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Musikindustrie ernennt das Internet zum Hoffnungsträger

Die Privatkopie ist den großen Plattenfirmen weiterhin ein Dorn im Auge

Acht Jahre nach Napster hat die Musikindustrie das Internet als Hoffnungsträger identifiziert. Auf der Jahrespressekonferenz in Berlin gab die IFPI, die Interessenvertretung der Musik-Majors, bekannt, dass die Umsätze mit Musik-Downloads im Jahr 2006 um 40 Prozent auf 42 Millionen Euro gestiegen seien. Auch der Verkauf von CDs über das Netz werde immer wichtiger. Privatkopien sind ihr dagegen ein Dorn im Auge.

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Noch könne der Download-Markt nicht ausgleichen, was bei klassischen Tonträgern verloren werde: Der Umsatz der Branche ging im Vergleich mit 2005 um 2,4 Prozent auf gut 1,7 Milliarden Euro zurück. Das meiste Geld wird mit CDs eingenommen: Sie spielen 85 Prozent des Umsatzes ein, danach kommen Musikvideos mit neun Prozent. Downloads und der Verkauf über mobile Geräte kommen zusammen auf fünf Prozent, was die IFPI für niedrig hält. Sie macht illegale Downloads und private Kopien dafür verantwortlich: "Trotz unserer Erfolge bei der Eindämmung der Internetpiraterie blockieren die hohe Zahl illegaler Downloads und der weiter wachsende Anteil von Privatkopien nach wie vor den Turnaround", sagte IFPI-Geschäftsführer Peter Zombik.

Zahl der Strafverfahren bei Bedarf weiter erhöhen

Nach Erhebungen der IFPI sank die Zahl der von ihr als illegal eingeschätzten Downloads von rund 600 Millionen im Jahr 2003 auf 374 Millionen im Jahr 2006. Damit sei der niedrigste Stand erreicht worden, seit Urheberrechtsverletzungen in Tauschbörsen aktiv verfolgt würden, also seit 2004, obwohl sich die Zahl der Breitband-Internetzugänge im gleichen Zeitraum fast verdreifachte. "Zwar kommen auf einen legalen immer noch rund 14 illegale Downloads, aber die Zahlen bestätigen unsere Strategie", folgerte Michael Haentjes, Vorstandsvorsitzender der IFPI, und ergänzte: Allein seit Jahresbeginn haben wir 15.000 Strafverfahren eingeleitet und werden diese Zahl bei Bedarf weiter erhöhen."

Ingesamt wurden 2006 rund 186 Millionen physische Tonträger, also CDs, DVDs, LPs und Musikkassetten, verkauft. Das sind 2,7 Millionen weniger als im Vorjahr. Dabei legte das CD-Album von 147,6 Millionen im Jahr 2005 auf 149,5 Millionen leicht zu, ebenso wie der Verkauf von DVD-Videos, der um 10 Prozent auf 14,2 Millionen stieg. Der Rückgang kommt vor allem durch Verluste bei CD-Singles und den analogen Formaten LP, Kassetten und VHS zurückzuführen. So wurden 2006 15,9 Millionen CD-Singles verkauft, elf Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings wurden mehr als 25 Millionen Einzeltitel aus dem Internet heruntergeladen, also 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Alben lag die Steigerung bei 36 Prozent auf 1,9 Millionen Stück. Auch der Verkauf von CDs über das Internet stieg: Mit 17,9 Prozent (2005: 16,8 Prozent) Umsatzanteil ist das Web zweitwichtigster Vertriebskanal hinter den Elektrofachmärkten mit 30 Prozent (2005: 30,8 Prozent).

Musikindustrie ernennt das Internet zum Hoffnungsträger 

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mamba1 31. Mär 2007

BRD=Bananen Republik Deutschland, das sagt doch schon alles ;-))

Mortal-Kombat-Mann 30. Mär 2007

Ich muss dir bei fast allen Punkten zustimmen. Aber ich will dennoch einwerfen, dass es...

CC-Lizenznutzer 30. Mär 2007

Das entspricht im Verhältnis wohl auch der Qualität der Musikangebote im angegebenen...

Schnauze voll! 30. Mär 2007

Wir haben leider zu lange und unüberlegt, Wirtschaft, Medien, vor allem aber die Politik...

Schnauze voll! 30. Mär 2007

Es gibt genügend neue Musikformen, welche ebenfalls längst Anerkennung verdienen, weil...

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Mal wieder IFPI-Propaganda



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