Neue Intel-Prozessoren breit verfügbar

Nicht angekündigte Modelle in großen Stückzahlen im Handel

Bereits seit Anfang Juni 2007 sickern wieder einmal CPUs in die Preislisten von Online-Händlern, die Intel noch nicht angekündigt oder umfassend dokumentiert hat. Inzwischen sind auch neue Kerne unter alten Markennamen zu finden, so dass der Überblick zunehmend schwierig wird.

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Offiziell angekündigt hatte Intel unter den Desktop-Prozessoren zuletzt nur die Serie E6x50 des Core 2 Duo, die als wesentliche Neuerungen einen auf 1.333 MHz beschleunigten FSB und die Trusted-Computing-Funktion "TXT" mitbringt. Daneben taucht seit einigen Wochen auch die Serie E6x20 im Handel auf. Diese Prozessoren arbeiten noch mit einem effektiven FSB-Takt von 1.066 MHz, haben jedoch gegenüber den vor einem Jahr vorgestellten kleinen Core-2-Prozessoren einen von 2 auf 4 MByte verdoppelten L2-Cache. Folglich ist ein E6320 (1,86 GHz) und ein E6420 (2,13 GHz) deutlich schneller als die E6300 und E6400. Die Funktion TXT bringen die neuen CPUs jedoch nicht mit, dies ist der Serie E6x50 vorbehalten, die Intel für seine "Stable Platforms" empfiehlt, wie sie unter anderem in Rechnern mit dem Logo vPro zu finden sind.

Die neue Einstiegsklasse der Core-2-Prozessoren bildet die Serie E4xx, die derzeit nur mit den Modellen E4300 (1,8 GHz) und E4400 (2 GHz) zu haben ist. Hier ist der L2-Cache jedoch nur 2 MByte groß, TXT und die Virtualisierungsfunktionen "VT" bieten die Prozessoren ebenfalls nicht. Intel hat damit also weiterhin zwei Kerne mit der Core-Architektur im Angebot, die 4-MByte-Modelle hören auf den Namen "Conroe", mit 2 MByte heißt der Kern "Allendale".

Erst seit kurzem ist jedoch bei vielen Versendern auch ein Kern namens "Conroe-L" zu finden, der in einer neuen Generation des "Pentium Dual Core" und einer neuen Celeron-Serie stecken soll. Anders als die zweikernigen Notebook-Pentiums, die Anfang 2007 erstmals aufgetaucht waren, basieren die jetzt auch für den Sockel LGA775 verfügbaren Dual-Core-Pentiums jedoch schon auf der Core-Architektur. Die Notebook-Varianten waren abgespeckte Varianten der zwei Generationen vor Santa Rosa erschienenen Yonah-Kerne. Auch die neuen Desktop-Pentiums bringen, wie die ersten Notebook-Varianten, 1 MByte L2-Cache mit, auf den die beiden Kerne gemeinsam Zugriff haben. Intel-intern heißt dieser Kern "Conroe 1 MB". Lieferbar sind aus dieser Serie bisher die Exemplare E2140 (1,6 GHz) und E2160 (1,8 GHz). Recht nah an die Core-2-Duo soll erst ein noch nicht verfügbarer E2180 mit 2 GHz heranrücken - durch den nochmals gegenüber der 4000er-Serie halbierten Cache ist der "Pentium Dual Core" aber auch bei gleichem Takt stets etwas langsamer.

Der eigentliche "Conroe-L" findet sich nur in der Serie "Celeron S 4xx". Diese Prozessoren verfügen zwar auch über die Core-Architektur, haben jedoch noch einen Kern mit 512 KByte L2-Cache. Anders als alle bisher genannten Prozessoren fehlt ihnen auch die Stromsparfunktion "EIST", sie können sich also nicht selbst heruntertakten. Mit 64-Bit-Code können auch diese Celerons wie alle anderen Prozessoren mit Core-Architektur umgehen, die Virtualisierungsfunktionen fehlen allerdings auch hier.


Heinz Hacker 02. Jul 2007

Das gibt's nicht. Die Performance skaliert normalerweise logarithmisch mit der Cache-Größe.

ayee 02. Jul 2007

Gurndsätzlich hat er aber Recht. Tests haben ergeben, dass die durchschnittliche...

Adalbert 02. Jul 2007

OH MEIN GOTT

AGS 02. Jul 2007

Ich verwende Anwendungen auf Webservern, die annähernd 1:1 mit dem L2 cache skalieren.

Igitt! 02. Jul 2007

http://geizhals.at/deutschland/ Finde ich weit besser.

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