Abo
  • Services:
Anzeige

Killerspielverbot: Beckstein pocht auf den Koalitionsvertrag

Ergebnisse eines Expertengesprächs dürfen Koalitionsvertrag nicht aushebeln

Nachdem ein Verbot von Killerspielen bei der Expertenanhörung im Unterausschuss "Neue Medien" am Donnerstag von allen Parteien eher skeptisch beurteilt wurde, legt Bayerns Innenminister Günther Beckstein nochmals nach. Beckstein pocht auf die Einhaltung des Koalitionsvertrags in diesem Punkt.

"Das Verbot von Killerspielen ist Bestandteil des Koalitionsvertrags. Dessen Inhalt kann nicht von einzelnen Koalitionsvertretern nach einem einzigen Expertengespräch ausgehebelt werden. Ich lege großen Wert darauf, dass der Koalitionsvertrag auch in diesem Punkt eingehalten wird", lässt Beckstein verlautbaren.

Anzeige

Im Koalitionsvertrag ist festgelegt, dass ein "zielorientierter Dialog mit den Ländern" aufgenommen werden soll, um über die Wirksamkeit des Konstrukts "regulierte Selbstkontrolle", Altersgrenzen für die Freigabe von Filmen und Spielen und insbesondere die Alterskennzeichnung von Computerspielen zu diskutieren. Zudem wird ausdrücklich ein "Verbot von 'Killerspielen'" in die Diskussion gebracht.

Der Bayerische Innenminister hat dazu nach dem Amoklauf eines Schülers in Emsdetten einen Gesetzentwurf vorgelegt und in den Bundesrat eingebracht, der ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Killerspielen vorsieht. Beckstein betont, dass sein Gesetzentwurf im Bundesrat weiter zu behandeln sei. Äußerungen einzelner Bundestagsabgeordneter, wonach zwischen Gewalt verherrlichenden Computerspielen und Gewaltbereitschaft kein Zusammenhang besteht, seien ihm unverständlich: "Von den Amokläufen von Erfurt bis Emsdetten zieht sich die blutige Spur der durch den Konsum solcher Computerspiele ausgelösten Gewalt. Davor dürfen Politiker nicht die Augen verschließen."

Mit Ausnahme von Prof. Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, waren sich die Experten weitgehend einig, dass es keinen gesetzlichen Handlungsbedarf gebe. Vor allem Prof. Hartmut Warkus, Leiter des Zentrums für Medien und Kommunikation an der Universität Leipzig, betonte die Verantwortung der Eltern: Nicht die Spiele seien das Problem, so Warkus, sondern vielmehr die Erwachsenen, die das Medium nicht verstehen, da sie nicht selbst spielen. Daher sei es auch falsch, Spiele zu verbieten und die aktuellen Regelungen dahingehend seien sehr weitreichend: "Wenn ein Zwölfjähriger Counterstrike spielt, hat ein Erwachsener versagt".

Christoph Waitz (FDP) fasste die Diskussion letztendlich folgendermaßen zusammen: Was wir derzeit machen, ist eher ein "Herumdoktern am Symptom, das Problem ist die soziale Verwahrlosung unserer Gesellschaft und dort müssen wir ansetzen."


eye home zur Startseite
Noch nicht... 30. Apr 2007

Beckstein ist weder nach altem noch nach neuem Recht Rentner. Seit wann sind 40jährige...

Knux 30. Apr 2007

Na ja, die sollte nicht höher sein als bei anderen Berufen auch - damit also 67 derzeit...

Knux 30. Apr 2007

Weder ist ein Verbot immer der einfachste, noch immer der falsche Weg. Gerade bei...

DexterF 30. Apr 2007

http://www.mofunzone.com/online_games/the_last_stand.shtml# Der eingefleischte Zombiefilm...

Dumpfbacke 30. Apr 2007

Hat man das Gleiche nicht auch bei Adolf Hitler gesagt? Tja, mit Linux wär das nicht...


First Bug - die QA Seite / 29. Apr 2007

Killerspiele Diskussion im Bundestag



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsche Post DHL Group, Bonn
  2. DATAGROUP Köln GmbH, Köln (Home-Office)
  3. T-Systems International GmbH, Wolfsburg
  4. Robert Bosch GmbH, Leonberg


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 69,99€ (Release 31.03.)
  2. 6,99€
  3. 5,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Fabric

    Google kauft Twitters App-Werkzeuge mit Milliarden Nutzern

  2. D-Link

    Büro-Switch mit PoE-Passthrough - aber wenig Anschlüssen

  3. Flash und Reader

    Adobe liefert XSS-Lücke als Sicherheitsupdate

  4. GW4 und Mont-Blanc-Projekt

    In Europa entstehen zwei ARM-Supercomputer

  5. Kabelnetz

    Vodafone stellt Bayern auf 1 GBit/s um

  6. Freies Wissen

    Mozilla bekommt neues Logo mit Nerd-Faktor

  7. Android

    Google-App liefert Suchergebnisse bei schlechter Verbindung

  8. Arms angespielt

    Besser boxen ohne echte Arme

  9. Anschlüsse

    Wi-Fi im Nahverkehr wichtiger als im ICE

  10. NSA-Ausschuss

    SPD empört über "Schweigekartell" der US-Konzerne



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Statt Begnadigung: Snowdens Aufenthalt in Russland verlängert
Statt Begnadigung
Snowdens Aufenthalt in Russland verlängert
  1. NSA-Ausschuss BGH stoppt schnelle Abstimmung zu Snowden
  2. Klare Vorgaben EuGH lehnt anlasslose Vorratsdatenspeicherung ab
  3. NSA-Ausschuss Polizei sucht Wikileaks-Quelle im Bundestag

Routertest: Der nicht ganz so schnelle Linksys WRT3200ACM
Routertest
Der nicht ganz so schnelle Linksys WRT3200ACM
  1. Norton Core Symantec bietet sicheren Router mit Kreditkartenpflicht
  2. Routerfreiheit bei Vodafone Der Kampf um die eigene Telefonnummer
  3. Router-Schwachstellen 100.000 Kunden in Großbritannien von Störungen betroffen

U Ultra und U Play im Hands on: HTCs intelligente Smartphones hören immer zu
U Ultra und U Play im Hands on
HTCs intelligente Smartphones hören immer zu
  1. VR-Headset HTC stellt Kopfhörerband und Tracker für Vive vor
  2. HTC 10 Evo im Kurztest HTCs eigenwillige Evolution
  3. Virtual Reality HTC stellt Drahtlos-Kit für Vive vor

  1. Re: "Wer unbedingt LTE nutzen möchte"

    David64Bit | 15:45

  2. Re: 5 Ports pro Arbeitsplatz

    JoeHomeskillet | 15:45

  3. Re: Bildzeitungsnivea

    TheBigShizzle | 15:44

  4. Re: Bringt mich auf eine Idee

    Patman | 15:41

  5. Re: Vorprogrammierter Ladenhüter

    nolonar | 15:41


  1. 15:57

  2. 15:31

  3. 15:21

  4. 15:02

  5. 14:47

  6. 14:38

  7. 14:18

  8. 14:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel