Abo
  • Services:
Anzeige

Tarnvorrichtung: Nano-Röhrchen verbiegen sichtbares Licht

Theoretisches Modell arbeitet bisher nur mit einer Wellenlänge

Seit Jahren suchen Forscher in aller Welt nach einer Möglichkeit, Objekte vor sichtbarem Licht zu verstecken. Die mathematischen Ansätze für eine Umleitung des Lichts liegen seit 2006 vor, nun haben Wissenschaftler in den USA ein theoretisches Modell für die physikalische Umsetzung entwickelt.

Die Mitarbeiter der Universität Purdue im US-Bundesstaat Indiana stützen sich bei ihren neuen Forschungen unter anderem auf Arbeiten aus Großbritannien, in denen vor allem Sir John Pendry am Imperial College London Anfang 2006 eine Theorie aufstellte, nach der sich elektromagnetische Wellen um ein Objekt herum umleiten lassen müssten. Pendrys Arbeit sorgte in Wissenschaftskreisen für Aufsehen, da sie mathematisch nachwies, dass die Idee funktionieren müsste - es fehlte nur noch an den so genannten Metamaterialien, die sich elektromagnetisch neutral verhalten.

Anzeige

Aus welchen Werkstoffen solche Metamaterialien hergestellt werden sollen, ist noch nicht erforscht. An der Purdue-Universität in Indiana ist man nun aber schon sicher, welche Form die Oberfläche eines getarnten Objekts annehmen soll. Der zu versteckende Gegenstand soll mit Nano-Röhrchen von 10 Nanometern Dicke beschichtet werden, die das einfallende Licht um ihn herumleiten. Dahinter liegende Objekte würden so durch den Gegenstand scheinen, dass das Verfahren auch in der umgekehrten Richtung funktioniert.

Gleiches Objekt, unten mit umgeleitetem Licht
Gleiches Objekt, unten mit umgeleitetem Licht
Der Haken liegt bisher daran, dass die Größe und Ausrichtung der Nano-Röhrchen auch die Wellenlänge des durchscheinenden Lichts bestimmt. Zudem ist die Umlenkung bisher nur im mathematischen Modell mit Computerhilfe untersucht, ein praktischer Versuch steht noch aus. Laut den Berechnungen der US-Wissenschaftler soll das Verfahren immerhin bei einer einzelnen Wellenlänge funktionieren: Bei 632,8 Nanometern, was im sichtbaren Spektrum der Farbe Rot entspricht, könnte man ein Objekt unsichtbar machen. Die Forscher halten es auch für möglich, eine Nano-Beschichtung zu konstruieren, die alle Wellenlängen des sichtbaren Lichts um einen Gegenstand herumleitet, was dann die Unsichtbarkeit bedeuten würde.

Aber auch schon mit einer Wellenlänge, oder einigen wenigen, sollen sich praktische Anwendungen ergeben. Die Forscher - deren Arbeit unter anderem von militärischen Einrichtungen wie der DARPA finanziert wird - denken unter anderem an die Tarnung von Soldaten vor Nachtsichtgeräten. Diese arbeiten meist mit Infrarotlicht, einem Restlichtverstärker ist mit dem neuen Verfahren aber vermutlich nicht beizukommen.

Ihre Arbeiten veröffentlichen die Purdue-Mitarbeiter in der April-Ausgabe des US-Magazins "Nature Photonics".


eye home zur Startseite
Dunkelseele 10. Apr 2007

Negativ, die getarnten NOD-Terroristen gibt es seit Teil 1. Dem übrigens beinahe besten...

Dunkelseele 10. Apr 2007

Willst du leugnen, dass der überwiegende Teil segensbringender Inventionen während und...

tmc 04. Apr 2007

so ist es, summa summarum, das wird noch n bissl dauern um wirklich geruchsneutral und...

durchschein 04. Apr 2007

geiler Kommentar! so fängt mein morgen gut an *LOL* danke!

G3N1U5 03. Apr 2007

Ha'



Anzeige

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt
  2. über JobLeads GmbH, Frankfurt am Main
  3. über access KellyOCG GmbH, Köln
  4. Deutsche Telekom Regional Services and Solutions GmbH, Biere


Anzeige
Top-Angebote
  1. 43,99€
  2. 4,99€
  3. 299,90€ (UVP 649,90€)

Folgen Sie uns
       


  1. Kaufberatung

    Das richtige Solid-State-Drive

  2. Android-Smartphone

    Huawei bringt Nova Plus doch nach Deutschland

  3. Rosetta

    Mach's gut und danke für die Bilder!

  4. Smartwatch

    Android Wear 2.0 kommt doch erst nächstes Jahr

  5. G Suite

    Google verbessert Apps for Work mit Maschinenlernen

  6. Nahbereich

    Netzbetreiber wollen Vectoring II der Telekom blockieren

  7. Thermaltake Engine 27

    Bei diesem CPU-Kühler ist der Lüfter der Kühlkörper

  8. Intel

    Einfrieren bei Intels Bay-Trail-SoCs durch Patch abgefedert

  9. Iana-Transition

    US-Staaten wollen neue Internetaufsicht stoppen

  10. Tintenpatronensperre

    HP hält dem Druck nicht stand



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Microsoft: Das bringt Windows Server 2016
Microsoft
Das bringt Windows Server 2016
  1. Microsoft Windows Server 2016 wird im September fertig

Soziale Netzwerke: Wie ich einen Betrüger aufspürte und seine Mama kontaktierte
Soziale Netzwerke
Wie ich einen Betrüger aufspürte und seine Mama kontaktierte
  1. iOS 10 und WatchOS 3.0 Apple bringt geschwätzige Tastatur-App zum Schweigen
  2. Rio 2016 Fancybear veröffentlicht medizinische Daten von US-Sportlern
  3. Datenbanksoftware Kritische, ungepatchte Zeroday-Lücke in MySQL-Server

Canon vs. Nikon: Superzoomer für unter 250 Euro
Canon vs. Nikon
Superzoomer für unter 250 Euro
  1. Snap Spectacles Snapchat stellt Sonnenbrille mit Kamera vor
  2. MacOS 10.12 Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra
  3. Bildbearbeitungs-App Prisma offiziell für Android erhältlich

  1. Re: Golems eigene Werbeanzeige

    bofhl | 12:05

  2. Re: "Macht fast alles anders"

    Berner Rösti | 12:04

  3. Re: Schwachsinnsdiskussion

    Icke_ | 12:04

  4. Re: der Tattoo- und Hunde Wahn ...

    grslbr | 12:02

  5. Re: Ich kann HP verstehen...

    velo | 12:02


  1. 12:06

  2. 12:05

  3. 11:52

  4. 11:30

  5. 11:17

  6. 11:03

  7. 10:56

  8. 10:32


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel