USA: Neue Vorschriften erschweren Handel mit gebrauchten CDs

Fingerabdruck und Ausweiskopie erforderlich

Mehrere US-Bundesstaaten haben neue Gesetze verabschiedet, die den Handel mit gebrauchten Musik-CDs deutlich erschweren, berichtet das Fachmagazin Billboard. In Florida müssen Händler von CD-Verkäufern nicht nur einen Fingerabdruck nehmen und eine Ausweiskopie anfertigen, sie dürfen die CDs auch nicht mehr bar bezahlen.

Anzeige

Utah und Florida haben den Anfang gemacht und neue Gesetze für den Handel mit gebrauchten Gütern erlassen. In weiteren Bundesstaaten sind ähnliche Gesetze in Vorbereitung. Ziel der Gesetzgebung ist es, Hehlerei mit gestohlenen Gegenständen einzuschränken. Die erschwerten Bedingungen führen dazu, dass der Handel mit gebrauchten Musik-CDs in den betroffenen Bundesstaaten zunehmend unattraktiv wird. Erste Händler, so berichtet Billboard, haben das Geschäft mit den gebrauchten CDs bereits aufgegeben.

Besonders hart getroffen von den neuen Vorschriften werden Betreiber von Second-Hand-Shops in Florida, die mit gebrauchten Musik-CDs handeln. Sie müssen eine Erlaubnis beantragen, 10.000 US-Dollar Kaution hinterlegen, beim Ankauf von gebrauchten Musik-CDs den Daumenabdruck des Verkäufers abnehmen und die Kopie eines amtlichen Ausweises (beispielsweise Führerschein) anfertigen. Die eingekaufte Ware dürfen sie nicht mehr bar bezahlen; stattdessen dürfen sie nur noch einen Gutschein zum Tausch gegen Waren aus ihrem Laden ausgeben. Eingekaufte Waren müssen sie darüber hinaus 90 Tage lang aufbewahren, bevor sie sie wieder verkaufen dürfen.

Der Handel mit gebrauchten Videos und Videospielen wird weniger restriktiv behandelt. Ladeninhaber benötigen dafür keine Erlaubnis und dürfen ihre Einkäufe bereits nach 15 Tagen weiterveräußern.

Urheberrechtlich gesehen ist der Handel mit gebrauchten Büchern, Schallplatten, CDs, Videos usw. in den USA und den allermeisten Ländern unbedenklich. Nach dem so genannten "Erschöpfungsgrundsatz" - das Äquivalent in den USA nennt sich "First-Sale Doctrine" - erlischt das urheberrechtlich geschützte Verbreitungsrecht, nachdem ein Werk einmal "offline" verkauft worden ist. Kritiker monieren deshalb, dass die neuen Gesetze die Verbraucherrechte einschränken würden. Buch- und Musikverlage hingegen haben sich traditionell immer schon dafür eingesetzt, den Gebrauchthandel einzuschränken - schließlich verdienen sie dabei nicht mit. Auf ihrer Seite dürfte daher die Freude überwiegen. [Robert A. Gehring]


Buck Turgidson 10. Mai 2007

Wundert mich nicht, bei Dir scheint ja sonst auch nicht viel zu klappen. Argumentieren...

achtung 09. Mai 2007

wenn keine Gebrauchten Bücher mehr verkauft werden könnten, würden unliebsame Bücher, die...

wieNixBesser 09. Mai 2007

- wenn sich die (potentiellen) Kunden Sorry, aber hier sieht es nicht anders aus. Hier...

Anonymus 09. Mai 2007

Anonymus 09. Mai 2007

eine kleine revolution verläuft doch eh im sande der wirtschft ^^

Kommentieren


DOBSZAY's Ansichten und Einsichten / 09. Mai 2007

Fingerabruck für gebraucht-CDs in den USA

stohl.de / 08. Mai 2007

Fingerabdruck bei CD-Verkauf

Dimension 2k / 08. Mai 2007

Die spinnen, die Amis …

Compyblog / 08. Mai 2007

Gebraucht-CD-Handel bald illegal?



Anzeige
  1. Technical Writer - Research / Development (m/w)
    m:pro IT Consult GmbH, Wiesbaden
  2. Service Manager (Principal) (m/w)
    Computacenter AG & Co. oHG, Verschiedene Standorte
  3. Produktsoftwareentwickler (m/w)
    E.G.O. Elektro-Gerätebau-GmbH, Oberderdingen
  4. Consultant Finance Processes & Applications (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Paypal

    Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

  2. Desktop-Roadmap

    Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor

  3. Spielebranche

    Diskussion über "stinkende Gamer"

  4. Gerüchte

    Apple will alle Notebooks dünner machen

  5. Tilt-Shift-Effekt

    Generator für Spielzeuglandschaften


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 264 | letzter Beitrag 16:52 Uhr

  2. Kommentare: 161 | letzter Beitrag 16:40 Uhr

  3. Kommentare: 156 | letzter Beitrag 16:44 Uhr

  4. Kommentare: 112 | letzter Beitrag 12:43 Uhr

  5. Kommentare: 96 | letzter Beitrag 16:40 Uhr

Mehr


  1. IBM-Mainframe

    Nasa schaltet letzten Großrechner ab

  2. Appmenu Runner

    Head-Up Display auch in KDE

  3. Galaxy S2 mit Android 2.3.6

    Update wegen Abstürzen zurückgezogen?

  4. Fair Labor Association

    Apple lässt Foxconn überprüfen

  5. 802.11ac

    Broadcom will Chips für Gigabit-WLAN noch 2012 liefern

  6. Nutzer in Deutschland

    Immer mehr Onlinezeit im sozialen Netzwerk

  7. Cash Music

    Freie Plattform zur Selbstvermarktung für Musiker

  8. Test Soul Calibur 5

    Auch Meuchelmörder prügeln gern

  9. Origami

    Roboteraktoren nach dem Vorbild japanischer Faltkunst

  10. Canonical

    Ubuntu Business Remix für Unternehmen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Nach Hackerangriff: Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down
Nach Hackerangriff
Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen bekommt die Folgen eines schweren Hackerangriffs nicht in den Griff, der zuerst verheimlicht wurde. Seit zwölf Tagen sind die Webserver komplett abgeschaltet. Ein Ende der Offlinezeit ist nicht absehbar.

  1. Evilshadow Microsoft Store in Indien gehackt
  2. Windows und Office 21 Sicherheitslücken in Microsofts Software
  3. Accenture-Studie Fast 70 Prozent nutzen eigene Rechner am Arbeitsplatz

Club-Mate: Hack fürs Hirn
Club-Mate
Hack fürs Hirn

Es sprudelt, schäumt und schmeckt - nicht jedem. Macht nichts: Club-Mate ist Kult und aus der Hackerkultur nicht mehr wegzudenken. Wie es dazu kommen konnte, erzählt das Buch Hackerbrause.

  1. Retro-Gnome Cinnamon 1.2 stabilisiert API und Desktop
  2. Linux Mint Cinnamon wird wohl Standarddesktop
  3. 28C3 Hacker hinter feindlichen Linien

Paypal-Konkurrent: Dwolla will seine Dienste weltweit anbieten
Paypal-Konkurrent
Dwolla will seine Dienste weltweit anbieten

Dwolla will seine Zahlungsabwicklungen künftig nicht nur auf die USA beschränken. Das Startup, das mit Paypal, Visa und den Banken konkurriert, denkt über ein internationales Angebot nach, das Überweisungen egal in welcher Höhe für nur 25 US-Cent erlaubt.

  1. Paypal-Alternative Dwolla erhält 5 Millionen Dollar für "abgefahrenes Zeug"
  2. V.me Visa öffnet seinen Paypal-Konkurrenten für Entwickler

Zum Artikel