EU-Roaming-Tarife: Wie viel billiger wird es denn nun?

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Im Tarif My Europe Top beispielsweise werden 8,- Euro monatliche "Grundgebühr" fällig, dafür kosten abgehende Gespräche nur noch 39 statt 49 Cent pro Minute, 100 Minuten Auslandstelefonat in Zone 1 (Europa) sind monatlich inklusive. Hier lohnt sich der Vertrag nur bei sehr vielen oder sehr langen Telefonaten: Es müssen mindestens 80 Minuten Auslandsgespräch pro Monat zustande kommen, damit sich die 10 Cent Ersparnis pro Minute, die dieser Tarif garantiert, als günstiger erweisen.

Auch bei Vodafone werden die neuen Tarife erst später abgerechnet: Zunächst wird der Düsseldorfer Netzbetreiber wie vorgeschrieben binnen eines Monats ab Inkrafttreten der Verordnung alle Kunden über den neuen Eurotarif informieren, die Kunden können jedoch erst ab Ende August in den neuen Eurotarif wechseln. Kunden ohne spezifischen Roamingtarif, die sich nicht bei Vodafone melden, werden gemäß der Verordnung voraussichtlich Ende Oktober automatisch auf den neuen Eurotarif umgestellt. Alle Kunden mit einem spezifischen Roamingtarif wie dem ReiseVersprechen behalten ihren Tarif, es sei denn, sie wollen in den neuen Eurotarif wechseln.

Mit dem ReiseVersprechen telefonieren Vodafone-Kunden in 33 Ländern zum gleichen Minutenpreis, den sie auch zu Hause zahlen. Pro ab- oder eingehendes Telefonat kommt allerdings ein einmaliger Zuschlag von 75 Cent hinzu. Wenn man z.B. einen durchschnittlichen Minutenpreis von 18 Cent für das Telefonieren innerhalb von Deutschland annimmt, würden mit dem ReiseVersprechen auch von Spanien nach Deutschland für ein fünfminütiges Gespräch 5 mal 18 Cent plus einmalig 75 Cent = 1,65 Euro fällig. Mit dem regulierten EU-Roaming-Tarif müsste der Kunde 5 mal 49 Cent = 2,45 Euro bezahlen. Wenn der Vodafone-Kunde in Spanien angerufen wird, zahlt er nur 75 Cent fix.

Das klingt erst mal recht günstig, zumal für das ReiseVersprechen keine monatliche Grundgebühr fällig wird. Der Haken: Der Tarif gilt nur in den Vodafone-Netzen.

E-Plus schließlich will sich ebenfalls an die neuen Gebührenvorschriften halten und sie im Rahmen der gegebenen Fristen umsetzen. "Weitere Preissenkungen oder andere Tarifänderungen, die über die EU-Vorgaben hinausgehen würden, sind aus heutiger Sicht nicht geplant", sagt Jörg C. Müller-Dünow, Manager Corporate Communications bei E-Plus gegenüber Golem.de.

Allerdings hat auch E-Plus schon auf die Diskussion reagiert: Ab 1. Juli 2007 gilt drei Monate lang das "Holiday Special". Mit dem Holiday Special von BASE bzw. E-Plus zahlt der Kunde aus verschiedenen europäischen Ländern 25 Cent pro Minute, wenn er nach Deutschland telefoniert. Ankommende Gespräche werden ebenfalls mit 25 Cent pro Minute berechnet. Hinzu kommen wie bei Vodafone einmalig 75 Cent pro Telefonat. Gespräche unter drei Minuten schlagen damit de facto mit 50 Cent die Minute zu Buche.

Fazit: Die Mobilfunker setzen im Großen und Ganzen weiterhin auf ihre bestehenden Angebote und das Tarifangebot bleibt weiterhin so undurchsichtig wie eh und je.

 EU-Roaming-Tarife: Wie viel billiger wird es denn nun?

Thomas21212 28. Jun 2007

Wie sieht es beim französischen Anbieter Orange aus? Wann wird es hier umgesetzt? Kann...

Lukas Smith 21. Jun 2007

Die Schweizerbehörden haben schon zu beginn der Dikussion in Deutschland verlautet, dass...

andym 20. Jun 2007

Warum müssen sie? Die Roaming-Tarife zwischen den EU-Anbietern und den Schweizer...

mbb 20. Jun 2007

Dem stimme ich zu, 28 cent ist wirklich akzeptabel...das ist günstiger als der reguläre...

ricdes 20. Jun 2007

Da aber die Verbindungen im europäischen Roaming Bereich ja meistens in Eu Länder...

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