Copyright Summit - Zukunft der Verwertungsgesellschaften
Porter erläuterte weiter, dass ein Konkurrenzkampf um potenzielle Künstler jedoch dabei unbedingt verhindert werden soll. Insbesondere kleinere Verwertungsgesellschaften äußerten starke Kritik an den verschiedenen diskutierten Vorschlägen der EU-Kommission. Sie befürchten, dass große Rechteinhaber ihre Rechte von den kleineren Verwertungsgesellschaften abziehen und diese dann in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Der Vertreter der gemeinschaftlichen Verwertungsgesellschaft CELAS (Zusammenschluss der GEMA mit MCPS-PRS) reagierte auf diese Sorgen mit der Ankündigung, dass durchaus auch über Modelle nachgedacht wird, bei denen nationale Verwerter als Agenten der internationalen Verwertungsgesellschaften tätig seien.
David Ferguson, Sprecher der ESCA (European Composer and Songwriter Alliance), verdeutlichte nochmals, dass Verwertungsgesellschaften in der Zukunft das tun müssen, wofür sie gegründet wurden: die Nutzung des verfügbaren Materials garantieren. Nationale Verwertungsgesellschaften sollten deswegen auch in Zukunft über das nationale Repertoire verfügen.
Bislang steht jedoch noch die Entscheidung der EU-Kommission zur Umsetzung von verschiedenen Vorschlägen der Verwertungsgesellschaften aus. Die Kommission genehmigte bislang nur den relativ unbedeutenden Zusammenschluss OLA, der sich der weltweiten Lizenzierung von Kunstwerken widmet.
In der Höhle des Löwen
Gastredner auf dem Copyright Summit war auch der US-Jura-Professor Lawrence Lessig, Gründer und Vordenker der Creative Commons (CC). In einer lebhaften Debatte mit Brett Cottle (CISAC) ging es um Idee und Anwendung der Creative Commons und die Bedeutung für die Verwertungsgesellschaften. Lessig betonte dabei, dass es nicht Ziel der Creative-Commons-Bewegung sei, den bestehenden Markt zu zerstören. Vielmehr soll das bestehende Urheberechtssystem für Künstler und Kreative eine breitere Auswahl an Lizenzmöglichkeiten schaffen. Er forderte Respekt für die Künstler, die ihre Werke unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlichen. Er erläuterte, dass allen CC-Lizenzen der Gedanke des Copyright zu Grunde liegt. Cottle entgegnete, dass CC die Rechte und die Stellung von Autoren und Verwertungsgesellschaften auf der ganzen Welt schwächt. [von Philipp Otto]
| Copyright Summit - Zukunft der Verwertungsgesellschaften |






Na und? Was haben Videos, Werbung und Promis mit Musik zu tun? Videos und "Promis" sind...
Wenn man diese öffnet kann man die Zukunft der Verwertungsgesellschaften klar erkennen...
Bei der MI sind es 2 Probleme, warum es so bleibt: 1. Am anfang einer Kariere können die...
Das klaasiche Modell des Verkaufs von Software hat ausgedient. Da sich jede Software...
Die Verwertungsgesellschaften könnten versuchen, Sand zum Buddel am Strand zu verkaufen...
Kommentieren