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Hardware / 24.08.2007 / 11:05 Trackback     Versenden     Druck 

Intel plant Mini-Penryns und Notebook-CPUs mit 25 Watt

Kleinere Chip-Gehäuse und geringerer Strombedarf laut Roadmap

Wie aus inoffiziellen Intel-Präsentationen hervorgeht, plant der Chip-Hersteller mit seiner nächsten Notebook-Plattform "Montevina" deutliche Änderungen. Die Prozessoren werden nicht nur sparsamer, sondern auch in kleineren Gehäusen angeboten, was auch für den Chipsatz gilt.

Nach der Markteinführung der aktuellen Centrino-Generation "Santa Rosa" im Mai 2007 steht für das kommende Jahr "Montevina" auf dem Programm - der Codename für die nächste Centrino-Plattform. Intel will seine Chip-Pakete für mobile Rechner jedes Jahr erneuern, 2007 stand hier vor allem der neue mobile 965-Chipsatz im Mittelpunkt, der einen neuen Grafikkern und das umstrittene TurboMemory mitbrachte. Eine neue CPU-Architektur gab es jedoch nicht, die mobilen Core-2-Duo basieren auf der Mitte 2006 gestarteten Core-Architektur.

Deren nächste Version mit erweiterten Funktionen wie SSE4 in 45 Nanometern Strukturbreite hört derzeit auf "Penryn" - den endgültigen Markennamen hat Intel noch nicht bekannt gegeben. Bei VR-Zone sind aber nun erste Angaben zu den Taktfrequenzen und typischen Leistungsaufnahmen (TDP) der neuen Notebook-CPUs aufgetaucht. So soll den inoffiziellen Angaben zufolge der mobile Penryn auch mit 2,13, 2,4 und 2,53 GHz bei einem effektiven FSB-Takt von 1.066 MHz erscheinen. Mit 3 MByte L2-Cache (die Desktop-Versionen bringen bis zu 6 MByte mit) sollen diese CPUs nur über eine TDP von 25 Watt verfügen. Intel plant hier offenbar ein neues Segment, das sich zwischen den großen Mobil-CPUs mit 34 Watt und den ULV-Versionen mit 10 Watt einordnet. Wie viel Leistung die Standard-Penryns aufnehmen, ist noch nicht bekannt.

Zu dieser neuen Strategie passt auch, dass laut einer weiteren Meldung von VR-Zone die Chip-Gehäuse (Packages) mit Montevina deutlich schrumpfen sollen. Intel hatte bereits in seiner ersten Erwähnung von Montevina von einem geänderten Formfaktor für die Chips als Neuerung gesprochen. Anschließend zeigte Intels Chef der Mobil-Abteilung, Mooly Eden, bereits geschrumpfte UMPC-Chips. Diese neuen Packages sollen nun offenbar auch für neue Notebook-Bausteine verwendet werden.

So sollen der Prozessor Penryn, Northbridge Cantiga und die Southbridge ICH9M laut VR-Zone in insgesamt 58 Prozent kleinere Gehäuse gestopft werden. Diese Sonder-Ausgaben für "Small Form Factor"-Rechner (SFF) erscheinen zusätzlich zu den Standardversionen der Chips. Vor allem die bisher sehr platzraubende Southbridge wird von 31 Millimeter Kantenlänge des ICH7M aus dem Santa-Rosa-Paket auf 16 Millimeter eingedampft.

Mit deutlich kleineren Chips und reduzierter Leistungsaufnahme für den Prozessor ist davon auszugehen, dass sich mit der Montevale-Plattform 2008 auch Notebooks unterhalb von 14 Zoll Display-Diagonale bauen lassen, bei denen es kaum noch Kompromisse in Rechenleistung und Akkulaufzeit gibt. Ob die Hersteller das aber auch in einen Gewichtsvorteil umsetzen oder lieber dickere Stromspeicher verbauen, werden wohl erst die ersten Montevina-Designs zeigen, die für das IDF in San Francisco Ende September 2007 erwartet werden. (nie)
Kommentar-Übersicht / Kommentieren:
Warum schafft es der OLPC ... (holodoc, 25.08.07 08:17)
Wie wärs zur Abwechslung mal damit, (ConditioSine..., 24.08.07 21:52)
Re: Endlich mehr Leistung in kleineren Notebooks (sa, 24.08.07 13:33)
Endlich mehr Leistung in kleineren Notebooks (des_sat, 24.08.07 11:42)
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