Flash-Video-Player - Mit H.264 zum DivX-Killer?

Anzeige

Der verwendete Decoder kommt von MainSoft aus Aachen und ist gerade einmal 100 KByte groß. Er dürfte sich damit sehr bald einer extrem hohen Verbreitung erfreuen, rund 750 Millionen Systeme weltweit können heute Flash-Inhalte abspielen. Adobe spricht davon, dass der Flash Player auf 98 Prozent aller Internet-Desktop-Systeme installiert ist und es dauere erfahrungsgemäß etwa zwölf Monate, bis neue Versionen eine Verbreitung von 90 Prozent erreichen. Täglich werden etwa 8 Millionen Flash Player installiert.

Die Videos können per Stream vom kommenden Flash Media Server ausgeliefert werden, wobei auch eine Verschlüsselung unterstützt werden soll. Streaming-Servern anderer Hersteller will Adobe das Streaming von H.264 oder AAC in den Flash-Player nicht erlauben, zumindest nicht ohne eine entsprechende Lizenz. Alternativ können die Videos als "progressive Download" angeboten werden, wie es die meisten großen Videoportale auch heute machen.

Neben den H.264-Implementierungen von MainConcept gibt es zahlreiche weitere, die genutzt werden können, um entsprechende Videos zu erstellen. Unter anderem mit dem unter der GPL lizenzierten x264 und der unter der LGPL veröffentlichten Bibliothek libavcodec des FFmpeg-Projekts finden sich darunter auch freie Implementierungen von H.264. Der mit Flash 8 eingeführte Code VP6 von On2 hingegen ist proprietär, entsprechende Videos lassen sich nur mit Software von Adobe und On2 erstellen. Sicherlich ein Grund, weshalb viele große Video-Communitys auf den von Flash schon länger unterstützten Codec Sorenson H.263 setzen, lassen sich entsprechende Videos doch mit freier Software kodieren.

Allerdings gibt es zahlreiche Patente auf unterschiedliche Aspekte von H.264 und einige Patentinhaber fordern auch für die Verbreitung entsprechender Inhalte Lizenzgebühren, wobei die Verbreitung über das Internet derzeit unter bestimmten Bedingungen kostenlos ist. Beispielsweise fallen keine Lizenzgebühren für Internetvideos an, die kürzer als 12 Minuten sind, und wer für die Downloads nicht direkt zur Kasse bittet, muss zumindest bis Ende 2010 auch keine Gebühren abführen, heißt es in den Vetragsbedingungen der MPEG LA.

Eine entsprechende Lizenz ist aber keine Garantie dafür, dass nicht andere Unternehmen ebenfalls Lizenzgebühren verlangen, denn die Teilnahme an der Lizenzierung über die MPEG LA ist freiwillig. Die Dolby-Tochter Via Licensing bietet ebenfalls einen Patentpool rund um MPEG-4-Audio an, verlangt aber nur für die Verbreitung von Encodern und Decodern Lizenzgebühren, nicht für die Verbreitung von Inhalten.

Details zum neuen Flash Player hat Tinic Uro zusammengefasst, der als Entwickler bei Adobe an der Software arbeitet. Die Beta 3 des Flash Player Update 2 steht mittlerweile unter labs.adobe.com zum Download bereit.

Die Adobe Integrated Runtime (AIR), mit der sich Webapplikationen auf den Desktop bringen lassen sollen, wird in der Version 1.0 ebenfalls H.264 unterstützen. Dies gilt auch für den darauf basierenden Adobe Media Player (AMP), den Adobe in einer Beta-Version noch dieses Jahr zum Download anbieten will. Zusammen mit dem fertigen Flash Player 9 Update 3 will Adobe zudem ein Update für seine Creative Suite 3 (CS3) anbieten, da die darin enthaltenen Programme noch kleinere Fehler hinsichtlich der Erzeugung von H.264-Videos enthalten.

 Flash-Video-Player - Mit H.264 zum DivX-Killer?

hfrmobile 08. Sep 2007

Glaube ich nicht so ganz... Besonders tot geglaubte leben länger!! ;-)

Harkai 30. Aug 2007

Ich glaube dein Wohnort heißt Apple Island. Jetzt wo doch die ganzen kleinen...

H4ndy 30. Aug 2007

Der auf http://tinyurl.com/2kpss7 ist aber der einzige, der noch entwickelt wird, von...

regiedie1. 30. Aug 2007

Nachdem sie bisher auf On2 als Videocodec gesetzt haben, hätten sie jetzt auf die freie...

GUEST 30. Aug 2007

Habe mir gestern abend stage6 also einmal angeschaut und die Qualität ist teilweise recht...

Kommentieren




Anzeige
  1. Projekt-Qualitätsmanager (m/w)
    Continental AG, Nürnberg (Reisebereitschaft)
  2. Teamleiter (m/w) Projektmanagement
    DEXINA AG, Raum Stuttgart
  3. (Junior) Softwareentwickler C#/VB (m/w)
    Prodefacto Forderungsmanagement GmbH, Osnabrück
  4. Junior Systementwickler (m/w)
    Flughafen München GmbH, München-Flughafen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Video

    Yahoo gibt Angebot für Hulu ab

  2. Google X

    Google baut mobiles Internet in Afrika und Südostasien

  3. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  4. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  5. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  6. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  7. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  8. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  9. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  10. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xbox One: Big Brother im Wohnzimmer
Xbox One
Big Brother im Wohnzimmer

Die Xbox One beobachtet den Spieler zwingend per Kinect - und könnte die Daten zumindest zum Teil an Microsoft weiterreichen. Sie hat eine 500-GByte-Festplatte und muss zum Spielen nicht immer mit dem Internet verbunden sein.

  1. Xbox One Hauseigene Halo-Konkurrenz und neues Altes von Rage
  2. Xbox One Forza 5 und Halo-Serie von Spielberg kommen für Xbox One
  3. Microsoft Xbox One mit neuer Kinect und Blu-ray-Laufwerk

Superkondensator: Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit
Superkondensator
Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

Ein Smartphone, das in einer halben Minute geladen ist, soll ein neuer Energiespeicher ermöglichen. Die Entwicklerin kam auf die Idee, weil sie sich über den dauernd leeren Akku ihres Mobiltelefons geärgert hat.

  1. Silverback-Gorilla Akku als Steckdosenersatz für Notebooks
  2. Akku Kleiner Akku mit großer Leistung
  3. Paul Scherrer Institut Lithium-Ionen-Akkus haben doch einen Memory-Effekt

Scanadu Scout: Tricorder für 200 US-Dollar
Scanadu Scout
Tricorder für 200 US-Dollar

Der Scanadu Scout ist ein mobiles Diagnosegerät nach dem Vorbild des Tricorders aus der Star-Trek-Serie. Damit lassen sich Blutdruck, Puls, Körpertemperatur, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und ein Elektrokardiogramm anfertigen. Das Handgerät soll 200 US-Dollar kosten.

  1. Quantified Self Alkoholmessgerät für das Smartphone
  2. WLAN-Netzwerk Cubesensors als Heimsensoren für besseres Raumklima

Zum Artikel