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Sicherheitslücke in Handys von Sony EricssonAngreifer erhalten vollen Lese- und Schreibzugriff auf das interne Dateisystem
Die von Nowak entdeckte Sicherheitslücke ermöglicht es einem Angreifer, vollständigen Lese- und Schreibzugriff auf das interne Dateisystem entsprechender Mobiltelefone zu erlangen. So können neben den Einstellungen für das Mobiltelefon Sicherheitszertifikate ausgelesen und verändert werden. Wird ein solches Zertifikat durch einen Angreifer ersetzt, könne sich dieser als Hersteller des Mobiltelefons ausgeben und erhält so Zugriff auf geschützte
Funktionen des Gerätes, so Nowak.
Auf diesem Wege sei es Angreifern möglich, Benutzer auszuspionieren oder durch das unbemerkte Versenden von Premium-SMS und -MMS finanziellen Schaden zuzufügen. Auch Ton- und Bildaufnahmen lassen sich aus der Ferne anfertigen, Adressbuch und Terminkalender sowie Nachrichten (SMS, MMS, E-Mails) auslesen oder ein Bewegungsprofil des Benutzers erstellen. Um die Sicherheitslücke auszunutzen, müssten Angreifer ihre potenziellen Opfer dazu bringen, Anwendungen oder Spiele auf das Mobiltelefon zu laden, so Nowak weiter. Allerdings muss das Opfer nach der Installation der Schadsoftware noch zwei "harmlos wirkende Sicherheitsmeldungen" bestätigen, die auch "bei vertrauenswürdigen Anwendungen angezeigt werden". Daher sei es für Benutzer unmöglich, zwischen bösartiger und ungefährlicher Software zu unterscheiden. Von der Sicherheitslücke betroffen ist nach Angaben von Adrian Nowak ein Großteil der Mobiltelefone von Sony Ericsson, die in den Jahren 2005 bis 2007 verkauft wurden. Der Gerätehersteller sei bereits über das Sicherheitsproblem informiert worden. (ji)
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