Welche Rolle spielen Verwertungsgesellschaften?
Wissenschaftler diskutieren in Berlin
Auf der Jahrestagung der Society for Economic Research on Copyright Issues (SERCI) in Berlin wurde am gestrigen Nachmittag die gegenwärtige Rolle der Verwertungsgesellschaften und ihre Zukunftsperspektiven unter die Lupe genommen.
Verwertungsgesellschaften wie die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) oder die Verwertungsgesellschaft Wort (VGWort) können auf eine teils mehr als hundertjährige Geschichte zurückblicken. Doch in jüngester Zeit zeigen sich Risse am Fundament, nachdem die EU-Kommission Verwertungsgesellschaften besonders aus dem Musikbereich zu Refomen und mehr Wettbewerb zwingen will.
Nationale Verwertungsgesellschaften sollten nach dem Kommissionsvorschlag "für die Länder übergreifende kollektive Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten, die für legale Online-Musikdienste benötigt werden" von 2005 grenzüberschreitend Lizenzen für das von ihnen veraltete Repertoire vergeben dürfen. Dadurch soll der Aufbau von Online-Portalen für den Handel mit Musik vorangetrieben werden. Zugleich soll die Verwaltung der Musikrechte aus Sicht der Musiker flexibler werden, um ihnen beispielsweise die Möglichkeit einzuräumen, ihre Musik Offline- und Online zu unterschiedlichen Konditionen zu vermarkten.
Das EU-Parlament vertritt eine gegenteilige Position und will den Wettbewerb bei Musikrechten sogar stärker einschränken. Zur Begründung macht das Parlament Sorgen um die kulturelle Vielfalt in Europa geltend. Um die Vielfalt zu sichern sollte lediglich ein "kontrollierter Wettbewerb" zugelassen werden.
Ende Mai hatten Vertreter von Verwertungsgesellschaften aus aller Welt auf einem "Copyright Summit" über die grundsätzliche Bedeutung des Urheberrechts, über die Idee Kulturflatrate und über die notwendige Anpassungen an die Realität der Informationsgesellschaft debattiert. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere kleinere Verwertungsgesellschaften um ihre Existenz fürchten, sollte ein stärkerer Wettbewerb ermöglicht werden.
Vor diesem Hintergrund diskutierten die in Berlin versammelten Experten die Rolle der Verwertungsgesellschaften aus ökonomischer Sicht. Wozu braucht man heutzutage überhaupt Verwertungsgesellschaften? Sind sie eher als Unternehmen einzuschätzen oder übernehmen sie vielmehr die Rolle von Versicherungen für ihre Mitglieder? Sind sie ihrer Konstruktion nach dazu geeignet, ihren Auftrag zur Kulturförderung wahrzunehmen?






Kopieren ist nicht verboten. Das versucht uns die MI nur einzureden! Nur...
sehr gut , passt! ^^
so unheimlich passend :D
weil sonst ist es nämlich nicht zu erklären, dass 1) es Abgaben auf CD-R, Drucker...
gerade bei der gema zahlen unbekanntere mitglieder drauf ohne ende.
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