Orange und Vodafone wollen ihre Netze teilen

Vereinbarung soll für den UMTS-Netzbetrieb gelten, nicht jedoch für das Backbone

Vodafone und Orange, eigentlich Konkurrenten in der Welt der Mobilfunker, wollen ihre UMTS-Netze in Großbritannien verschmelzen, um somit Kosten zu sparen. Dies berichtet die britische Tageszeitung The Guardian.

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Zunächst sei nur der gemeinsame Betrieb der 3G-Netze geplant, die Vereinbarung könnte jedoch auch auf das GSM-Netz ausgeweitet werden, heißt es in dem Bericht der britischen Tageszeitung. Betroffen sei nur das Datennetz, nicht jedoch die Backbones, über die Inhalte-Plattformen laufen oder das Abrechnungswesen funktioniert. Die Backbones sollen jeweils in der Hoheit des Netzbetreibers bleiben.

Durch die Zusammenlegung der Netze könnte erstens die Versorgung mit UMTS gesteigert werden und zweitens würden weniger Masten für das Netzwerk benötigt. Vodafone zählt 17 Millionen Kunden in Großbritannien, doch nur 1,45 Millionen davon nutzen UMTS. Orange hat 15,3 Million britische Kunden, gerade mal 700.000 surfen via 3G. 3G ist damit nach wie vor ein Verlustgeschäft.

Um die teure Infrastruktur möglichst wirtschaftlich zu machen, wäre ein gemeinsamer Netzbetrieb daher sinnvoll. In Spanien führen Orange und Vodafone das 3G-Netz bereits gemeinsam.

Auf Nachfrage wollten beide Firmen keine weiteren Erklärungen zu den Plänen abgeben. Vodafone sagte, dass Netzwerk-Teilen tatsächlich eine Option sei, die für mehrere Märkte geprüft wird. Orange gab an, ständig nach kostenoptimierenden Modellen Ausschau zu halten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.


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