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Alexey Pajitnov: Nun ja. Ich war ja Angestellter des Computer-Centers. Von denen habe ich mein Geld bekommen und ich habe es ja an der Akademie entwickelt. Auf deren Rechnern. Es gab ja nicht viele Computer damals. Rechenzeit war extrem wertvoll. Zudem gab es in Russland in den 1980ern kein persönliches Copyright. Alles gehörte der Gemeinschaft. Also bekam ich selbst nichts extra dafür gezahlt. Golem.de: Und wann haben Sie das erste Mal Geld für ihr Programm bekommen? Alexey Pajitnov: Das war 1996. Golem.de: Warum so spät? Der Systemwechsel war da schließlich schon ein paar Jahre her... Alexey Pajitnov: Nun, 1988, als der große Konflikt zwischen der russischen Software-Lizensierungsagentur ELORG, den Publishern Atari und Nintendo bzw. auch Andromeda mit Robert Stein, Mirrorsoft mit der Maxwell-Familie und Henk Rogers von Bullet Proof Software begann, stand ich vor einer Entscheidung: Entweder ich würde mich einmischen und mein Leben lang vor Gericht stehen und um meine Rechte kämpfen oder meinen eigenen Weg gehen. Denn wenn ich so ein gutes Spiel machen konnte und die ganze Welt sich darum streitet, dann muss ich das wohl irgendwie gut können. Also beschloss ich, Game-Designer zu werden und übertrug alle Rechte an Tetris für zehn Jahre an die Moskauer Wissenschaftsakademie. Golem.de: Haben Sie Ihre Entscheidung je bereut? Alexey Pajitnov: Nein, nie! Auch wenn die ersten Jahre sehr schwierig waren, konnte ich doch an einigen sehr spannenden Projekten arbeiten. Insbesondere meine Zeit bei Microsoft war sehr interessant und auch lukrativ. Golem.de: Wann sind Sie denn in die USA gezogen? Alexey Pajitnov: 1991 bin ich nach Seattle übergesiedelt. Dort lebe ich auch heute noch, auch wenn ich drei bis vier Monate im Jahr in Moskau verbringe. weiter...
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