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Studie: Massive Wirtschaftsförderung durch "Fair Use"

IT-Industrie legt Gutachten zu "Fair Use" in den USA vor

Der Verband der US-amerikanischen Computer- und Kommunikationsindustrie (CCIA) hat gestern ein Gutachten veröffentlicht, in dem die Bedeutung von "Fair Use" für die US-Wirtschaft untersucht wird. Die Autoren der 88-seitigen Studie kommen zu dem Schluss, dass "Fair-Use-Industrien" im vergangenen Jahr 4,5 Billionen US-Dollar Umsatz generierten, 31 Prozent mehr als noch vier Jahre zuvor.

Im Auftrag der CCIA haben die Wirtschaftsberater Thomas Rogers und Andrew Szamosszegi von Capitol Consulting die Bedeutung von "Fair Use" für die US-Wirtschaft untersucht. Unter dem Begriff "Fair Use" werden in den USA urheberrechtliche Ausnahmebestimmungen zusammengefasst. Durch "Fair Use" ist beispielsweise das Reverse Engineering von Software unter bestimmten Umständen erlaubt. Welche ökonomische Bedeutung die Wahrnehmung dieser Ausnahmebestimmungen für die US-Wirtschaft hat, so die Autoren, war bisher nicht bekannt. Es existieren lediglich viele Studien, die die wirtschaftliche Bedeutung der vom Urheberrecht abhängigen Industrien untersucht haben. Die Arbeit von Rogers und Szamosszegi will diese Lücke schließen. Ausgehend von den Richtlinien der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) haben die Autoren sich bemüht, den Nutzen von "Fair Use" mit Zahlen zu belegen.

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Die Zahlen von Rogers und Szamosszegi sind beeindruckend. Im vergangenen Jahr generierten Hersteller von programmierbaren Haushaltsgeräten, Bildungseinrichtungen, Softwarehersteller und Anbieter von Internetdiensten (Suchmaschinen, Hoster) einen Umsatz von 4,5 Billionen US-Dollar. Der mit dem Umsatz generierte Mehrwert lag bei 2,2 Billionen US-Dollar, was 16,6 Prozent des Bruttonationaleinkommens entspricht.

Mit 18,3 Prozent (507 Milliarden Dollar) Wachstum seit 2002 sind die "Fair-Use-Industrien" einer der am schnellsten wachsenden Bereiche der US-Industrie. Mehr als 10 Millionen Menschen arbeiten in Industriebereichen, die von "Fair Use" abhängig sind. Die Pro-Kopf-Produktivität dieser Menschen lag mit jährlich 128.000 US-Dollar deutlich über dem Durchschnitt für Angestellte von 90.000 US-Dollar.

Auch für den Export spielen Ausnahmen vom Urheberrecht (Copyright) eine große Rolle. Ihr Beitrag ist von 578 Millionen US-Dollar im Jahr 2002 auf 2,6 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr gestiegen. Die Zahlen werden in umfangreichen Tabellen im Anhang der Studie genau aufgeschlüsselt.

Die Autoren schließen aus den von ihnen ermittelten Zahlen, dass "Ausnahmebestimmungen im US-Copyright den Internetindustrien Raum für Entwicklung gelassen und so zu ihrem Wachstum beigetragen haben". Die neu entstandenen Angebote "bedienten die Nachfrage von Verbrauchern und Unternehmen". Und weiter: "Dieser Transformationsprozess führte zu einem steilen Anstieg der Internetnutzung und der Nachfrage nach Computern und Netzwerkausrüstungen, zur Entwicklung neuer Internetangebote und zu einer Explosion von internetbasierten Transaktionen zum Nutzen von Verbrauchern und eines breiten Spektrums von Unternehmen." [von Robert A. Gehring]


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a 13. Sep 2007

*g* als ich das vorhin gelesen hatte, und noch keine posts da waren, hatte ich mir genau...

prozentrechner 13. Sep 2007

Mit 18,3 Prozent (507 Milliarden Dollar) Wachstum denk mal scharf nach ...

Studi 13. Sep 2007

nix da, es sind Billionen gemeint (im amerikanischen also 1000 Billion Dollar)

tomtom 13. Sep 2007

nt

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