Raytracing fit für Computerspiele?

Universität Saarland will neue Technologie auf CeBIT 2007 zeigen

Die für spannende Forschungen im Bereich der Computergrafik bekannte Universität des Saarlandes in Saarbrücken hält Raytracing für fit für den Massenmarkt. Bisher kam das Verfahren vor allem im technisch/wissenschaftlichen Umfeld zur Darstellung von fotorealistischen Bildern zum Einsatz. Die Forscher haben ihren Code an moderne Grafikprozessoren angepasst und wollen ihre Entwicklungen auf der kommenden CeBIT in Hannover zeigen.

Anzeige

Die Technik des Raytracing wird schon seit den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts stetig weiterentwickelt und ist sehr rechenintensiv. Waren es vor 20 Jahren noch Stunden, die ein Homecomputer für ein Bild in vergleichsweise geringer Auflösung braucht, so soll dies nun mit Dutzenden von Bildern pro Sekunde klappen.

VW Beetle in Raytracing-Stadt
VW Beetle in Raytracing-Stadt
Möglich wird das mit Prozessoren, die stetig gleiche Aufgaben intern immer besser parallelisieren können. So hatte Intel auch mit der Vorstellung seiner ersten Quad-Core-CPU einen Raytracing-Wissenschaftler gefördert, der auch prompt fast lineare Leistungssteigerungen mit jedem Core erzielen konnte. Aber auch moderne Grafikprozessoren (GPUs) eignen sich für diese Anwendung, verfügen sie doch teils über mehr als hundert Recheneinheiten. Ihr Befehlssatz und die Genauigkeit sind jedoch viel geringer als bei einer CPU.

Professor Slusallek im Raytracing-Schach
Professor Slusallek im Raytracing-Schach
Dennoch will das Saarbrücker Team um Professor Slusallek nun bei der Programmierung von GPUs einen wichtigen Schritt weitergekommen sein. Gegenüber bisherigen Lösungen mit GPUs soll die universitäre Software rund 30-mal schneller arbeiten. Angaben zu den erreichten Bildern pro Sekunde und den Auflösungen machten die Wissenschaftler noch nicht. Die Algorithmen sollen aber bis zu 50 Millionen Strahlen pro Sekunde verfolgen können, bei komplexen Szenen noch bis zu 11 Millionen. Die Saarbrücker sehen damit eine Anwendung in Computerspielen als möglich an. Dies wurde bereits mit dem Projekt "Quake 4: Raytraced" demonstriert.

Boeing per Raytracing
Boeing per Raytracing
Für das Spiele-Design könnte Raytracing einen Wandel der Vorzeichen darstellen. Bisher waren die Grafik-Engines immer zentraler Bestandteil der Entwicklung eines Titels, und die Inhalte mussten an die Fähigkeiten der Engine angepasst werden. Mit Raytracing steht jedoch das Design der Spiele-Welt im Vordergrund: Jedes Objekt kann grundsätzlich von allen Seiten betrachtet werden, auch wenn es sich bewegt. Tricks wie Lightmaps oder selbstleuchtende Texturen sind so nicht mehr nötig, im Gegenzug aber sinnvoll platzierte Lichtquellen.

Sollten sich die Entwicklungen rund um Raytracing in Spielen als vielversprechend erweisen, dürften sowohl Hard- als auch Software-Entwickler auch die Scheu vor der im Vergleich zu bisheriger Spielegrafik so ganz anderen Technik abbauen: Im Endeffekt dreht es sich mit Raytracing auf GPUs um die Programmierung von Shadern, und damit haben die Entwickler in den letzten Jahren reichlich Erfahrung gesammelt.


Doktorvater 04. Mär 2007

Für Menschen mit deinem gesitigen Potentzial gibt es nur eine Möglichkeit dem Stumpfsinn...

Juggler 04. Mär 2007

Soso, Grafikkarten sind also keine spezialisierte Hardware... Sorry, so einen Unsinn hab...

ich auch 04. Mär 2007

------------------------------------------------------- Ist im Prinzip das NV Demo und...

Juggler 03. Mär 2007

Natürlich kam dann Doom, nicht Doom 3 ;) Sorry, mein Fehler.

Juggler 03. Mär 2007

Mit Verlaub, ich glaube, Du verstehst den Kern der Sache nicht. Ray Tracing ist ein...

Kommentieren




Anzeige
  1. Projektingenieur / Technischer Berater, Automatisierungstechnik (m/w)
    über Personalstrategie GmbH, Südbayern
  2. Abteilungsleiter (m/w) IT-Infrastruktur und IT-Services
    Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main
  3. Technical Consultant Mobile Anwendungen (m/w)
    BayWa AG, München
  4. Produktsoftwareentwickler (m/w)
    E.G.O. Elektro-Gerätebau-GmbH, Oberderdingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Anzeige

Die neuesten Browsergames auf browserhits.de


Meistgelesen
  1. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  2. IBM-Mainframe

    Nasa schaltet letzten Großrechner ab

  3. Desktop-Roadmap

    Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor

  4. Spielebranche

    Diskussion über "stinkende Gamer"

  5. Samsung Galaxy Tab 2

    7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 187 | letzter Beitrag 01:43 Uhr

  3. Kommentare: 178 | letzter Beitrag 13.02. 22:01

  4. Kommentare: 116 | letzter Beitrag 13.02. 18:47

  5. Kommentare: 96 | letzter Beitrag 13.02. 16:40

Mehr


  1. Jugendschutz

    Filtersoftware von Jusprog und Telekom staatlich anerkannt

  2. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  3. Deutsche Post

    Zusatzfunktionen beim E-Postbrief dauern länger

  4. Gnome

    Neue Spezifikation für Fensterlayout

  5. Samsung Galaxy Tab 2

    7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung

  6. IBM-Mainframe

    Nasa schaltet letzten Großrechner ab

  7. Appmenu Runner

    Head-Up Display auch in KDE

  8. Galaxy S2 mit Android 2.3.6

    Update wegen Abstürzen zurückgezogen?

  9. Fair Labor Association

    Apple lässt Foxconn überprüfen

  10. 802.11ac

    Broadcom will Chips für Gigabit-WLAN noch 2012 liefern



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Nach Hackerangriff: Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down
Nach Hackerangriff
Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen bekommt die Folgen eines schweren Hackerangriffs nicht in den Griff, der zuerst verheimlicht wurde. Seit zwölf Tagen sind die Webserver komplett abgeschaltet. Ein Ende der Offlinezeit ist nicht absehbar.

  1. Evilshadow Microsoft Store in Indien gehackt
  2. Windows und Office 21 Sicherheitslücken in Microsofts Software
  3. Accenture-Studie Fast 70 Prozent nutzen eigene Rechner am Arbeitsplatz

Club-Mate: Hack fürs Hirn
Club-Mate
Hack fürs Hirn

Es sprudelt, schäumt und schmeckt - nicht jedem. Macht nichts: Club-Mate ist Kult und aus der Hackerkultur nicht mehr wegzudenken. Wie es dazu kommen konnte, erzählt das Buch Hackerbrause.

  1. Retro-Gnome Cinnamon 1.2 stabilisiert API und Desktop
  2. Linux Mint Cinnamon wird wohl Standarddesktop
  3. 28C3 Hacker hinter feindlichen Linien

Paypal-Konkurrent: Dwolla will seine Dienste weltweit anbieten
Paypal-Konkurrent
Dwolla will seine Dienste weltweit anbieten

Dwolla will seine Zahlungsabwicklungen künftig nicht nur auf die USA beschränken. Das Startup, das mit Paypal, Visa und den Banken konkurriert, denkt über ein internationales Angebot nach, das Überweisungen egal in welcher Höhe für nur 25 US-Cent erlaubt.

  1. Paypal-Alternative Dwolla erhält 5 Millionen Dollar für "abgefahrenes Zeug"
  2. V.me Visa öffnet seinen Paypal-Konkurrenten für Entwickler

Zum Artikel