Intel will Xeon "Tigerton" vorziehen, um AMD zu kontern

Konkurrent für Quad-Core "Barcelona" soll bereits im September 2007 erscheinen

Unbestätigen Berichten zufolge kommt Intels 7300er-Serie der neuen Xeon-Prozessoren früher als vom Chip-Hersteller angekündigt auf den Markt. Intels zuvor unter dem Codenamen "Tigerton" geführte Xeon-Serie soll nun nahezu zeitgleich mit dem Erscheinen der ersten Quad-Cores "Barcelona" von AMD verfügbar sein.

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Nur einen Tag, nachdem der vermutliche Termin für die Vorstellung von AMDs Barcelona-Kerne durch die Online-Medien huschte, finden sich beim taiwanischen Branchendienst "DigiTimes" Daten und Preise zu Intels neuen Xeons. Sollte Barcelona am 10. September 2007 erscheinen, könnte Intel demnach direkt mit neuen Produkten kontern. Im April 2007 hatte Intel noch auf dem IDF in Peking erklärt, seine neuen Xeons würden erst im vierten Quartal 2007 auf den Markt kommen. Diese Prozessoren waren als "Tigerton" über ein Jahr lang erwartet worden und basieren auf der Core-Architektur.

DigiTimes beruft sich auf Quellen bei Server-Herstellern, denen zufolge die 7300er-Serie der Xeons bereits "Anfang September dieses Jahres" vorgestellt werden sollen - wann sie dann in Massenstückzahlen verfügbar sind, ist damit noch nicht gesagt. Dem Bericht zufolge plant Intel aber gleich acht Modelle, die mit zwei bis vier Kernen ausgestattet sind und über 4 bis 8 MByte L2-Cache verfügen. Da bei Intels Quad-Cores zwei Dual-Core-Dies in einem Chip-Gehäuse sitzen, hat sich die Menge des Caches pro Die damit nicht erhöht. Auch die Taktfrequenzen der neuen Xeons orientieren sich an den bisher verfügbaren Intel-Prozessoren und reichen von 1,6 bis 2,93 GHz. Die bisher kolportierten Preise liegen zudem recht hoch, vor allem Vergleich zu dem, was Barcelona inoffiziellen Angaben zufolge kosten soll. So ist der schnellste Tigerton, das Modell E7350 mit 2,93 GHz und 8 MByte Cache mit 2.301,- US-Dollar sehr teuer.

Die neuen Tigertons können ihre Vorteile nur in Verbindung mit der "Caneland" getauften Server-Plattform ausspielen. Deren Chipsatz "Clarksboro" bringt pro Northbridge vier statt bisher zwei Speicherkanäle für FB-DIMMs mit. Zudem hat Clarksboro einen so genannten "Snoop Filter", der an den FSBs lauscht (to snoop) und die Konsistenz der Daten in den Caches der einzelnen Kerne sichert. Das dürfte den Datendurchsatz etwas senken, auch wenn im Chipsatz pro Northbridge 64 MByte Cache für den Snoop-Filter sitzen. Intel will damit AMDs Argument der Cache-Kohärenz entkräften, das in Opteron-Servern über die direkte Anbindung der Sockel per HyperTransport zu den Vorteilen der Plattform zählt.

Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten und Intel seine Caneland-Plattform zeitnah gegen AMDs Barcelona mit vier Kernen auf einem Die stellen, steht dem Server-Markt ein heißer Herbst bevor. Die beiden Ansätze, vier Kerne in einen Sockel zu packen und diese Sockel dann noch zu vernetzen, unterscheiden sich deutlich, so dass sich bestimmt viele Benchmarks finden lassen, bei denen jeweils die eine oder andere Lösung deutlich besser aussieht.


redleaf 16. Jul 2007

Allein mit dem Server & workstation segment isses nich getan. AMD hat die spieler hinter...

Suomynona 30. Jun 2007

Planet: Terra System: Sol Das Thema ist so alt wie Intel gross. Intel kann sich gar...

TurboSnoopy 30. Jun 2007

Warum sollten die Snoopfilter langsamer sein. Seit zehn Jahren beweist der PowerPC, das...

SX 30. Jun 2007

Auf welcher Welt lebst du denn?

Bibabuzzelmann 29. Jun 2007

Erwischt, dem Golem glaubst du also auch nix....das bedeutet also, dass man dir nix...

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