GCDC: Weg mit Xbox 360, PS3 und Wii - her mit einem Standard
Ein weiteres Problem sei die Kontrolle von Nintendo, Microsoft und Sony Computer Entertainment über ihre jeweiligen Plattformen - sie würden nicht nur Lizenzgebühren einstreichen, sondern letztlich auch bestimmen, was sie auf ihren Systemen sehen wollen und was nicht. Dyack zeigte sich erbost darüber, dass dadurch Spiele wie das Gewaltspiel Manhunt 2 (Rockstar Games/Take 2) "zensiert" würden.

Präsentation von Denis Dyack
Über zu wenig Spiele müssen sich Kunden aber nicht beschweren, im Gegenteil: Jedes Jahr würden 5.000 bis 6.000 Spiele auf den Markt kommen. "Es gibt viel zu viele Spiele", meint Dyack, die Kunden würden überschwemmt. Gleichzeitig sorge nur ein geringer Teil der Spiele für einen Großteil des Umsatzes. Nur wenn sich Spiele gut genug verkaufen würden, könnten die entrichteten Lizenzgebühren für den Zugang zu den Konsolen aber wieder eingespielt werden. Dyack erwartet, dass in Folge viele Entwickler und Publisher aus dem Business verschwinden würden und die Großen übrig bleiben.
Dyack will zwar keine Prophezeiungen machen, da keiner wisse, wo der Markt sich hinentwickeln werde, doch geht er davon aus, dass das aktuelle Geschäftsmodell bei den Spielekonsolen nicht mehr lange funktionieren wird. "Das könnte schon mit der nächsten [Konsolen-]Generation der Fall sein", vermutet der Silicon-Knights-Chef. In Folge würde sich alles verändern. Die so genannte Kommodifizierung (engl. commodification) von Spielekonsolen ist ihm zufolge ebenso unvermeidlich wie bei anderen technischen Entwicklungen. Die Produkte werden sich demnach immer ähnlicher und letztlich auch im Wert sinken. Das Gleiche werde mit den Marken passieren, auch wenn das Hardwarehersteller nur ungern hören würden. Die vielen Zusatzfunktionen, welche die überzüchteten Designs bieten, könnten dem nicht entgegenwirken - die Kunden würden sie schlicht nicht brauchen.

Denis Dyack von Silicon Knights
Der Ausweg aus der Misere wäre also ein gemeinsam von der Industrie entwickeltes, offenes Spielekonsolen-Design, das dann von mehreren Unternehmen unter Aufsicht eines Konsortiums gefertigt werden könnte. Dyack listet Sony, Nintendo, Microsoft, Samsung, Sharp, Dell, Toshiba als mögliche Konsortiumsmitglieder. Der Vorteil für den Kunden wäre eine bessere Hardware für weniger Geld, eine einheitliche Hardware- und Inhalte-Entwicklungsplattform und damit auch geringere Entwicklungskosten, bessere und evtl. auch günstigere Spiele. Gleichzeitig wäre die offene Plattform marktführend, ohne jedoch die aktuellen monopolistischen Züge der geschlossenen Konsolensysteme aufzuweisen. So könnte auch verhindert werden, dass Entwicklern diktiert wird, was auf die Plattform darf.
Den PC sieht Dyack hingegen als zu fragmentiert an, es gebe zu viel zu berücksichtigen und keine einheitliche Hardwarebestückung und verschiedene Betriebssysteme, so dass eine Standardkonsole durchaus ihren Sinn hätte. Ob es sie jemals geben wird, vermag auch Dyack nicht mit Sicherheit zu sagen, wünschenswert wäre sie ihm zufolge für Industrie und Kunden. Dass die großen Third Party Publisher ohne eigene Hardware mit der aktuellen Situation nicht zufrieden sind, ist nichts Neues - viele setzen ihre Blockbuster-Spiele in fast identischer Form auf Xbox 360 und PS3 um, für Wii gibt es evtl. noch kleinere Anpassungen an die ungewöhnliche Steuerung. Vor wenigen Wochen gab es schon Gerüchte, denen zufolge Marktführer Electronic Arts (EA) über eine eigene Konsolenplattform nachdenke - das wurde zwar in der Form nicht bestätigt, es zeigt jedoch, dass auch andere in der Spielebranche die Situation gerne ändern würden.







Das klügste ist die Spieleproduzenten setzen sich mal zusammen und investieren Geld und...
trotzdem haben sie dann unterschiedliche hardwarekomponenten, was das entwickeln von...
Bananen sind das Wahrzeichen der Staatratsvorsitzenden Merkel (zur Not tut es auch eine...
Naja, dieses Vorhaben macht ja nur bei Sportspielen/evtl Adventures Sinn, solange man...
Korrekt. Man muss dann nur die Möglichkeit haben (wie bei PC Games), die Grafik rauf...
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