Musikindustrie orientierungslos bei DRM

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Der Musikkonzern EMI, Heimat des größten Musikverlages und des viertgrößten Plattenlabels weltweit, überlegt zurzeit, seine Musik zukünftig ohne DRM zu verkaufen. Zeitungsberichten zufolge soll sich das Unternehmen bereits in konkreten Gesprächen mit großen Online-Musikanbietern - darunter Apple - befinden.

Die Vorstellung einer DRM-freien Welt wurde von Verbrauchern begrüßt und von der schockierten Musikindustrie zurückgewiesen. "Scheinheilig" sei Jobs' Argumentation, da seine Firma den Markt für DRM-gesicherte Musik schließlich dominieren würde. Das Problem sei, hieß es von verschiedenen Seiten, nicht DRM an und für sich, sondern nur die fehlende Interoperabilität. Wenn Apple sein proprietäres DRM-System FairPlay bloß an andere lizenzieren würde, könnte man das Problem aus der Welt schaffen.

Fred Amoroso, Chef des DRM-Spezialisten Macrovision, erklärte sich sofort bereit, sein Unternehmen an die Spitze einer Bewegung für kompatible DRM-Systeme zu stellen. DRM "reicht weiter als Musik", "erhöht den Nutzen für die Anwender statt ihn zu verringern" und "wird die elektronische Distribution verbreitern", so Amoroso in seinem offenen Brief an Steve Jobs. Das einzige Problem sei, dass "DRM offen und interoperabel sein müsse". "Wir von Macrovision sind bereit, eine solche industrieweite Anstrengung anzuführen. Wenn es Ihr Wunsch ist, werden wir auch die Verantwortung für FairPlay [...] übernehmen."

Der zu erwartenden Forderung nach einer Öffnung von FairPlay hatte Jobs allerdings in seinem offenen Brief schon vorbeugend den Wind aus Segeln genommen. Die Sicherheit der Musik der großen Major-Labels sei für den Fall, dass FairPlay lizenziert würde, nicht mehr zu gewährleisten, da zu viele Leute Einblick in die Technik hätten und Sicherheitslücken ausnutzen könnten.

Es ist allerdings fraglich, ob Apple diese Position noch lange wird verteidigen können. Der Druck durch nationale und europäische Wettbewerbshüter und Verbraucherschützer nimmt beständig zu und könnte Apple am Ende dazu zwingen, sein DRM-System für Lizenznehmer zu öffnen. Ob damit das DRM-Dilemma der Musikindustrie aus der Welt zu schaffen wäre, scheint der Jupiter-Research-Umfrage zufolge keineswegs sicher zu sein. [von Robert A. Gehring]

 Musikindustrie orientierungslos bei DRM

Bösewicht 22. Feb 2007

Wenn ich aber Lust habe, einer alten Frau das Geld zu rauben, dann tu ich das, egal...

ka-long 21. Feb 2007

Das, was jetzt auch passiert ? Tauschen ist illegal und kann bestraft werden ? Der...

fabdn 21. Feb 2007

genau die gibts im inet. Und das wird sich so schnell nicht ändern ; denn im internet...

fabdn 21. Feb 2007

Schwachsinn. Shops mit DRM-Musik sind als Release Quelle volkommen unpraktisch und...

DamoklesT 21. Feb 2007

Vor allem muss man erstmal erkennen können das die eigenen Songs kopiert wurden. Ist ja...

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netzpolitik.org / 21. Feb 2007

Musikmarkt-Umfrage zu DRM



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