Einer inoffiziellen Roadmap zufolge will AMD das inzwischen recht unübersichtliche Namensgewirr seiner Prozessoren in Zukunft etwas entflechten. Dazu sollen die neuen Kerne mit den Codenamen "Brisbane" und "Sparta" eine neue Modellnummer erhalten.
Dies geht aus einem
Bericht von Dailytech hervor. Demnach stellt der "Brisbane" eine Dual-Core-CPU mit nur 45 Watt typischer Leistungsaufnahme (TDP) dar, der die bisherigen EE- und SFF-Versionen des Athlon64 X2 mit 65 bzw. 35 Watt beerben soll. AMD plant dafür ein Namensschema, das beispielsweise "AMD BE-2400" für den schnellsten Brisbane vorsieht. Dieser
Prozessor soll mit 2,3 GHz arbeiten, die Versionen 2350 und 2300 sind jeweils 200 MHz langsamer.
Für den Lowcost-Markt hat AMD dem Papier zufolge einen Chip namens "Sparta" vorgesehen, der trotz eines einzelnen Kerns 45 Watt aufnehmen soll. Der schnellste Spartaner namens "AMD LE-1300" taktet mit 2,3 GHz. Der Rest der Phalanx ist jeweils 100 MHz langsamer, die Modellnummer sinkt dabei um je 50 Einheiten bis zum "AMD LE-1100" mit 1,9 GHz.
Da AMD sich zu Gerüchten über kommende Produkte nicht offiziell äußert, ist noch nicht absehbar, ob das neue Namensschema auch auf andere Produkte wie die Desktop- und Server-Prozessoren mit
K10-Architektur angewandt wird. So es sich bei den jetzt bekannten Ziffernfolgen um eine Modellnummer handelt, welche die Leistungsfähigkeit beschreiben soll, fehlt auch noch die Erklärung anhand von Benchmark-Werten.
Denkbar wäre aber auch, dass AMD, wie beim Opteron, mit den neuen Modellnummern lediglich die Ausstattung der Prozessoren beschreiben will.
(nie)