Anzeige

Gericht: Unix gehört Novell (Update)

Herbe Schlappe für SCO im Kampf gegen Linux

SCO hat im Kampf gegen Linux wohl eine entscheidende Niederlage erlitten: Bezirksrichter Dale Kimball urteilte im Rechtsstreit zwischen Novell und SCO, dass Novell und nicht SCO das Urheberrecht an Unix besitzt. Hat das Urteil Bestand, dann würde SCO die Grundlage für seine übrigen Klagen fehlen.

Anzeige

Im März 2003 hatte SCO eine Milliardenklage gegen IBM eingereicht. IBM habe unerlaubt Quelltexte aus Unix in Linux integriert und damit die Rechte von SCO verletzt, so der Vorwurf. Linux, so SCO weiter, sei damit ein illegales Unix-Derivat. Beweise für die Anschuldigungen blieb SCO bis heute schuldig bzw. das, was als Beweis veröffentlicht wurde, erwies sich als haltlos.

Aber nicht nur vor Gericht versuchte SCO, seine Vorwürfe zu Geld zu machen, das Unternehmen legte auch ein Lizenzprogramm für Linux-Nutzer auf, die sich mit der Zahlung von Lizenzgebühren an SCO von deren rechtlichen Ansprüchen freikaufen sollten. Zum Teil nahm SCOs Feldzug gegen Linux kuriose Züge an: Das Unternehmen erklärte die GNU General Public License (GPL), der Linux unterliegt, für ungültig und witterte eine Verschwörung gegen sich.

Ende 2003 griff dann Novell nach dem Kauf von SuSE Linux in den Streit ein und beanspruchte seinerseits das Urheberrecht an Unix. Bereits im Mai 2003 hatte Novell SCO auf diesen Umstand hingewiesen.

Novell selbst hatte die Rechte an Unix 1993 von den Unix System Labs (USL), einer Tochter von AT&T, erworben. Mit einem eigenen Unix-Produkt namens UnixWare war Novell wenig Erfolg beschieden. SCO, ehemals Santa Cruz Operation, hatte zusammen mit Microsoft das PC-Unix-Derivat Xenix entwickelt, an dem Microsoft wegen des Windows-Erfolgs aber rasch das Interesse verlor. Nach einer strategischen Neuausrichtung lizenzierte Novell 1995 die Rechte an Unix an das damalige Unternehmen SCO. SCO aktualisierte UnixWare und vermarktete es mit Erfolg. Mit IBM ging SCO eine strategische Partnerschaft ein, um aus IBMs AIX und SCOs UnixWare unter dem Codenamen "Monterey" das "Unix der nächsten Generation" für die kommenden 64-Bit-Prozessoren zu entwickeln. Auf diese Weise erhielt IBM auch Zugang zu den ursprünglichen Unix-Quellcodes der USL, worauf SCO zum Teil die spätere Klage stützte. Das Monterey-Projekt wurde mangels Erfolgsaussicht eingestellt.

Bis zur Produktreife von GNU/Linux hatte SCO den PC-Unix-Markt mit seinen hochpreisigen Unix-Versionen weitgehend unter Kontrolle. Die rasche Reife und kostenlose Verbreitung der Unix-Alternative ließ dann die Geschäfte massiv einbrechen. Das Unternehmen wurde zum Sanierungsfall und Übernahmekandidat. Die ihrerseits als Linux-Distributor tätige, aber weitgehend erfolglose Firma Caldera (gegründet 1994), finanziert vom ehemaligen Novell-Chef Ray Noorda, kaufte SCO auf und benannte sich in SCO Group um.

Gericht: Unix gehört Novell (Update) 

eye home zur Startseite
huahuahua 17. Aug 2007

Tja SCO, das war's dann wohl... Aber es besteht ja noch Hoffnung: IBM könnte ja auf die...

Endepol 13. Aug 2007

Nein, schlimmer: Das ist das Ende von SUN!

Übelkrähe 13. Aug 2007

U. A. haben ja M$ und Sun bei SCO eine Unix Lizenz erworben. Sun hat das doch dazu...

Picco 13. Aug 2007

http://de.wikipedia.org/wiki/Novell bevor ich mir die finger wund tippe...!

wenn, dann 13. Aug 2007

Hätte König Arthur dem Schwarzen Ritter (Ritter der Kokusnuss) den Kopf abgeschlagen...

Kommentieren


Telemedicus / 13. Aug 2007

Sebastians Blog - V2 / 12. Aug 2007

blogdoch.net 󢀔 jetzt wird zurückgeblogt / 11. Aug 2007

Standart Tolleranz Maschiene / 11. Aug 2007



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w) JAVA
    Habermaaß GmbH, Bad Rodach
  2. Senior Experte AT (m/w) Software Developer Connected Home Community
    Deutsche Telekom AG, Darmstadt
  3. Entwicklungsingenieur/in
    Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Systemingenieur/-in
    Robert Bosch GmbH, Tamm

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. CCIX

    Ein Interconnect für alle

  2. Service

    Telekom-Chef kündigt Techniker-Termine am Samstag an

  3. Ausstieg

    Massenentlassungen in Microsofts Smartphone-Sparte

  4. Verbot von Geoblocking

    Brüssel will europäischen Online-Handel ankurbeln

  5. Konkurrenz zu DJI

    Xiaomi mit Kampfpreis für Mi-Drohne

  6. Security-Studie

    Mit Schokolade zum Passwort

  7. Lenovo

    Moto G4 kann doch mit mehr Speicher bestellt werden

  8. Alle 20 Minuten

    EU-Kommission erlaubt deutlich mehr Fernsehwerbung

  9. Samsung

    Keine neuen Smartwatches mit Android Wear geplant

  10. Cryorig Ola

    Das Gehäuse, um den Mac Pro selbst zu bauen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Doom im Technik-Test: Im Nightmare-Mode erzittert die Grafikkarte
Doom im Technik-Test
Im Nightmare-Mode erzittert die Grafikkarte
  1. Blackroom John Romero und das Shooter-Holodeck
  2. Doom Hölle für alle
  3. Doom Bericht aus der Bunnyhopping-Hölle

Oxford Nanopore: Das Internet der lebenden Dinge
Oxford Nanopore
Das Internet der lebenden Dinge
  1. Medizin Tricorderartiger Sensor erfasst Vitaldaten
  2. Wie Glas Forscher machen Holz transparent
  3. Smartwatch Skintrack macht den Arm zum Touchpad

Gardena Smart Garden im Test: Plug and Spray mit Hindernissen
Gardena Smart Garden im Test
Plug and Spray mit Hindernissen
  1. Smart Home Homekit soll in iOS 10 zentrale App bekommen
  2. Revolv Google macht Heimautomatisierung kaputt
  3. Intelligentes Heim Alphabet könnte sich von Nest trennen

  1. Re: Kann man davon problemlos booten?

    Ach | 16:58

  2. Re: Alle 20 Minuten?

    tingelchen | 16:58

  3. Bei zu viel Werbung, wo kann man sich beschweren?

    timo.w.strauss | 16:58

  4. Re: Ich gucke schon > 10 Jahre kein (real time...

    tingelchen | 16:57

  5. Re: Warum hat Google nicht mit Sun eine...

    gbpa005 | 16:57


  1. 16:54

  2. 16:41

  3. 15:47

  4. 15:45

  5. 15:38

  6. 15:33

  7. 15:15

  8. 14:42


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel