Großer Amiga - Spezifikationen und Preis bekannt (Update)

Ab Winter 2007 soll es so weit sein

Das mitunter Rätsel aufgebende Unternehmen Amiga Inc. hatte im April 2007 überraschend neue Amiga-Hardware ankündigt, die gemeinsam mit dem Kleinserien-Hersteller ACK Software Controls entwickelt wurde. Während weiterhin ungeklärt scheint, was mit dem von Hyperion entwickelten Betriebssystem AmigaOS 4.0 ist, verriet Amiga nun auch den Preis und die technischen Details des größeren der beiden geplanten Amiga-Systeme.

Anzeige

Im Falle des "großen" neuen Amiga-Modells kommt ein moderner, auf IBMs Power-Architektur basierender stromsparender Dual-Core-Prozessor von P.A. Semi zum Einsatz. Der "PWRficient PA6T-1682M" beherbergt zwei mit 2 GHz getaktete 64-Bit-Prozessorkerne, die beide auf einen 2-MByte-Level-2-Cache zugreifen und über zwei DDR-2-Memory-Controller mit dem Hauptspeicher verbunden sind. Auch I/O-Logik beispielsweise für PCI-Express und Gigabit-Ethernet ist direkt im Chip zu finden. Den typischen Verbrauch gibt P.A. Semi mit 5 bis 13 Watt an - bei starker Last sollen 25 Watt nicht überschritten werden.

Das im ATX-Formfaktor gehaltene Amiga-Board verfügt über vier DDR-2-DIMM-Steckplätze, einen PCI-Express-x16-Steckplatz für Grafikkarten, je einmal PCI Express X2 und X1 sowie einen herkömmlichen 32-Bit-PCI-Steckplatz. Zu den Schnittstellen zählen vier SATA-Ports (2x Silicon Image SiI3132) für Festplatten sowie sechs USB-2.0-Ports und zwei serielle Ports (UART) für Peripherie. Für die im Flash-EEPROM gespeicherte Firmware wird auf das GPL-Projekt U-Boot zurückgegriffen.

Das nun mit mehr Details vorgestellte Profi-Amiga-System soll komplett - also u.a. mit Speichermodulen, Laufwerken und Gehäuse - für 1.498,- US-Dollar angeboten werden. Erst im Winter 2007 soll es aber so weit sein. Ob AmigaOS 4.0 trotz des Streits mit Hyperion vorinstalliert sein wird, teilte Amiga Inc. bisher nicht mit.

Beim kleinen Amiga-Modell für 489,- US-Dollar kommt ein Flex-ATX-Mainboard mit Freescale MPC8349E System on Chip (SoC) zum Einsatz, die Taktrate soll zwischen 400 und 667 MHz liegen. Dazu kommen ein DDR-2-DIMM-Slot für max. 1 GByte RAM, drei PCI-Steckplätze (2x 33 MHz, 1x 66 MHz), zwei Gigabit-Ethernet-Ports, 4x USB 2.0, zwei serielle Ports, ebenfalls vier SATA-Ports (Sil3114), Onboard-Sound (C-Media CMI8738) und ein gesockeltes EEPROM für die U-Boot-Firmware. Wann es mit dem Vertrieb losgeht, soll in Kürze bekannt gegeben werden.

Amiga Inc. und ACK versprechen, dass die neuen Amigas für die heutigen Anforderungen und auch für die Zukunft entwickelt wurden, doch bei der derzeitigen Ungewissheit und den vielen Jahren des Hin und Her wirkt das doch etwas surrealistisch.


DexterF 10. Mai 2007

Das ist heiss. Das schreit nach einem Laptop mit so einem Chip und Linux drauf. Da fragt...

p-OS 10. Mai 2007

Sollte natürlich PARP-Komptibilität heißen.

p-OS 10. Mai 2007

´ Ob das Preis-/Leistungs-Verhältnis des Systems gut oder schlecht ist, läßt sich...

p-OS 10. Mai 2007

Für einen solchen Laptop wär das OS aufgrund des geringen Resourcenverbrauchs sicher gut...

ike 09. Mai 2007

Welche denn? Linux ist wunderbar für ernsthafte Serverdienste (HTTP, HTTPS, IMAP, POP3...

Kommentieren


Ralphs Piratenblog / 09. Mai 2007

Kommt der Amiga doch wieder?



Anzeige
  1. Entwickler iOS / Android (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  2. Produktmanager (m/w)
    DFS Deutsche Flugsicherung GmbH Unternehmenszentrale, Langen
  3. Mitarbeiter im IT-Support (m/w)
    Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Butzbach
  4. Software-Entwickler dotNET/C# (m/w)
    LS telcom AG, Lichtenau

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Kinect für Windows

    Xbox-One-Sensor kommt 2014 auch für PC

  2. Chrome 28 Beta

    Blink sorgt für kürzere Ladezeiten

  3. Scanadu Scout

    Tricorder für 150 US-Dollar

  4. Steifes Kabel

    iPhone am Schwanenhals

  5. Need for Speed Rivals

    Verfolgungsjagden zwischen Cops und Rasern

  6. Digitimes

    Windows-8-Tablets sollen 8 Prozent des Marktes erreichen

  7. Doc Patch

    Das Grundgesetz wird Open Data

  8. Bibliotheca Augusta

    Bibliothek stellt Buchscans unter Creative-Commons-Lizenz

  9. 802.11ac

    Erster Chipsatz für WLAN mit 1,7 GBit/s

  10. Windenergie

    Google kauft Hersteller von Windkraftwerken



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Telekom: Bundestagspetition gegen Drosselung gestartet
Telekom
Bundestagspetition gegen Drosselung gestartet

Eine Petition auf der Plattform des Bundestages will die DSL-Drosselungspläne der Telekom durch ein Gesetz stoppen. Sie fordert die Gleichbehandlung von Datenpaketen unabhängig von ihrem Inhalt und ihrer Herkunft.

  1. Drosselung Piratenchef fordert Verstaatlichung der Netze der Telekom
  2. Vectoring der Telekom Bundesnetzagentur genehmigt VDSL mit 100 MBit/s
  3. Kündigungsgrund Wenn der Telefon-DSL-Anschluss nicht voll funktioniert

Logitech: iPad-Tastatur mit Kabel
Logitech
iPad-Tastatur mit Kabel

Tastaturen werden an das iPad normalerweise schnurlos per Bluetooth angebunden. Doch Logitech hat nun ein Modell vorgestellt, das per Lightning-Kabel oder 30-Pin-Adapter mit dem Tablet verbunden wird. Es ist besonders für die Anforderungen von Schulen konstruiert worden.

  1. Zoomboard Tastatur mit Lupe für winzige Touchscreens
  2. Kalq-Tastatur Neues Tastenlayout zum Schnelltippen auf Touchscreens
  3. CM Storm Quickfire Stealth Tastatur fast ohne Tastenbeschriftungen

In eigener Sache: Bitte schalte deinen Adblocker aus!
In eigener Sache
Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

  1. In eigener Sache Golem.de und das Leistungsschutzrecht

Zum Artikel