NMM passt Videoqualität automatisch dem Netzwerk an

Software verteilt Audio- und Videodaten im Heimnetz und aufs Handy

Die "Netzwerk-Integrierte Multimedia Middleware (NMM)" der Universität des Saarlandes erlaubt es, Audio- und Videodaten im heimischen Netzwerk zu verteilen und auch Videos mit dem Handy vom heimischen Rechner abzurufen. Dabei wird die Bild- und Tonqualität nun automatisch an die verfügbare Bandbreite von Netzwerken angepasst.

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Die NMM-Software kann transparent auf alle im Netz vorhandenen Geräte zugreifen. Auch von unterwegs kann man Daten mit allen Multimediageräten austauschen und diese auch beliebig aus der Ferne steuern. Beispielsweise kann das Handy über GPRS oder UMTS das Fernsehprogramm vom heimischen Satellitenanschluss empfangen und eine Aufnahme des Videorekorders kann zeitgleich auf beliebig vielen Geräten wie Fernseher, PDA oder PC ausgegeben werden. Jedes Gerät kann unter einer anderen Plattform laufen, wobei neben Windows XP und verschiedenen Linux-Systemen nun auch Windows Vista, MacOS X sowie Systeme mit Cell-Prozessor wie die Playstation 3 und einige PDAs unterstützt werden.

Da die Bandbreiten von WLAN, GPRS oder UMTS nicht immer ausreichen, um überall im Haus und unterwegs eine gleichmäßige Bild- und Tonqualität zu garantieren, wurde NMM um Mechanismen erweitert, die dafür sorgen, dass die verfügbare Netzwerkbandbreite automatisch und global optimiert auf die verschiedenen Audio- und Videodatenströme verteilt wird. So kann NMM bei schlechter Verbindungsqualität schrittweise die Kompression erhöhen, den Kompressionsalgorithmus komplett austauschen und bei Bedarf auch auf einen schnelleren Rechner auslagern. In extremen Fällen kann sogar die Bildrate oder die Auflösung automatisch abgesenkt werden. Sobald sich die Verbindungsqualität verbessert, werden diese Maßnahmen wieder rückgängig gemacht.

Die Software wird vom 15. bis 21. März 2007 auf der CeBIT am Forschungsstand des Saarlandes (Halle 9, Stand B 65) gezeigt. Entwickelt wurde die Software von einem Team um Prof. Philipp Slusallek am Lehrstuhl für Computergraphik der Universität des Saarlandes. Vermarktet wird NMM mittlerweile von der Motama GmbH . Unter networkmultimedia.org steht die Open-Source-Software zudem zum Download bereit.


OlliS 05. Mär 2007

NMM auf Gentoo lief bei mir mal. Allerdings auch nur nach langwieriger Fummelei und...

ale 05. Mär 2007

lohnt sich bestimmt mal an zu schauen. Genau solche Ideen und Lösungen machen doch die IT...

heinz0r 05. Mär 2007

Klingt doch schon alles sehr gut, auch wenn ich mir einen etwas ausführlicheren Artikel...

think gentoo 05. Mär 2007

Zugerne würde ich NMM im eigenen Netzwerk einsetzen, jedoch gibt's für gentoo-linux nur...

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Digitaltivi / 05. Mär 2007

DVB-T-Effekte im eigenen Netzwerk?



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