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Open Source, Creative Commons und der Markt

Friedliche Koexistenz in der Urheberrechtsökonomie?

Freie Software und Open Source auf der einen Seite sowie Closed-Source-Software auf der andren werden oft als Gegensätze behandelt. Auf der Jahrestagung der Society for Economic Research on Copyright Issues (SERCI) in Berlin wurden die Voraussetzungen und Konsequenzen ihres Erfolges diskutiert. Zugleich wurde die Übertragbarkeit der freien Lizenzmodelle auf andere Bereiche der Urheberrechtsökonomie mit Skepsis betrachtet.

Sebastian von Engelhardt, Ökonom an der Friedrich-Schiller-Universität Jena stellte auf der SERCI-Konferenz gleich zwei Aufsätze vor, die sich mit Open-Source-Software beschäftigen. In seinem ersten Konferenzbeitrag stellt Engelhardt ein mathematisches Modell für das Verhältnis von Urheberrecht und Software vor. Sowohl Lizenzen für freie Software als auch solche für Closed-Source-Software machen vom Urheberrecht Gebrauch, um eine bestimmte Form der Software-Entwicklung und des Software-Vertriebs zu organisieren.

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Anhand von diversen Parametern zur Beschreibung der "Ressource Software" (zum Beispiel Eigentumsrechte, Produktionskosten, Netzwerkeffekte und Kompatibilität) untersucht er, wann Freie Sofware bzw. Open Source besser geeignet ist um die Nachfrage nach einem Programm zu befriedigen und wann Closed-Source-Software. Berücksichtigt man die Vielfältigkeit der Nachfrage nach Software, so Engelhardts Erkenntnis, ergibt sich automatisch ein Gleichgewicht, eine Koexistenz der beiden so unterschiedlichen Ansätze. Der Softwaremarkt als Ganzes profitiert von dieser Koexistenz.

In dem zweiten Aufsatz, den Engelhardt zusammen mit Sushmita Swaminathan vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin verfasst hat, gehen die Ökonomen der Frage nach, welche Wachstumsimpulse von Open-Source-Software ausgehen. Ausgehend von der Feststellung, dass sich mit statt ganz ohne Urheberrecht ein höheres Wachstum erzielen lässt, untersuchen Engelhardt und Swaminathan den Einfluss von so genannten Übertragungseffekten (englisch "Spillover Effects") bei der Software-Entwicklung. Übertragungseffekte ergeben sich bei Software beispielsweise dann, wenn Funktionen aus einem Programm in einem anderen Programm wiederverwendet werden.

Wiederverwendung ist innerhalb einer Firma, die Closed-Source-Software entwickelt, grundsätzlich kein Problem, wenn die Urheberrechte am Programmcode bei der Firma liegen. Bei Open Source ermöglichen die Lizenzbedingungen die Wiederverwendung im globalen Rahmen. In ihrem Modell kommen Engelhardt und Swaminathan zu dem Ergebnis, dass „unter bestimmten Umständen [...] ein OSS-CSS-Mix wachstumsoptimal ist".

Open Source, Creative Commons und der Markt 

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Lim_Dul 17. Jul 2007

Ich will auch garnicht bestreiten, dass ich Open-Source Software besser finde. Nur...

Lim_Dul 17. Jul 2007

Klar. Ich setze ja selbst auch lieber freie Software ein. Aber nur weil Software frei...

eg0n47 17. Jul 2007

Wie der Kollege schon schrieb: die Möglichkeit zur Kontrolle ist das Entscheidende...

el.Nachttopf 17. Jul 2007

wären sehr viele unangenehme Probleme erst gar nicht entstanden, wenn es dieses Closed...

nargh 17. Jul 2007

Dir fällt aber schon auf, dass man bei proprietärer Software nichtmal die Möglichkeit...



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