AT&T beschneidet Bush-kritischen Webcast von Pearl Jam

Webcast "versehentlich beschnitten"

Die Band Pearl Jam berichtet auf ihrer Homepage, dass der Telekom- und Internet-Gigant AT&T aus dem Webcast eines Konzerts vom Wochenende kritische Äußerungen der Band über den US-Präsidenten herausgeschnitten hat. AT&T erklärte auf Nachfrage, dass es sich um ein Versehen handeln würde.

Anzeige

Sonntagnacht trat die Rockband Pearl Jam beim Lollapalooza-Festival in Chicago auf. Das Festival wurde von AT&T gesponsert und per Webcast übertragen. Fans, die beim Festival dabei waren, fiel auf, dass der Webcast nicht vollständig war. Pearl Jam hatte den Song "Daughter" zur Musik von Pink Floyds "Another Brick in the Wall" gespielt und dabei getextet "George Bush, leave this world alone" sowie "George Bush find yourself another home". Der erste Textteil wurde nur einmal statt zweimal und der zweite gleich gar nicht im Webcast gesendet. Die Veranstalter des Festivals fragten bei AT&T nach, wie das geschehen konnte. Der Telekom- und Internet-Gigant entschuldigte sich damit, dass es sich um einen "Schnittfehler" handeln würde, den ihr "Content-Überwacher" verursacht hätte.

Pearl Jam erklärt auf ihrer Homepage, dass dieses Ereignis Anlass zur Sorge darüber sei, welche Auswirkungen "Zensur und Medienkonzentration" auf die Information der Öffentlichkeit haben. Sie verweisen ausdrücklich auf die Debatte um Netzwerk-Neutralität und die Initiativen The Future of Music und Save the Internet. AT&T hatte in dieser Debatte wiederholt Zensurbefürchtungen zurückgewiesen und als übertrieben bezeichnet. Der Vorfall vom Sonntag sollte nach Meinung von Pearl Jam "ein Weckruf dafür sein, dass es um mehr als die Zensur einer Rockband geht".

Pearl Jam hat angekündigt, in Kürze eine ungeschnittene Version von "Daughter" aus dem Konzert vom Sonntag auf ihrer Homepage bereitzustellen. [von Robert A. Gehring]


KillerCat 11. Aug 2007

Du warst nicht dabei, bist also kein wirklicher ernstzunehmender Diskussionpartner. Wenn...

KillerCat 11. Aug 2007

Hat es nicht. Aber von 100000 Demonstraten waren keine 1000 gewaltbereit. Das sind nicht...

qwertzu 10. Aug 2007

Es fiele mir im Taum nicht dir Paranoia und Hysterie vorzuwerfen. Im gegenteil. Du...

DerBlubber 10. Aug 2007

...nur wer sagt Dir, daß es sich bei den ganzen Demonstranten um die friedliche Sorte...

DerBlubber 10. Aug 2007

...sind Dir also Gewaltexzesse wie in Rostock lieber? Mir ist klar, daß ein Awacs-System...

Kommentieren


Prapagonda / 10. Aug 2007

Zensur als Versehen?



Anzeige

  1. Systembetreuer/-in IT-Operations (Solaris, Oracle)
    Deutsche Bundesbank, Düsseldorf
  2. Planungsingenieurin / Planungsingenieur
    Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin
  3. Berater für ERP-Software (m/w)
    MACH AG, Berlin, Lübeck, Düsseldorf, München
  4. IT-Spezialist (m/w) Schwerpunkt Support
    medienfabrik Gütersloh GmbH, Gütersloh

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. iFixit

    Amazon Fire Phone ist nur schlecht zu reparieren

  2. Entwicklerstudio

    Crytek räumt finanzielle Probleme ein

  3. M-net

    Über 390 Kilometer Glasfaserkabel verlegt

  4. Bioelektronik

    Pilze sind die besten Zellschnittstellen

  5. Deanonymisierung

    Russland bietet 83.000 Euro für Enttarnung von Tor-Nutzern

  6. MyGlass

    Google-Glass-App offiziell in Deutschland verfügbar

  7. Google

    Youtube und der falsche Zeitstempel

  8. Western Digital

    Erste günstige 6-TByte-Festplatten sind verfügbar

  9. Projekt Baseline

    Google misst den menschlichen Körper aus

  10. IMHO

    Share Economy regulieren, nicht verbieten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Destiny angespielt: Schöne Grüße vom Master Chief
Destiny angespielt
Schöne Grüße vom Master Chief
  1. Bungie Drei Betakeys für Destiny
  2. Activison Destiny ungeschnitten "ab 16" und mit US-Tonspur
  3. Bungie Destiny läuft auch auf der Xbox One in 1080p mit 30 fps

Let's Player: "Es gibt Spiele, für die man bezahlt wird"
Let's Player
"Es gibt Spiele, für die man bezahlt wird"
  1. Transocean Handelssimulation mit Ozeanriesen
  2. Dieselstörmers angespielt Diablo plus Diesel
  3. Quo Vadis Computec Media übernimmt Mehrheit an Aruba Events

Quantencomputer: Die Fast-alles-Rechner
Quantencomputer
Die Fast-alles-Rechner
  1. Quantencomputer Der Wundercomputer, der wohl keiner ist
  2. Das A-Z der NSA-Affäre Fantastigabyte, Kühlschrank und Trennschleifer
  3. Quantencomputer Schlüssel knacken mit Quanten-Diamanten

    •  / 
    Zum Artikel