LinuxTag rechtfertigt sich für Schäubles Schirmherrschaft

Veranstaltung findet vom 30. Mai bis 2. Juni 2007 in Berlin statt

Auf die Bekanntgabe, dass Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Schirmherrschaft des LinuxTag 2007 übernimmt, gab es offenbar so viele kritische Reaktionen, dass sich die Veranstalter nun zu einer Erklärung genötigt sahen. Themen wie elektronische Überwachung und Bürgerrechte stünden nicht im Fokus der Veranstaltung, heißt es darin.

Anzeige

In den Reaktionen auf die Bekanntgabe der Schirmherrschaft seien die Positionen des CDU-Politikers zu den Themen elektronische Überwachung und Bürgerrechte kritisch hinterfragt worden. Der LinuxTag e.V. begrüße explizit die kritische Auseinandersetzung, die Themen stünden jedoch nicht unmittelbar im Fokus der Veranstaltung. Das Anliegen sei stattdessen, freie Software zu fördern, heißt es in einer nun veröffentlichten Erklärung.

Der konsequente Einsatz freier Software in der Verwaltung sei ein wichtiger Teil, um im Verwaltungswesen Transparenz zu schaffen. Und eben hierfür sei der Bundesinnenminister ein wichtiger Partner, ohne den in der Vergangenheit viele Erfolge nicht möglich gewesen wären, schreiben die Organisatoren weiter.

Zudem verweist der LinuxTag e.V. auf die langjährige Partnerschaft mit dem Bundesministerium des Innern - auch in der Vergangenheit hatte der jeweilige Bundesminister bereits die Schirmherrschaft übernommen. Begründet sei dies durch die Aktivitäten des Ministeriums für den Einsatz von Open Source. Auf dem diesjährigen LinuxTag wird es beispielsweise einen Vortrag über den Einsatz von Linux bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 geben. In den Vorträgen sei aber durchaus auch Platz für Meinungen, die von Schäubles Standpunkt abweichen, heißt es weiter.

"Jeder potenzielle Besucher des LinuxTag soll sich seine eigene Meinung zu diesem Thema bilden und daraus seine Schlüsse ziehen. Wir sehen uns nicht in der Position, hier irgendwelche Empfehlungen abzugeben, möchten aber daran erinnern, dass durch ein Wegbleiben von der Veranstaltung am ehesten die vielen freien Projekte getroffen werden, die unter Einsatz erheblicher Anstrengungen in ihrer Freizeit die Präsentation ihrer Ergebnisse vorbereitet haben. Herr Schäuble selbst wird von solchen Maßnahmen vermutlich überhaupt nichts mitbekommen, da er schon mit seinem Schreiben darauf hingewiesen hat, dass er aus terminlichen Gründen nicht am LinuxTag teilnehmen kann", schreiben die Veranstalter außerdem. Offenbar ist dies eine Reaktion auf in Foren und Blogs auftauchende Ankündigungen potenzieller Besucher, dem LinuxTag 2007 auf Grund der Schirmherrschaft durch Schäuble fernbleiben zu wollen.

Auch den Vorwurf, unpolitisch zu sein, weist der Verein zurück: "Wir begrüßen ausdrücklich jede Form des demokratischen Dialogs und laden alle Interessierten zum Austausch auf den LinuxTag ein."

Der LinuxTag 2007 findet vom 30. Mai bis 2. Juni 2007 auf dem Messegelände Berlin statt.


tutnichtszursache 26. Jul 2007

Schäuble... Ich hör immer Schäuble. Der ist Gift für unser Land. Der Typ ist krank. Warum...

Korrumpel 21. Mai 2007

habe ich zuerst gelesen. Jaja, der Freud´sche Verleser; ist ja immer was Wahres dran.

Korrumpel 21. Mai 2007

[++]

Dr. Acula 21. Mai 2007

Bitte Beitrag schreiben. no text at all!

Oggy_ 21. Mai 2007

Und die, die die Kohle in den Arsch geschoben bekommen berichten voreinbgenommen...

Kommentieren


Das dicke En.de? / 23. Mai 2007

Don Schäublones Welt

filzo.de / 18. Mai 2007

Schäuble und der Linuxtag



Anzeige

  1. Senior Softwareentwickler (m/w) Java EE
    Faktor Zehn AG, München und Köln
  2. Trainee IT (m/w) Schwerpunkt: SAP Applikation
    Unternehmensgruppe Theo Müller, Aretsried
  3. Softwareentwickler (m/w)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  4. Business Intelligence / Data Warehouse Engineer (m/w)
    Loyalty Partner GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  2. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  3. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  4. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  5. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  6. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java

  7. Cyanogenmod-Smartphone

    Oneplus One kann nur auf Einladung bestellt werden

  8. Heartbleed-Bug

    Strato und BSI warnen Nutzer

  9. Gameface Labs Mark IV

    Virtuelle, drahtlose Android-Realität mit 1440p

  10. Verbraucherwarnung

    Nokia ruft Netzteile des Lumia 2520 zurück



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Cortana im Test: Gebt Windows Phone eine Stimme
Cortana im Test
Gebt Windows Phone eine Stimme

Mit Windows Phone 8.1 bringt Microsoft nicht nur lange vermisste Funktionen wie die zentrale Benachrichtigungsübersicht auf das Smartphone, sondern auch die Sprachassistentin Cortana. Diese kann den Alltag tatsächlich erleichtern - und singen.

  1. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  2. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone
  3. Microsoft Internet Explorer 11 für Windows Phone

Wolfenstein The New Order: "Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"
Wolfenstein The New Order
"Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"

B. J. Blazkowicz muss demnächst wieder die Welt retten - in einem Wolfenstein aus Schweden. Im Interview hat Golem.de mit Andreas Öjerfors, dem Senior Gameplay Designer, über verbotene Inhalte, die KI und Filmvorbilder von The New Order gesprochen.

  1. The New Order Wolfenstein erscheint ohne inhaltliche Schnitte
  2. Wolfenstein angespielt Agent Blazkowicz in historischer Mission
  3. Bethesda Zugang zur Doom-Beta führt über Wolfenstein

    •  / 
    Zum Artikel