Anrufe auf dem Handy werden billiger

Bundesnetzagentur legt neue Terminierungsentgelte fest

Die Bundesnetzagentur hat die Terminierungsentgelte für Gespräche aus dem Festnetz aufs Handy um rund 10 Prozent gesenkt, Anrufe vom Festnetz auf das Handy könnten demnächst also etwas billiger werden. Dem Verband Breko, in dem fast alle Festnetzbetreiber, die mit der Telekom konkurrieren, organisiert sind, gehen die Preissenkungen der Behörde aber nicht weit genug.

Anzeige

Künftig dürfen E-Plus und O2 von anderen Netzbetreibern 8,8 Cent pro Minute verlangen, bisher waren es 9,94 Cent. Für T-Mobile und Vodafone sinken die Terminierungsentgelte von 8,78 auf 7,92 Cent in der Minute. Trotz der Absenkung bleiben Gespräche vom Festnetz zum Handy auch weiterhin deutlich teurer als umgekehrt. Festnetzbetreiber erhalten in der Regel nur 0,69 Cent je Minute, klagt der Breko und hält 5 Cent für angebracht.

Während die Bundesnetzagentur die Terminierungsentgelte bei der erstmaligen Genehmigung im vergangenen Jahr noch allein auf der Basis eines internationalen Tarifvergleichs festlegen musste, weil alle vier Unternehmen keine aussagekräftigen Kostennachweise vorgelegt hatten, wurden nun die Entgelte erstmals auf der Basis vorgelegter Kostenunterlagen ermittelt bzw. daraus abgeleitet.

Allerdings wurden dazu nur die Unterlagen eines Netzbetreibers herangezogen, denn nur aus dessen Angaben hätten sich die effizienten Kosten einer Terminierungsminute ermitteln lassen: "Hierdurch waren wir auch in der Lage, die Entgelte der übrigen drei Mobilfunknetzbetreiber, deren eingereichte Kostenunterlagen wiederum nicht als tragfähige Entscheidungsgrundlage anerkannt werden konnten, im Wege einer nationalen Vergleichsbetrachtung abzuleiten und zu genehmigen", erläutert Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Neben den Netzkosten sind bei der Kalkulation der Terminierungsentgelte auch die Kosten der UMTS-Lizenz auf der Basis einer aktuellen Wertermittlung berücksichtigt worden. Dies erfolgte nicht anhand der einstmals im Rahmen einer Auktion gezahlten Preise.

Die Tarifspreizung zwischen den Entgelten für die Terminierung in den D- und E-Netzen ist gegenüber den Entscheidungen vom vergangenen Jahr leicht reduziert worden. Begründet wird dieser Preisunterschied mit Skaleneffekte der E-Netzbetreiber infolge ihrer Erstausstattung mit 1800er-MHz-Mobilfunkfrequenzen und ihres späteren Markteintritts sowie den geringeren Marktanteilen im Verhältnis zu den beiden D-Netzbetreibern. Diese Nachteile würden aber mit fortschreitender Zeit geringer, so dass die Spreizung reduziert wurde.

Die neuen Terminierungsentgelte gelten bis zum 31. März 2009.


max17 03. Dez 2007

... den wenn ich auf dem Handy sitze kann ich nicht so gut damit telefonieren.

forix 02. Dez 2007

Hi! Bei BREKO sind Festnetz-Anbieter versammelt und diese wollen logischerweise weniger...

David G. 01. Dez 2007

Mittlerweile sehe ichs auch nicht mehr ganz ein. Die Terminierungsentgelte waren für...

MiniMaxXx 30. Nov 2007

Warum nur 5 Cent? Warum nicht 50? Oder gleich 5 Euro? Die Bescheidenheit verblüfft mich.

amdteddy 30. Nov 2007

so oder so.... man sieht, dass ihr deutschen viel zu viel fürs tele- und handy-fonieren...

Kommentieren


Das Abzocke Blog / 30. Nov 2007

Handy Telefonieren wird billiger



Anzeige

  1. Senior BI Solutions Architekt (m/w)
    SolarWorld AG, Bonn
  2. Senior Consultant Reporting (m/w)
    b.telligent, München und Zürich
  3. Senior System Architect (m/w)
    PAYBACK GmbH, Munich
  4. Business Intelligence Analyst Logistik (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning (Raum München)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  2. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  3. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  4. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  5. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  6. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  7. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  8. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  9. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  10. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014: Unkomplizierter Kick ins WM-Finale
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014
Unkomplizierter Kick ins WM-Finale

Am 8. Juni 2014 bezieht die deutsche Nationalmannschaft ihr Trainingslager "Campo Bahia" in Brasilien, um einen Anlauf auf den Gewinn des WM-Pokals zu nehmen. Wer sichergehen will, dass es diesmal mit dem Titel klappt, kann zu Fifa Fußball-WM Brasilien 2014 greifen.

  1. Fifa WM 2014 Brasilien angespielt Mit Schweini & Co. nach Südamerika
  2. EA Sports Fifa kickt in Brasilien 2014

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  2. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen
  3. OpenSSL-Bug Spuren von Heartbleed schon im November 2013

A Maze 2014: Tanzen mit der Perfect Woman
A Maze 2014
Tanzen mit der Perfect Woman

Viele Spiele auf dem Indiegames-Festival A Maze 2014 wirkten auf den ersten Blick abwegig. Doch die kuriosen Konzepte ergeben Sinn. Denn hinter Storydruckern, Schlafsäcken und virtuellen Fingerfallen versteckten sich erstaunlich plausible Spielideen.

  1. Festival A Maze Ist das noch Indie?
  2. Test Cut The Rope 2 für Android Grün, knuddlig und hungrig nach Geld
  3. Indie-Game NaissanceE Wenn der Ton das Spiel macht

    •  / 
    Zum Artikel