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WiTricity - Drahtlose Stromversorgung gezeigt60-Watt-Glühlampe drahtlos über zwei Meter mit Strom versorgt
Zusammen mit Andre Kurs, Aristeidis Karalis, Robert Moffatt, Prof. Peter Fisher und Prof. John Joannopoulos arbeitet Prof. Marin Soljacic an einer drahtlosen Stromübertragung, um Notebooks aufzuladen und ganze Häuser mit einer drahtlosen Stromversorgung abzudecken.
Die Erkenntnis, dass sich Energie auch ohne Kabel übertragen lässt, ist nicht neu, entsprechende Beispiele finden sich schon heute in normalen Haushalten, seien es Elektromotoren, Induktionsherde oder die elektrische Zahnbürste, die ohne direkte Verbindung geladen wird. Das Team um Marin Soljacic nutzt eine magnetisch gekoppelte Resonanz, um die Energie effizient zu übertragen, ohne andere Objekte mit einer anderen Resonanzfrequenz dabei zu beeinflussen. Ein Transmitter erzeugt dazu ein elektromagnetisches Feld, um Geräte mit Energie zu versorgen. Diese müssen speziell dafür ausgelegt sein und mit dem Feld "mitschwingen". Das Ganze nennen sie "WiTricity".
Dabei bewegen sich die Wissenschaftler zwar in einem Bereich der Physik, deren Gesetze recht gut bekannt sind, der Teufel stecke bei dieser Anwendung aber im Detail, so Soljacic. Es waren einige theoretische Berechnungen und Computersimulationen notwendig, um herauszufinden, wie das Ganze funktionieren könnte. Dabei entstand letztendlich ein Design, das Energie ohne Strahlung über eine begrenzte Entfernung übertragen kann, abhängig von der Größe der Objekte. Je kleiner ein Empfänger, desto kürzer auch die Reichweite des Systems. Nun konnten sie eine 60-Watt-Glühlampe zum Leuchten bringen, wobei die Energiequelle gut zwei Meter entfernt stand, ohne dass es eine drahtgebundene Verbindung zwischen Stromquelle und Glühlampe gab. Das Team um Soljacic geht aber davon aus, dass sich ein Notebook über eine Entfernung von einigen Metern so mit Strom versorgen lässt. Platziert man in jedem Raum einen Sender, so soll sich eine drahtlose Stromversorgung realisieren lassen, die ganze Häuser abdeckt. Ihre Arbeiten haben Marin Soljacic und seine Kollegen am 7. Juni 2007 im Magazin Science Express veröffentlicht. (ji)
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