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Interview: Wuala speichert eigene Dateien im P2P-Netz

Golem.de im Gespräch mit Dominik Grolimund

Wuala soll einen persönlichen, persistenten Onlinespeicher auf Basis eines Peer-to-Peer-Systems bieten. Die eigenen Daten werden dabei verschlüsselt und auf eine Vielzahl von anderen Computern verteilt, der Zugriff erfolgt aber wie auf lokale Dateien, wobei auch Freunden der Zugriff erlaubt werden kann. Dabei ist der Dienst für Nutzer kostenlos und je mehr Speicher ein Nutzer auf seiner eigenen Festplatte für Wuala freigibt und je länger er online ist, desto mehr Onlinespeicher steht zur Verfügung. Golem.de sprach mit Dominik Grolimund, der Wuala zusammen mit Luzius Meisser an der ETH Zürich entwickelt hat.

Golem.de: Wuala beschäftigt sich mit "Peer-to-Peer-Onlinespeicher". Welche Idee genau steckt hinter dem Dienst?

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Wuala - eigene Dateien
Wuala - eigene Dateien
Dominik Grolimund: Wuala ist ein Online-Speicher, der auf Basis von Peer-to-Peer-Technik läuft, d.h., statt Dateien auf Servern zu speichern, werden diese in einem Peer-to-Peer-Netz abgelegt. Das bietet gewisse Vorteile, beispielsweise können so brachliegende Ressourcen ausgenutzt werden und so müssen insgesamt weniger Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Davon profitiert am Ende der Endbenutzer, da es beispielsweise keine Dateigrößenbeschränkung gibt, keine monatlichen Traffic-Limits, schnelle Downloads usw.

Golem.de: Dadurch erhalten die Nutzer aber keinen zusätzlichen Speicherplatz, sondern lediglich die Möglichkeit, Daten außerhalb des eigenen Rechners zu speichern?

Grolimund: Genau. Zum Start bekommen Nutzer zwar 1 GByte Speicher von uns zur Verfügung gestellt, wer aber mehr möchte, muss eigenen, lokalen Speicher gegen Online-Speicher tauschen. Es geht also nicht um Extraspeicher, sondern eine andere Qualität des eigenen Speichers. Statt nur lokal steht dadurch Onlinespeicher zur Verfügung, auf den von überall zugegriffen werden kann. Dieser kann auch mit Freunden geteilt und Dateien anderen Personen zur Verfügung gestellt werden, auch wenn sein Computer offline ist.

Golem.de: Was macht Wuala dabei anders als andere Anbieter mit ähnlichen Konzepten?

Wuala - privater Ordner
Wuala - privater Ordner
Grolimund: Es gibt sehr viele Projekte, die im Onlinespeichermarkt aktiv sind, beispielsweise Streamload/MediaMax, Xdrive und Box.Net. Auch Anbieter wie Rapidshare gehören irgendwie dazu ebenso wie die Peer-to-Peer-Filesharing-Systeme, wie z.B. BitTorrent. Letztere haben allerdings keine Zugriffsrechte und auch keine Möglichkeit, persistenten Speicher anzubieten, die Systeme funktionieren nur für populäre Dateien. Unser Ansatz ist etwas anders: Wir verteilen die Datei im Voraus. Das heißt, wenn man ein Foto in Wuala speichert, wird dieses zuerst verschlüsselt, anschließend in Stücke aufgeteilt und diese dann in redundante Stücke kodiert in das Peer-to-Peer-Netz hochgeladen. Dadurch funktioniert unser Ansatz genauso gut für populäre wie auch für unpopuläre Dateien.

Interview: Wuala speichert eigene Dateien im P2P-Netz 

eye home zur Startseite
WualaDaniel 17. Jan 2008

Ich habe auch noch 10 Einladungen zu vergeben. Sendet einfach eine Mail an...

CyberEye 29. Nov 2007

Man macht sich nicht strafbar, wenn man verschlüsselte Dateifragmente von Dritten auf...

Archer79 16. Nov 2007

Womit? Mit einem implementierten Erasure-Code Algo? Mit dem Versprechen, dass Freigabe x...

DexterF 13. Nov 2007

http://de.wikipedia.org/wiki/Freenet Ist allerdings ein ziemlicher Trümmerhaufen...

DexterF 13. Nov 2007

Das System hört sich von der Funktion, speziell was die "Erasure Codes" angeht haargenau...


Sinnbefreit im Dachgeschoss / 05. Mai 2008

Wuala - Wer hat's erfunden?

IT-weblog / 12. Nov 2007

Eigene Dateien im P2P-Netz speichern?



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