FTC: Unterhaltungsindustrie muss mehr für Jugendschutz tun

Jugendschutz bei Spielen mittlerweile besser als bei Filmen und Musik

Die US-Handelskommission FTC hat der Videospieleindustrie deutliche Verbesserungen beim Jugendschutz zugestanden, für Minderjährige sei es mittlerweile schwerer, über den Handel an Spiele für Erwachsene heranzukommen. Gleichzeitig würden die mit "M" für Mature (ab 17 Jahren) markierten Spiele aber auf Webseiten beworben, die Minderjährige stark frequentieren.

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Die 2005/2006 in den USA recht hitzig geführte Diskussion um Sex und Gewalt in Spielen ging auch an den Videospielverlegern und dem Handel nicht spurlos vorbei. Das als Selbstkontroll-Instanz der Videospielebranche dienende Entertainment Software Rating Board (ESRB) musste sich oft gegen Vorwürfe zu lascher Prüfung erwehren. Etwa im Hinblick auf das "Hot Coffee Mod" für das Rockstar-Games-Spiel "Grand Theft Auto: San Andreas" - dabei ließen sich die mittlerweile entfernten versteckten Sex-Spielchen nur durch Veränderungen am Programmcode aktivieren. Die ESRB stufte das Spiel danach erneut ein und verpasste ihm eine höhere Altersempfehlung.

Anders als ihr deutsches Pendant USK spricht das ESRB nur Empfehlungen, aber keine verbindlichen Einstufungen aus. Eine ESRB-Einstufung für Spiele ist ebenfalls nicht verpflichtend, ebenso wenig müssen Händler beim Verkauf darauf achten, ob ein Erwachsenenspiel an Minderjährige ausgegeben wird. Dennoch haben sich ESRB und die großen US-Händlervereinigungen auf eine Zusammenarbeit verständigt, um den Kunden die Alterskennzeichnung verständlicher zu machen und das Alter aus Jugendschutzgründen zu überprüfen.

Auf das Alter des Käufers wird im Handel laut FTC immer mehr geachtet, aber längst nicht lückenlos: Bei Testkäufen im Jahr 2006 sollen Kinder in 42 Prozent der Fällen erfolgreich gewesen sein, ein Erwachsenenspiel zu erwerben. In den Jahren davor waren die Hürden beim Kauf von Erwachsenenspielen für Kinder aber noch deutlich einfacher: 2003 gelangen 69 Prozent der Testkäufe, 2001 noch 78 Prozent und 2000 waren 85 Prozent der Testkäufe von M-rated-Spielen durch Kinder erfolgreich.

Bei Eltern ist die ESRB-Empfehlung mittlerweile recht bekannt: 78 Prozent der von der FTC befragten Eltern kannten das System, drei Viertel davon würden die Beschreibungen auch lesen und berücksichtigen und immerhin 70 Prozent auch darauf achten, wenn ihr Sprössling ein Spiel das erste Mal spielen will. Kritik gibt es von der FTC dafür, dass weiterhin keine zusätzliche inhaltliche Beschreibung auf den Vorderseiten von Spielverpackungen zu finden ist. Auch viele Eltern würden sich wünschen, dass das System sie besser darüber informiert, wie hoch die Stufe der Gewalt in manchen Spielen ist.

Deutliche Kritik seitens der FTC gibt es für die Anbieter der vielen Handyspiele, denen Altershinweise komplett fehlen, da die Spiele gar nicht erst bei der ESRB eingereicht würden. Der Vertrieb läuft hier in der Regel über Netzbetreiber oder Dienstleister. Auch in Deutschland gibt es derzeit noch keine USK-Prüfung von Handyspielen, obwohl sie teilweise ein Qualitätsniveau erreichen wie das von Spielehandhelds, deren Spiele der USK-Prüfung unterliegen. Allerdings wird das sicherlich kein Dauerzustand bleiben.

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Pre@cher 16. Apr 2007

Nicht nur hierzulande... als das damals aufkam (war das nicht ne Initiative von ner...

hoffnungslos 16. Apr 2007

Stimmt doch gar nich.... Imho isses schon gut, wenn die Amis endlich mal so nen...

hoffnungslos 16. Apr 2007

Da gibts diese Aufkleber 'Explicit Lyrics', wurde ja von JBO schon mal verarscht und...

lalala 14. Apr 2007

ne, dur verstehst wohl nur nicht, was da so gesagt wird. Da ist SIDO & Co. n' Schei...

erster 14. Apr 2007

hmmm... dazu fällt mir nur eins ein: erster :D

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