Innenminister: Vorerst kein Verbot von Killerspielen

Anzeige

Die Spielebranche verweist darauf, dass sich einseitige Wirkungszusammenhänge zwischen virtueller und realer Gewalt wissenschaftlich nicht belegen lassen - was Verbotsforderungen sinnlos erscheinen lässt. "Es kann nicht sein, dass sich Verbotsforderungen auf eine Einzelstudie stützen, die von der Wissenschaft sogar als unseriös zurückgewiesen wurde", schießt Wolters in Richtung Prof. Christian Pfeiffer.

Pfeiffer ist Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) und seine dramatischen Einschätzungen werden immer wieder gern von Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) und Niedersachens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) zitiert. In Pfeiffers Forderungen nach einem "Killerspielverbot" wollten dessen Kollegen im Rahmen einer kürzlich veröffentlichten gemeinsamen Forschungsberichts nicht einstimmen.

"Wir wissen zwar, dass interaktive Unterhaltung zeitlich begrenzte Auswirkungen auf die Spieler haben kann. Langfristige Effekte werden zwar vermutet, konnten bislang jedoch nicht nachgewiesen werden. Auf Grund der Wirkungsvermutung bietet die Industrie dennoch ein umfangreiches Jugendschutzsystem an. Das Alterskennzeichnungssystem, welches in Deutschland von den Obersten Landesjugendbehörden und der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle getragen wird, wird international als vorbildlich bezeichnet", so BIU-Chef Wolters. Das sei auch eines der Ergebnisse eines international besetzten Symposiums in Potsdam.

Darüber hinaus habe kürzlich eine wissenschaftliche Untersuchung der Universität Potsdam nachgewiesen, dass die Alterseinstufungen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) im Grundsatz angemessen sind. Für den BIU ist die so genannte Leyen-Laschet-Initiative wegweisend, die die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und ihr nordrhein-westfälischer Amtskollege Armin Laschet im Februar 2007 angestoßen hatten.

"Wenn wir die Vorschläge der Minister aufgreifen und alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, können wir die Abgabe von nicht altersgerechten Computer- und Videospielen an Kinder und Jugendliche effektiv unterbinden", so Wolters. "Dazu gehört auch, die Eltern stärker in ihre Erziehungsverantwortung zu nehmen." Der BIU fordere deshalb eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung zum Jugendmedienschutz, keine Verbote.

 Innenminister: Vorerst kein Verbot von Killerspielen

Ralfie 07. Jun 2009

Ich muss mich jetzt auch erstmal in die Ecke werfen, Goldschnucki muss jemand von der CDU...

Dingeling 14. Jun 2007

nun mir kommt es so vor, als ob hier lediglich (grob aufgefasst) 2 arten von antworten...

brot essen ist... 08. Jun 2007

was für ein totschlagargument und dazu auch noch nie zuvor verwendet worden... *gähn*

Postal2-Spieler 08. Jun 2007

Über 90% aller Amokläufer aßen Brot...was sagt uns das? VERBIETET BROT!!!

Jeman Danderes 06. Jun 2007

Hallo Goldschnucki! Das einzig Unglaubliche ist die Naivitaet der Bevoelkerung, die sich...

Kommentieren


filzo.de / 01. Jun 2007

Wir dürfen weiter töten!



Anzeige
  1. Anwendungsbetreuer/in Veranstaltungs- und Prüfungsmanagement
    Universität zu Köln, Köln
  2. SAP-Anwendungsbetreuer CO (m/w)
    Hornbach-Baumarkt-AG, Großraum Mannheim/Karlsruhe
  3. SAP IS-U / SAP CRM Anwendungsberater (m/w) in der Energiebranche
    Mainova AG, Frankfurt am Main
  4. Senior Storage Analyst (m/w)
    Amadeus Data Processing GmbH, Erding near Munich

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Anzeige

Die neuesten Browsergames auf browserhits.de


Meistgelesen
  1. F2, F8, F12

    Windows 8 startet zu schnell

  2. IMHO

    Warum ich nicht Diablo 3 spiele

  3. Via APC

    Android-PC zum Selbstbauen für 49 US-Dollar

  4. Soziale Pornos

    Facebook verliert Klage gegen Faceporn

  5. Maschinenlesbar

    Science-Fiction-Autorin fordert Barcode für Menschen


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 246 | letzter Beitrag 23.05. 11:48

  2. Kommentare: 211 | letzter Beitrag 23.05. 14:41

  3. Kommentare: 210 | letzter Beitrag 00:26 Uhr

  4. Kommentare: 145 | letzter Beitrag 23.05. 14:08

  5. Kommentare: 138 | letzter Beitrag 00:13 Uhr

Mehr


  1. Hewlett-Packard

    HP baut 27.000 Arbeitsplätze ab

  2. Oracle vs. Google

    Android verletzt keine Oracle-Patente

  3. Redesign

    Facebook bastelt an einer veränderten Chronik

  4. Festplatten

    Seagate will Lacie kaufen

  5. Soziale Pornos

    Facebook verliert Klage gegen Faceporn

  6. Referenzplattform

    Nvidias Quad-Core-Tablet "Kai" für 199 US-Dollar

  7. Android-TV

    DVB-T-Empfänger für Smartphones und Tablets

  8. Solar Impulse

    Solarflugzeug fliegt nach Marokko

  9. Acer Iconia Tab A700

    Android-4-Tablet mit 10-Zoll-Full-HD-Display kommt im Juni

  10. Tablets

    Samsung überholt Amazon



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


iPhone 5: Kleinerer Dock-Connector im Gespräch
iPhone 5
Kleinerer Dock-Connector im Gespräch

Das neue iPhone 5 soll nicht nur mit einem neuen, kleineren Dock-Anschluss ausgestattet werden, sondern auch ein größeres Display mit einer höheren Auflösung als sein Vorgänger erhalten.

  1. Streit um Domains Apple hat Domain iPhone5.com erhalten
  2. 4 Zoll iPhone 5 wohl mit größerem Display
  3. Wipo-Beschwerde Apple will Domain iPhone5.com haben

Dell: Michael Dell erwartet keinen schnellen Erfolg für Windows 8
Dell
Michael Dell erwartet keinen schnellen Erfolg für Windows 8

Der wichtige Microsoft-Partner Dell glaubt nicht daran, dass Firmenkunden sofort auf Windows 8 setzen werden. Steve Ballmer hatte sich zuvor sehr enthusiastisch über die Erwartungen für das neue Betriebssystem geäußert.

  1. Übernahme Dell erwirbt Thin-Client-Hersteller Wyse
  2. Xeon E5-2600 Neue Poweredge-Server von Dell
  3. Michael Dell Dell will kein PC-Unternehmen mehr sein

Leap Motion: Präzise 3D-Steuerung mit Fingern, aber ohne Berührung
Leap Motion
Präzise 3D-Steuerung mit Fingern, aber ohne Berührung

Ein kleines Gerät soll die Interaktion mit dem Computer revolutionieren, verspricht das Startup Leap Motion: Leap erlaubt eine millimetergenaue Steuerung des Computers mit der Hand, ohne dass dieser dabei berührt wird.


Zum Artikel