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Bill Gates trifft Steve JobsGemeinsames Interview auf der "D:All Things Digital"
Gates und Jobs sprachen mit den Wall-Street-Journal-Autoren Kara Swisher und Walt Mossberg, unter anderem über die größten Erfolge des jeweils anderen - zahlreiche Lacher und Anekdoten eingeschlossen: Bill Gates habe das erste Software-Unternehmen der Welt gegründet, noch bevor jemand wusste, was ein Software-Unternehmen überhaupt ist, so Steve Jobs. Zudem habe Microsofts Geschäftsmodell sehr gut funktioniert.
Gates sieht Apples größten Beitrag darin, bereits 1977 den Apple II als Produkt für den Massenmarkt gesehen zu haben und von diesem Glauben auch nicht abgewichen zu sein. Zudem sei Apple mit dem Macintosh ein großes Risiko eingegangen und habe das Wohl der Firma auf den Erfolg des Produkts verwettet, Steve Jobs ein großartiges Team aufgebaut, auch innerhalb der Firma. Jobs verfolge mit seinem Team das Ziel, Produkte zu erschaffen, sie auch selbst nutzen zu wollen und tue dies mit großer Hingabe und Eleganz, was einen großen Einfluss auf die Industrie gehabt habe. Die beiden hätten großen Einfluss auf die Entwicklung der Computer-Industrie gehabt, doch Steve Jobs habe mehr zu ihrer Entwicklung beigetragen als jeder andere, so Bill Gates. Aber auch für Microsoft war der Macintosh ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg, markierte er für Microsoft doch den Einstieg in das Geschäft mit Applikationen. Es gehe nicht um Apple oder Microsoft, so Jobs, ist Microsoft doch einer der größten Software-Entwickler für den Mac. Angesprochen auf Apples Get-a-Mac-Werbespots erklärte Jobs: Ohne den PC-Guy würde das Konzept nicht funktionieren und Apple glaube nicht, dass der Mac eines Tages einen Marktanteil von 80 Prozent habe, man freue sich, einen Prozentpunkt zuzulegen. Der Erfolg des iPod basiere vor allem auf der Software, denn diese sei es, die das Gerät von den Produkten asiatischer Hersteller unterscheide. So sei Apple wie auch Microsoft eine Softwarefirma, so Jobs. In Sachen Desktop-PC sei kein Ende abzusehen, auch wenn dem "Rich-Client" schon mehrfach das Ende vorausgesagt wurde, meint Bill Gates. Es gebe einfach ein Bedürfnis nach umfangreichen lokalen Funktionen. Dem pflichtet auch Steve Jobs bei und führt Google-Maps auf dem iPhone als Beispiel an, die Daten kommen dabei zwar vom gleichen Server wie bei der Browser-Variante, Apple hat aber einen Client entwickelt, der mehr aus den Daten heraushole als jede Browser-Applikation. Auch hier sei es keine Frage des Entweder-oder, sondern des Miteinander, die Verbindung mächtiger Klienten mit netzbasierten Diensten, so Jobs und Gates. Das gemeinsame Interview von Bill Gates und Steve Jobs findet sich in sieben Teilen auf der Website zur Konferenz. (ji)
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