GDC: Project Epoc - Spielsteuerung mit Gedanken & Emotionen

Prominent besetztes Unternehmen Emotiv verspricht eine Revolution

Mit einer an Science-Fiction-Filme erinnernden Kappe will es das Unternehmen Emotiv Systems den Trägern ermöglichen, Computer mit Gedanken und Emotionen zu steuern. Die vier Firmengründer hoffen, damit die Interaktion mit Computern natürlicher zu machen - für den Anfang hofft das Emotiv-Team, die Spielebranche von ihrem auf den Kopf zu setzenden Eingabegerät zu überzeugen und liefert ihnen dafür das "Emotiv Development Kit" (EDK).

Anzeige

Emotiv Systems hat sein Hauptquartier zwar in den USA, um das Produkt besser vermarkten zu können. Doch die Forschung für das "Project Epoc" getaufte neurale Mensch-Maschine-Interface in Form einer Kappe mit Sensoren wird in Australien betrieben. Und auch zumindest zwei der Mitgründer stammen aus Australien: der Optik-, Kommunikationstechnik- und Visuelle-Neurobiologie-Experte Professor Allan Snyder vom "Centre for the Mind", der sich eher als kreativer Strippenzieher statt als Grundlagenforscher sieht, und der Chip-Design-Experte Dr. Neil Weste, der u.a. bei Bell Labs arbeitete, dessen WLAN-Chip-Schmiede Radiata im Jahr 2001 von Cisco für 500 Millionen australische Dollar gekauft wurde und der seitdem in Technologieprojekte investiert. Die beiden weiteren Mitgründer - Tan Le (Emotive-CEO) und Nam Do (Emotiv-Präsident) - haben zuvor das in Australien und Südostasien aktive Unternehmen SASme gegründet, das sich dem SMS-Anwendungsmarkt widmet.

Project Epoc - 'Denk-Kappe' nicht nur, aber anfangs vor allem für Spiele
Project Epoc - 'Denk-Kappe' nicht nur, aber anfangs vor allem für Spiele

Spielekonsolen-Fans finden auch ein vertrautes Gesicht wieder: Den Aufsichtsrat von Emotiv Systems leitet Ed Fries, der bis Januar 2004 bei Microsofts Xbox-Team als "Vice President of Game Publishing" der Kontakt zu den Spieleentwicklern war. Er ist auch einer der Gründer der Microsoft Game Studios und des Xbox-1-Projekts. Seit Fries nicht mehr bei Microsoft ist, war er Berater bei Sony Online Entertainment und ist auch beim Start-up Ageia involviert, das die Spielewelt mit seinem Physik-Beschleuniger PhysX bisher noch nicht umkrempeln konnte. Als Vice President of Engineering dient bei Emotiv ein ehemaliger Intel-Ingenieur, Steve Sapiro. Sapiro war laut Emotiv auch ehemals Chefentwickler von Tektronix und CAE Systems.

Auch wenn es immer wieder ähnliche Meldungen aus der Wissenschaft gab, nimmt Emotiv für sich in Anspruch, über die erste Hirn-Computer-Interface-Technik zu verfügen, die sowohl menschliche bewusste Gedanken als auch unbewusste Emotionen messen und verarbeiten kann. Dabei könnten auch individuell vorkommende Hirnaktivitätsmuster erkannt werden. Anders als bei früheren Hirn-Computer-Schnittstellen würden nicht nur eine begrenzte Zahl mentaler "Zustände" gemessen, sondern "dutzende von [Gesichts-] Ausdrücken, Gesten und Emotionen erkannt". Dennoch soll auf herkömmliche, nicht-invasive Elektroenzephalografie (EEG) zur Erkennung der Hirnströme gesetzt werden, in der Kappe sitzen dazu mehrere Elektroden.

GDC: Project Epoc - Spielsteuerung mit Gedanken & Emotionen 

champion 10. Dez 2008

naja is doch egal ich meine die wissen seh schon viel zuviel über emotionen die wir bei...

bastis0 12. Mär 2007

Das kann natürlich passieren, wenn er nicht eine Firewall oder Contentfiltering hat und...

rising_phoenix 08. Mär 2007

Konstruktionsbereich, maus- und tastaturlose Steuerungen Maschinenbedienung etc etc. Das...

Der nötige Ernst 07. Mär 2007

Dazu müsste der gemeine Bürger erstmal EIGENE Gedanken haben, mit denen er etwas steuern...

Mac Jack 07. Mär 2007

Wie oft hab ich dir schon gesagt, du sollst keine Metallspäne essen! Wir haben Handys...

Kommentieren


Helge Städtler / 20. Jun 2007

Thetarock'r 04: Geheimnisse im Kopf

Creation Noise / 07. Mär 2007

Your brain as a game controller

Kreativrauschen / 07. Mär 2007

Gedankenlesende Spiele



Anzeige

  1. IT-Administrator (m/w)
    über KÖNIGSTEINER AGENTUR, Dresden
  2. Business Analyst (m/w) Support Accounting Systems
    HAMBURG SÜD Schifffahrtsgruppe, Hamburg
  3. SOC Security Analyst (m/w) in IT Security Services
    Allianz Managed Operations & Services SE, München
  4. Web & Mobile Applications Developer (m/w)
    Maenken Kommunikation GmbH, Köln

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Maynard

    Wayland-Shell für den Raspberry Pi

  2. BGH-Urteil

    Typenbezeichnung gehört in eine Werbeanzeige

  3. Startup Uber

    Privater Taxidienst Uberpop verboten

  4. Project Atomic

    Red Hat erarbeitet Host-System für Docker-Container

  5. Getac T800

    Robustes 8-Zoll-Tablet mit Windows

  6. MS-Flugsimulator X

    Flughafen Berlin-Brandenburg eröffnet

  7. Vorratsdatenspeicherung

    Totgesagte speichern länger

  8. Intel

    Broxton LTE erst 2016, Skylake-Produktion noch 2015

  9. Bitcoin-Börse

    Mtgox soll verkauft oder aufgelöst werden

  10. Samsung

    Topsmartphone mit Tizen kommt im Sommer



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

A Maze 2014: Tanzen mit der Perfect Woman
A Maze 2014
Tanzen mit der Perfect Woman

Viele Spiele auf dem Indiegames-Festival A Maze 2014 wirkten auf den ersten Blick abwegig. Doch die kuriosen Konzepte ergeben Sinn. Denn hinter Storydruckern, Schlafsäcken und virtuellen Fingerfallen versteckten sich erstaunlich plausible Spielideen.

  1. Festival A Maze Ist das noch Indie?
  2. Test Cut The Rope 2 für Android Grün, knuddlig und hungrig nach Geld
  3. Indie-Game NaissanceE Wenn der Ton das Spiel macht

Videospiele: Inkompetenz macht Spieler wütend
Videospiele
Inkompetenz macht Spieler wütend

Gegner von Videospielen behaupten gerne, gewalttätige Spiele machten aggressiv. Eine Studie aber besagt: Nicht nur der Inhalt, sondern auch die Spielmechanik ist schuld.


    •  / 
    Zum Artikel