Anzeige

reCAPTCHA: Stoppt Spam, lest Bücher

Spam-Schutz soll helfen, gescannte Texte zu digitalisieren

Wissenschaftler der Carnegie-Mellon-Universität wollen Websites mit "reCAPTCHAs" vor automatisierten Spam-Angriffen schützen und zugleich die Digitalisierung von Büchern vorantreiben. Dabei arbeiten sie mit dem Internet Archive zusammen und werden von Intel unterstützt.

So genannte CAPTCHAs werden genutzt, um zwischen Mensch und Maschine zu unterscheiden und so automatisierten Spam aus Foren und Blog-Kommentaren zu verbannen oder beim Anlegen eines neuen E-Mail-Accounts sicherzustellen, dass ein Mensch am Rechner sitzt. Verzerrte, zum Teil schwer lesbare Buchstaben müssen erkannt werden, um z.B. einen Kommentar in einem so geschützten Blog zu hinterlassen. Sind die CAPTCHAs gut gemacht, wird es für Computerprogramme schwieriger, ungewollten Werbemüll abzusetzen.

Anzeige

Die Idee steht auch hinter den "reCAPTCHAs", doch werden hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Statt zufälliger Buchstabenfolgen kommt gescannter Text zum Einsatz, bei dem die Texterkennung (OCR) versagt hat. So kann recht gut sichergestellt werden, dass eine Software den Text nicht erkennen kann, zugleich aber werden die Eingaben genutzt, um gescannte Texte auf diesem Weg von Menschen erkennen zu lassen.

Die gescannten Texte stellt das Internet Archive bereit, das im Rahmen der Open Content Alliance große Buchbestände digitalisiert. Um die erfassten Texte durchsuchbar zu machen, müssen sie von einer Texterkennung erfasst werden, was aber nicht immer funktioniert. Dies sollen nun Menschen ganz nebenbei übernehmen.

Statt also zufälliger Texte sollen Menschen bei den reCAPTCHAs Texte erkennen, die Computer nicht auswerten konnten. Dazu werden immer zwei Wörter präsentiert: eines, zu dem die Software bereits die Bedeutung kennt und so feststellen kann, ob der Nutzer den Text richtig erkannt hat, ein zweites, das dem System unbekannt ist und so nebenbei vom Nutzer erkannt wird. Die einzelnen Wörter werden dabei mehreren Nutzern präsentiert, um Fehler bei der Erkennung zu minimieren, denn wenn mehrere Nutzer die gleiche Übersetzung liefern, dürfte diese wohl korrekt sein.

Die Wissenschaftler um Professor Manuel Blum schätzen, dass täglich rund 60 Millionen CAPTCHAs entschlüsselt werden, was im Schnitt jeweils rund 10 Sekunden in Anspruch nimmt. So werden rund 150.000 Stunden an Arbeit verschwendet, die sie mit ihren reCAPTCHAs nutzen wollen.

Mit Unterstützung von Intel haben sie dazu unter recaptcha.net einen kostenlosen Webdienst aufgesetzt, der es Site-Betreibern erlaubt, ihre Seiten mit reCAPTCHAs zu bestücken. Lediglich große Websites mit hohem Traffic sollen zur Kasse gebeten werden.

Eine Erweiterung der reCAPTCHAs ist bereits in Arbeit: eine Audio-Version, die dann auch Blinde und Sehbehinderte nutzen können. Sie soll Teile von Radiosendungen erfassen, bei denen die Spracherkennung versagt hat.


eye home zur Startseite
ATT3 16. Aug 2008

Ist ja auch nicht der Sinn. Die Sicherheit soll nur etwas erhöht werden und gleichzeitig...

Aldi_Kunde 30. Okt 2007

reCAPTCHAs hilft uns zwar Bücher zu digitalisieren, jedoch bieten sie NICHT viel MEHR...

fooasdsad 30. Mai 2007

Wenn das zweite Wort "News" heitß, und man gibt "News1" ein, wird es noch akzeptiert...

sfdfdsfsd 29. Mai 2007

Full ack. The wisdom of the crowds. Wenn über die Software "nur" eine Mio. Wörter pro...

Rapidwait 29. Mai 2007

ist, dass diese Captchas immer öfter so unleserlich sind, dass ich es selber manchmal...

Kommentieren


teifke.de / 08. Jul 2007

memmaker / 29. Mai 2007

reCaptcha und so



Anzeige

  1. Junior Softwareentwickler C# / Java (m/w)
    Mönkemöller IT GmbH, Stuttgart
  2. Frontend-Entwickler (m/w) E-Commerce
    LIDL Stiftung & Co. KG, Neckarsulm oder Berlin
  3. Entwicklungsingenieur / Domain Product Owner / Planning & Realization / Software-Koordination GUI (m/w)
    Daimler AG, Sindelfingen
  4. Architect Microsoft Exchange / WebMail (m/w)
    T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen, München, Hamburg, Bremen, Bonn

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Le Eco

    Faraday Future plant autonomes Elektroauto

  2. Petition gegen Apple

    300.000 wehren sich gegen Ende der iPhone-Kopfhörerbuchse

  3. Battlefield 1 angespielt

    Zeppeline, Sperrfeuer und die Wiedergeburts-Spritze

  4. Förderung

    Telekom räumt ein, dass Fiber-To-The-Home billiger sein kann

  5. Procter & Gamble

    Windel meldet dem Smartphone, wenn sie voll ist

  6. AVM

    Routerfreiheit bringt Kabel-TV per WLAN auf mobile Geräte

  7. Oculus App

    Vive-Besitzer können wieder Rift-exklusive Titel spielen

  8. Elektroauto

    Supersportwagen BMW i8 soll 400 km rein elektrisch fahren

  9. Keine externen Monitore mehr

    Apple schafft Thunderbolt-Display ersatzlos ab

  10. Browser

    Safari 10 soll auch auf älteren OS-X-Versionen laufen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mikko Hypponen: "Microsoft ist nicht mehr scheiße"
Mikko Hypponen
"Microsoft ist nicht mehr scheiße"

Zelda Breath of the Wild angespielt: Das Versprechen von 1986 wird eingelöst
Zelda Breath of the Wild angespielt
Das Versprechen von 1986 wird eingelöst

Schulunterricht: "Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
Schulunterricht
"Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
  1. MCreator für Arduino Mit Klötzchen LEDs steuern
  2. Lifeboat-Community Minecraft-Spieler müssen sich neues Passwort craften
  3. Minecraft Befehlsblöcke und Mods für die Pocket Edition

  1. Re: Dann kauft halt kein iPhone!

    Alashazz | 07:48

  2. Re: nur mit origin...

    xxsblack | 07:46

  3. Re: Klinke Buchse alt? Nein!

    busaku | 07:45

  4. Re: ÖRR ja, aber bitte nicht so!

    Stippe | 07:44

  5. Re: "arbeitet Apple an einem 27 Zoll großen Display,"

    Netspy | 07:41


  1. 07:30

  2. 07:14

  3. 15:00

  4. 10:36

  5. 09:50

  6. 09:15

  7. 09:01

  8. 14:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel