Interview: Der LinuxTag bleibt in Berlin

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Golem.de: Wo steht der LinuxTag mittlerweile als Messe im Vergleich zu anderen Veranstaltungen?

Magnus: Die Systems und die CeBIT haben als überregionale IT-Fachveranstaltungen natürlich nicht so einen fokussierten Blickwinkel wie der LinuxTag. Über unsere Veranstaltung erreicht man im Bereich Linux auf jeden Fall den richtigen Ansprechpartner. Wenn es aber um einen Überblick über den Stand der IT geht, sind wir selbstverständlich nicht die richtige Anlaufstelle. Der LinuxTag ist so übersichtlich, dass man kompetente Ansprechpartner für die gewünschten Informationen findet und ich glaube, das macht den LinuxTag einzigartig. Wir haben schließlich Referenten aus über 20 Nationen, die über aktuelle Entwicklungen sprechen und der LinuxTag ist für viele aus dem Bereich Open Source und Linux mittlerweile ein fester Termin, worauf wir stolz sind.

Golem.de: Im Vorfeld gab es einige Kritik auf Grund der Schirmherrschaft durch unseren Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. War das viel heiße Luft oder ist auch tatsächlich etwas auf den LinuxTag zurückgefallen?

Magnus: Wir haben gemerkt, dass es eine deutliche Reaktion gegeben hat und das hat uns auch explizit gefreut. Das ist vielleicht nicht immer so klar geworden. Ganz persönlich freue ich mich sehr stark über die Reaktion, möchte aber umgekehrt auch für einen fairen Umgang werben. Eine faire Diskussion ist auf dem LinuxTag genau richtig, das haben wir auch mehrfach deutlich gemacht und haben auch eine entsprechende Podiumsdiskussion mit ins Programm genommen ("Freie Software für freie Bürger", Anm. d. Red).

In vielen Punkten kann ich die Kritik nachvollziehen, wir sehen aber im Wesentlichen den konstruktiven Aspekt. Vor einigen Jahren hatte Linux in der öffentlichen Verwaltung längst nicht den Stellenwert, den es heute hat. Schon früh hatten wir auf dem LinuxTag aber eine Diskussion mit einem Behördenvertreter auf dem Podium. Daraus hat sich auf Fachebene eine Zusammenarbeit insbesondere mit dem Innenministerium entwickelt. Diese Kooperation haben wir ausgebaut und damit nur positive Erfahrungen gemacht.

Dass jetzt die Meinungen eines einzelnen Politikers in einigen Punkten - die Open Source nicht unmittelbar betreffen - höchst diskussionswürdig sind, hat uns auch etwas kalt erwischt. Aber auch da sage ich nochmal: Wir sind die Plattform, das heißt, es können unterschiedliche Meinungen geäußert werden. Die stellen wir zur Verfügung und eine solche Politik wollen wir beibehalten.

Golem.de: Also hört Freiheit für den LinuxTag nicht bei Software auf?

Magnus: Nein, natürlich nicht! Ganz im Gegenteil: Wir haben ja selbst verschiedenste Projekte gestartet, etwa das Open-Music-Projekt, und uns beispielsweise für freie Software bei öffentlichen Vergaben stark gemacht, etwa mit der Bundestux-Initiative. Es ist nicht nur eine Frage freier Software, sondern eben auch, wie mit Bürgerrechten umgegangen wird und wie es sich in der offenen Gesellschaft lebt.

Golem.de: Die Plakate hängen schon: Der LinuxTag bleibt in Berlin?

Magnus: Das ist richtig, wir haben erst kürzlich einen langjährigen Vertrag unterzeichnet ...

Golem.de: Was heißt langjährig?

Magnus: Ich habe die aktuelle Fassung nicht da, aber ich denke die nächsten fünf Jahre können wir mit Berlin rechnen. Wobei das Wichtige für die Open-Source-Community vor allem ist, dass wir durch die Kooperation mit der Messe Berlin neue Freiheiten gewonnen haben. Wir können uns darauf konzentrieren, freie Software zu bewerben, während sich die Messe um die Organisation kümmern kann.

 Interview: Der LinuxTag bleibt in Berlin

MasterKeule 04. Jun 2007

Du anscheinend auch... zumindest deiner Rechtschreibung nach.

Aron Schlesinger 04. Jun 2007

Ahh noch einer von den Geblendeten.. aber in dem Fall ja nichts neues. OK das ist...

Ronald Buder 04. Jun 2007

Kanns sein, dass du hier den falschen zitierst?! ;) ACK zu dem, was Aron tatsächlich...

plankalkuel 04. Jun 2007

Quatsch mit Soße. Man kommt 24 Stunden überall hin mit den öffentlichen. Schau Dir mal...

hudeldudel 04. Jun 2007

Also ich war auch da und fand vor allem die Raumaufteilung in Wiesbaden auch schöner. Es...

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