darknet
Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
  1. Privatsphäre 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor
  2. Security Tor-Nutzer über Mausrad identifizieren

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. Hack von Rüstungskonzern Schweizer Cert gibt Security-Tipps für Unternehmen
  2. APT28 Hackergruppe soll CDU angegriffen haben
  3. Veröffentlichung privater Daten AfD sucht mit Kopfgeld nach "Datendieb"

Traceroute: Wann ist ein Nerd ein Nerd?
Traceroute
Wann ist ein Nerd ein Nerd?

  1. Re: Welchen Sinn hat dieses System?

    Cotterpin | 23:54

  2. Wie erkennt der Fahrer, dass er eingreifen muss...

    Tr1umph | 23:52

  3. Ami-Free TV, wo Kreativität zum sterben hin geht.

    Thegod | 23:49

  4. Re: Passwörter sind für schutzbedürftige Daten...

    Kleba | 23:44

  5. Re: Hat nur leider den gegenteiligen Effekt ...

    violator | 23:43


  1. 14:15

  2. 13:47

  3. 13:00

  4. 12:30

  5. 11:51

  6. 11:22

  7. 11:09

  8. 09:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel