Linux-Treiber Madwifi wird abgelöst
Entwickler setzen auf OpenHAL
Bisher verwendet der Linux-Treiber Madwifi für WLAN-Chips von Atheros noch eine proprietäre Softwareschicht, die nun aber durch ein komplett freies Modul ersetzt werden soll. Dadurch kann der Treiber langfristig auch in den Linux-Kernel gelangen.
Das Hardware Abstraction Layer (HAL) wird vom Madwifi-Treiber gebraucht, um die Atheros-Chips ansprechen zu können. Dafür wurde bisher ein Closed-Source-Modul verwendet. Dies hat unter anderem damit zu tun, dass die Atheros-Chipsätze prinzipiell auf Frequenzen funken könnten, für die sie nicht zugelassen sind - beispielsweise weil diese vom Militär zur Kommunikation verwendet werden.
Durch das proprietäre Modul war der Madwifi-Treiber bisher jedoch von einer Aufnahme in den Linux-Kernel ausgeschlossen. Die Entwickler hatten außerdem das Problem, dass sie Fehler unter Umständen nicht beheben konnten, da sie nicht nachvollziehen konnten, wie der HAL-Baustein arbeitet.
Madwifi selbst wird daher ab sofort nicht weiterentwickelt. Stattdessen setzen die Programmierer auf OpenHAL, eine Linux-Portierung des HAL-Modules des in OpenBSD verfügbaren freien Atheros-Treibers. In der Vergangenheit wurde vom Software Freedom Law Center (SFLC) bestätigt, dass die durch Reverse Engineering entstandene Software keine Copyrights verletzt. Solche Behauptungen hatten die Entwicklung lange ausgebremst.
Der neue Treiber "Ath5k" wird Madwifi nun ersetzen und soll nicht nur die freie Komponente OpenHAL einsetzen, sondern auch mit dem neuen Linux-WLAN-System Mac80211 zusammenarbeiten, so dass der Treiber in den offiziellen Linux-Kernel gelangen kann. Madwifi soll jedoch weiter mit Fehlerkorrekturen und HAL-Updates versorgt werden.
Um Ath5k gibt es jedoch schon seit einiger Zeit Diskussionen: Die OpenBSD-Entwickler werfen den Linux-Programmierern vor, diese hätten den Code ihres Treibers gestohlen und die Lizenz eigenmächtig geändert, so dass er in den Linux-Kernel gelangen kann. Derzeit setzt sich das SFLC mit diesem Fall auseinander.






Ich wusste gar nicht, dass eine Lizens einer anderen hinterherhinken kann. OK, die GPL...
Das erlauben Sie dir ja nicht.
Nicht ganz richtig. Du kannst den Code unter den Bedingungen einer der beiden Lizenzen...
Wenn Microsft das liest, die klatschen sich doch vor Lachen auf die Schenkel?
Weil Du auch mal träumen willst.
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