Abo
  • Services:
Anzeige

Videoüberwachung keine große Hilfe bei Verbrechensbekämpfung

London: Aufklärungsrate steigt durch mehr Kameras nicht

Eine Auswertung der Londoner Polizeistatistik durch britische Liberaldemokraten hat ergeben, dass die Anzahl der öffentlichen Überwachungskameras keinen nennenswerten Einfluss auf die Verbrechensbekämpfung hat. Mehr Kameras bringen nicht automatisch mehr Sicherheit, zeigen die Statistiken laut einem Bericht des Londoner Evening Standard.

Großbritannien ist das Land mit den meisten Überwachungskameras weltweit. Die Schätzungen fangen bei einer Million Videokameras an, mit denen die Bewegungen der Briten überwacht werden. Sie sind überall. Allein in London werden 10.524 Überwachungskameras in 32 Stadtteilen von den Behörden betrieben. Die Kosten dafür beliefen sich in den letzten zehn Jahren auf rund 200 Millionen Pfund, mehr als 300 Millionen Euro.

Anzeige

Die im Londoner Parlament vertretenen Liberaldemokraten wollten laut Evening Standard wissen, ob diese Ausgaben gerechtfertigt sind. Unter Verweis auf das Gesetz zur Informationsfreiheit haben sie sich die Polizeistatistiken verschafft und ausgewertet. Dabei stellten sie fest, dass die Aufklärungsrate für Verbrechen in denjenigen Stadtteilen mit den meisten Überwachungskameras überwiegend unter dem Durchschnitt lag. Auf der anderen Seite lag sie in einigen Stadtteilen mit vergleichsweise wenigen Überwachungskameras zum Teil deutlich über dem Durchschnitt. Es ließ sich kein Muster erkennen, dass eine zunehmende Menge an Überwachungskameras mit einer höheren Aufklärungsquote bei Verbrechen einhergehen würde.

Die Londoner Statistiken belegen, was frühere Studien gezeigt haben: Überwachungskameras sind nicht das Allheilmittel, als das Sicherheitspolitiker sie der Öffentlichkeit immer wieder anpreisen. Weder senken sie die Verbrechensrate nennenswert, noch garantieren sie eine höhere Aufklärungsquote. Forderungen nach einem verstärkten Einsatz von Videokameras in Deutschland, wie sie beispielsweise der Bitkom erst Anfang Juli erhoben hat, lassen sich so nicht begründen. Die notwendigen Finanzmittel wären demnach anderswo besser investiert.

Videokameras ersetzen keine Polizeiarbeit. Ein Vergleich von London mit New York, den der American Spectator vergangenes Jahr anstellte, liefert dafür eindrucksvolle Belege. New York und London sind mit acht bzw. sieben Millionen Einwohnern ähnlich groß. Die Ausgaben für die Polizei sind ebenfalls vergleichbar. Allerdings werden die Mittel sehr unterschiedlich ausgegeben. Während New York 40 Prozent mehr Polizisten auf den Straßen hat, fließen in London deutlich größere Mittel unter anderem in die Videoüberwachung und die amtliche Verfolgung von "politisch nicht korrekten Äußerungen und Verhaltensweisen". Das Ergebnis der unterschiedlichen Polizeistrategien: "Aktuelle Schätzungen der Verbrechensraten gehen davon aus, dass die Verbrechensrate in London rund sieben Mal so hoch ist wie die von New York", so der American Spectator. [von Robert A. Gehring]


eye home zur Startseite
Autor 24. Sep 2007

vielleicht liest Du den Beitrag noch einmal...

tralalalala 24. Sep 2007

Hmm, das ist ja schon mal ein ganz netter Ansatz, aber auch das liefert noch keinen...

darealguy 24. Sep 2007

Was nützt einem die Videoüberwachung von öffendlichen Plätzen wenn doch imenad eingreift...

So Nie 24. Sep 2007

Hans-Peter 24. Sep 2007

Ich glaube nicht, das sich jemand davon abschrecken lässt Gewalt gegen dich auszuüben...


datenzecke.de / 04. Okt 2007

Stefans Home / 01. Okt 2007

Ralphs Piratenblog / 21. Sep 2007



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Blickle Räder+Rollen GmbH u. Co. KG, Rosenfeld
  2. über 3C - Career Consulting Company GmbH, Aachen, Berlin, München
  3. Continental AG, Frankfurt
  4. 3Tec automation GmbH u. Co. KG, Vlotho


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (Core i5-6600 + Geforce GTX 1070)
  2. 99,90€ statt 204,80€

Folgen Sie uns
       


  1. AVM

    Hersteller für volle Routerfreiheit bei Glasfaser und Kabel

  2. Hearthstone

    Blizzard feiert eine Nacht in Karazhan

  3. Gmane

    Wichtiges Mailing-Listen-Archiv offline

  4. Olympia

    Kann der Hashtag #Rio2016 verboten werden?

  5. Containerverwaltung

    Docker für Mac und Windows ist einsatzbereit

  6. Drosselung

    Telekom schafft wegen intensiver Nutzung Spotify-Option ab

  7. Quantenkrytographie

    Chinas erster Schritt zur Quantenkommunikation per Satellit

  8. Sony

    Absatz der Playstation 4 weiter stark

  9. Gigafactory

    Teslas Gigantomanie in Weiß und Rot

  10. Cloud-Speicher

    Amazon bietet unbegrenzten Speicherplatz für 70 Euro im Jahr



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on: Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on
Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  1. Mi Notebook Air Xiaomi steigt mit Kampfpreisen ins Notebook-Geschäft ein
  2. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone
  3. Redmi 3S Xiaomis neues Smartphone kostet umgerechnet 95 Euro

Amoklauf in München: De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte
Amoklauf in München
De Maizière reanimiert Killerspiel-Debatte
  1. Killerspiel-Debatte ProSieben Maxx stoppt Übertragungen von Counter-Strike

Schwachstellen aufgedeckt: Der leichtfertige Umgang mit kritischen Infrastrukturen
Schwachstellen aufgedeckt
Der leichtfertige Umgang mit kritischen Infrastrukturen
  1. Keysniffer Millionen kabellose Tastaturen senden Daten im Klartext
  2. Tor Hidden Services Über 100 spionierende Tor-Nodes
  3. Pilotprojekt EU will Open Source sicherer machen

  1. Re: Microsoft OneCloud

    maverick1977 | 18:01

  2. Re: paydirect / masterpass

    Sandeeh | 18:00

  3. Re: Mit anderen Worten...

    Pjörn | 17:59

  4. Re: Mehr als "häh?" fällt mir da nicht ein.

    superdachs | 17:50

  5. Re: Verstehe nur Bahnhof

    Reddie | 17:50


  1. 17:23

  2. 17:04

  3. 16:18

  4. 14:28

  5. 13:00

  6. 12:28

  7. 12:19

  8. 12:16


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel