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Interview: Was kostet uns Web 2.0?

Nochmal Haeusler: Warum eigentlich ist die Nähe von Bloggern zu den "alten Medien" so furchtbar?

Lovink: Daran ist nichts furchtbar. Es zeigt sich aber, zum Beispiel in den PEW-Internetstudien, dass das Interesse der Blogger für Politik und Journalismus relativ klein ist. Es wird aber so getan, als ob alle Blogger in die Publizistik gehen wollen. Das ist nicht der Fall. Die große Mehrheit benutzt ihr Blog als vernetztes Tagebuch. Darüber lesen wir aber kaum etwas.

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Holm Friebe (riesenmaschine.de) fragt: Wie schätzen Sie die ökonomische Zukunft des Web 2.0 ein?

Lovink: Geld machen im Moment nur die, die ihre Web-2.0-Applikation an große Firmen verkaufen können. Risikokapital ist kaum da. Die Situation ist anders als Ende der Neunziger. Investmentbanken und Manager-Gurus lassen die Finger davon, vielleicht weil sie ihre Verluste von damals noch nicht ganz vergessen haben.

Nochmal Friebe: Es heißt ja, dass nicht nur an der Spitze der Wertschöpfungspyramide - bei den Konzernen - Geld verdient wird, sondern endlich auch an der breiten Basis.

Lovink: Meinen Sie Peer-to-peer-Netze, die auch eine Geldkomponente haben? Die sollte es geben, aber leider existieren sie noch nicht. Derzeit läuft noch zu viel über zentrale Schaltungen wie eBay oder Amazon.

Peter Turi (turi-2.blog.de) fragt: Für wie veränderungsbereit halten Sie die etablierten Medien?

Lovink: Da bin ich ganz skeptisch. Die alten Medien werden sich nicht grundsätzlich ändern. Wir müssen warten, bis die 68er-Babyboom-Generation abtritt. Sie hat alle Lust an Experimenten verloren.

Und noch mal Turi: Werden sich die etablierten Medien nicht auch wandeln - bevor sie beharren und untergehen?

Lovink: Klar wird von ihnen einiges an Inhalten ins Netz gestellt, aber die Erfahrungen aus den letzten Jahrzehnten sind enttäuschend. Statt auf diese Medien zu hoffen, wäre es besser, einfach mit einer Parallelstruktur weiterzumachen. So wie im Fall der Musikindustrie, wo es schon eine beachtliche Zahl von Musikern gibt, die eigene Geldstrukturen aufgebaut haben.

Netzeitung: Das war's mit den Gastfragen. Sind Sie optimistisch oder pessimistisch, was die Zukunft des Netzes angeht?

Lovink: Es macht jedenfalls kein Sinn mehr zu betteln. Die alten Medienstrukturen werden von allein einstürzen. Das wird aber noch dauern, weil nach wie vor Millionen vor dem Fernseher hocken. Leider schauen die grauen Panther alle TV. Diese Bevölkerungsgruppe muss zuerst aussterben.

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ThadMiller 15. Jan 2007

Meines Wissens sind Taschenrechner in den unteren Klassen immernoch verboten. Jeder der...

ThadMiller 15. Jan 2007

Troll dich...

Hans Guck 15. Jan 2007

Na ja kommt auf den Standpunkt an, gelle? Moechte Ihnen ja nicht unterstellen, dass der...

Weasel 15. Jan 2007

"Der Begriff Web 2.0 beschreibt eher vage eine veränderte Wahrnehmung und Benutzung des...

David Peters 14. Jan 2007

Keine Fakten, keine Trends, keine Technik -- nur launige Soz-Päd-Schwafeleien wie aus dem...

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