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GDC: Sam & Max - Episodical Gaming als Zukunft?

Interview mit Telltale-Chef Dan Connors über gestückelte Adventures

Am Rande eines GDC-Vortrags trafen wir Dan Connors, den Chef von Telltale Games. Das 2004 gegründete Unternehmen hat sich die Lizenz des LucasArts-Kultadventures Sam & Max gesichert und bereits den vierten Teil einer neuen Sam-&-Max-Serie veröffentlicht. Die Episoden des humorvollen 3D-Grafikadventures sind im Vergleich zu einem ausgewachsenen Spiel zwar sehr kurz und enthalten jeweils nur wenige Räume, werden jedoch entsprechend günstig - und bisher ausschließlich online - angeboten. Golem.de konnte dem CEO und Leiter von Telltale einige Fragen zum Thema Episodenspiele und zur Zukunft von Sam & Max stellen.

Dan Connors von Telltale Games will noch viele weitere Seasons von Sam & Max veröffentlichen
Dan Connors von Telltale Games will noch viele weitere Seasons von Sam & Max veröffentlichen
Golem.de: Sie sprechen von Sam & Max wie von einer Fernsehserie.
Dan Connors: Ja, genau. Wie bei einer TV-Show beobachten wir, was funktioniert und was nicht. Wir brauchen Cliffhanger, aber auch eine gewisse Charakterentwicklung über die einzelnen Episoden hinweg. Viele TV-Shows werden ja sogar erst in späteren Seasons richtig gut.

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Golem.de: Ist das Ihr Masterplan: Mit Sam & Max sechs oder sieben Seasons mit je sechs Episoden zu veröffentlichen?
Dan Connors: Wir werden so viele Seasons machen, wie wir können. Was wir uns aber eigentlich wünschen, ist eine große Abschiedsshow, wo sich Sam und Max für immer trennen. Wir orientieren uns schon an TV-Serien, die sehr lange gelaufen sind. Und wir glauben, dass das Sam-&-Max-Universum nicht nur unglaublich lustig ist, sondern auch noch ausgebaut werden kann.

Golem.de: Beobachten Sie eigentlich, dass die Verkäufe mit jeder Folge weniger werden? Oder steigen sie sogar? Die Wertungen typischer Spielemagazine werden mit jedem Mal etwas niedriger, zumindest in Deutschland.
Dan Connors: In USA gilt das genauso. Es ist lustig, aber gleichzeitig ist etwa bei unserer vierten Episode oft zu lesen, es handele sich dabei um die bislang beste. Ich denke, Culture Shock (Episode 1) hatte sicherlich einen Wertungsbonus, weil es eben die erste Fortsetzung eines so beliebten Spiels nach all den Jahren war. Und dieser Neuigkeitseffekt hat sicher abgenommen. Doch natürlich verbessern wir von Folge zu Folge das Gesamtprodukt: Wir fügen immer mehr Details ein, wir feilen an den Charakteren. Ich hoffe sehr, dass die Leute sehr zufrieden sein werden, wenn sie dann in rund zwei Monaten alle sechs Episoden gespielt haben. Außerdem ist es für die Redakteure schwierig, uns zu reviewen: Das wäre ja, als würde man bei einem Spiel jeden einzelnen Level besprechen. In Wahrheit schauen sich die doch meist nur die ersten beiden Levels an für eine Review.

Sam & Max Episodes: Von Folge zu Folge schlechter, oder Gewöhnungseffekt bei Testern?
Sam & Max Episodes: Von Folge zu Folge schlechter, oder Gewöhnungseffekt bei Testern?
Golem.de: Unterschätzen Sie da mal unsere Kollegen nicht! Denken Sie eigentlich daran, nach Erscheinen der sechsten Episode von Sam & Max das Ganze nochmal als ein nicht unterteiltes Vollpreisspiel zu veröffentlichen?
Dan Connors: Sie meinen, als durchgängiges Erlebnis ohne die Unterteilung in Episoden? Zurzeit eher nicht, aber wir werden sicher Special Deals anbieten, wenn sich jemand komplett alle Episoden auf einmal kaufen möchte.

Golem.de: Denken Sie, dass Episodical Gaming die Zukunft ist?
Dan Connors: Es ist zumindest eine Zukunft. Digitale Distribution funktioniert und könnte sogar irgendwann zum einzigen Distributionsweg für Spiele werden. Dass Episodenspiele im normalen Handel nicht existieren, liegt vor allem am Handel: Der ist nicht darauf ausgelegt, jeden Monat eine neue Episode anzubieten. Von einem Risiko-Nutzen-Aspekt gesehen, spricht sehr viel für Episodenstrukturen in Spielen. Und digitale Distribution wird ganz neue Zielgruppen erschließen, die niemals in einen Spieleladen gehen würden.

Golem.de: Wird es von Telltale weitere Adventures im Stil von Sam & Max geben?
Dan Connors: Ja, wir fühlen uns im Bereich der interaktiven Unterhaltung sehr wohl. Worüber wir gerade nachdenken, ist die von vielen bemängelte geringe Schwierigkeit bei Sam & Max. Aber wir wollen die Leute ja nicht frustrieren, sie sollen sich durch das Spiel klicken können, neue Charaktere treffen, lachen, ihren Spaß haben. Und nicht frustriert werden!

Golem.de: Und was wird in Sam & Max, Season 2 passieren?
Dan Connors: Ich weiß es nicht! Gut, ich weiß von einer Storyline, die gerade diskutiert wird. Dabei würde es darum gehen, dass Sam und Max auf ein völlig verkrachtes Paar treffen, das aus zwei Charakteren von Season 1 besteht. Wenn ich mir vorstelle, was bei der Interaktion der beiden mit diesem Paar für absurde Situationen entstehen können… [von Jörg Langer]


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FranUnFine 09. Mär 2007

Das ist so allerdings nicht unbedingt zwingend notwendig. Es gibt einige Beispiele, bei...

Vermisst 09. Mär 2007

Lies mal den folgenden Artikel aus dem Januar 2006 und lass Dir dir Kommentare der...

Angel 09. Mär 2007

Aber "Season" ist natürlich ein viel besseres Wort. Man spart sogar 1 Buchstaben!

dürüm 08. Mär 2007

yessss ich bin telltale schon nur alleine deshalb unendlich dankbar, weil sie das...

cmi 08. Mär 2007

sehe ich genauso. prinzipiell ne gute idee (auch wenn man als kunde vermutlich mehr...



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